Vergleich: Ender-3 vs. Ender-3 Pro

Glaubensfrage oder doch mehr?

Wer in den vergangenen Tagen auf Gearbest, Aliexpress oder anderen chinesischen Verkaufsportalen geschaut hat, konnte feststellen, dass sich zum Verkaufsschlager von Creality3D, dem Ender-3, ein weiterer 3D-Drucker gesellt hat: der Ender-3 Pro.

Wir möchten in unserer Kurzvorstellung einmal alle wichtigen Unterschiede zwischen den beiden Geräten aufzeigen und schauen, ob sich der Mehrpreis von rund 80€ lohnt.

Schnellere Druckgeschwindigkeit

Laut Datenblatt des Ender-3 Pro auf Gearbest, kann der Ender-3 Pro eine bis zu 125% schnellere Druckgeschwindigkeit erzielen. (Ender-3 80 mm/s vs. Ender-3 Pro 180 mm/s)
Ob dies wirklich realistisch ist, können wir zwar nicht glauben, aber auch zurzeit nicht wiederlegen, da wir den Pro noch nicht für einen Test zur Verfügung haben. Wir denken aber, dass nicht die Druck-, sondern die Verfahrgeschwindigkeit gemeint ist. Und diese beträgt beim Ender-3 ebenfalls 180 mm/s.

Größere Druckfläche

Der Ender-3 Pro soll über eine rund 7,5% größere Druckoberfläche als der Ender-3 verfügen, wobei wir im direkten Vergleich keinen Unterschied der Größe feststellen konnten.

Verbesserte mechanische Eigenschaften

Ein 40 × 40-Aluminium-Strangpressprofil sorgt beim Ender-3 Pro für eine höhere Stabilität an der Y-Achse und damit für einen ruhigeren und spielfreieren Lauf.
 
                         

24V-Netzteil von Meanwell

Hier befindet sich die wichtigste und, unserer Meinung nach, beste Veränderung. So setzt man auf ein bekanntes Markenprodukt an der Stromversorgung und erhöht damit die Zuverlässigkeit des 3D-Druckers.

Neue magnetische Druckoberfläche

Das C-MAG Magnetdruckbett ist ebenfalls neu beim Ender-3 Pro. Die Druckplatte ist abnehmbar und flexibel, so dass die Drucke leichter von der Bauplatte abgelöst werden können.
Wir haben aber schon von Fällen gehört, wo die Magnetkraft bei Temperaturen über 90°C fast vollständig nachlässt und somit das Magnetdruckbett unbrauchbar wird.

Hier findet Ihr schonmal alle wichtigen Daten:

MarkeCreality3D
Geräte TypDIY 
ModellbezeichnungEnder-3 Pro
RahmenmaterialAluminum
DruckbettAluminum Base inkl. magnetischer Druckplatte
DüsenanzahlSingle 
Düsendurchmesser0.4mm (auswechselbar)
Drucktemperaturbis zu 250°C 
Bauraum220x220x250mm
Schichtdicken0.05-0.3mm 
LCD-Screenvorhanden
Druckgeschwindigkeit10 – 180mm/s 
Heizbetttemperaturbis zu 110°C
druckbare MaterialienABS,HIPS,PLA, PETG
Materialdurchmesser1.75mm 
SprachenEnglish 
DateiformateJPG,OBJ,STL 
XY-Genauigkeit0.012mm 
Z-Genauigkeit0.004mm 
Spannung110V/220V (24V)
Leistung360W 
SlicerCura, S3D, Slic3r 
LieferformBausatz
BetriebssystemWindows, Mac OS 
AnschlussmöglichkeitenSD card,USB
Gewicht9kg

Tutorial: Eigenes Logo auf dem Bootscreen – so geht’s

 Das wird benötigt:

Um einen individuellen Bootscreen zu erzeugen, braucht Ihr folgende Dinge:

  • Einen 3D-Drucker mit Full Graphics LCD Controller
  • Euer Logo im JPG oder GIF Format in der Auflösung 128 x 64 Pixel, welches Ihr auf den Bootscreen übertragen wollt



So wird’s gemacht

Am einfachsten funktioniert das Ganze, wenn Euer Logo schwarz-weiß ist. Ansonsten müsst Ihr ein wenig Hand an Euer Bild anlegen und es in schwarz-weiß gestalten bzw. umwandeln.

Bei unserem Beispiel haben wir unser Logo auf das Nötigste reduzieren.

Unser Logo auf das Nötigste reduziert

Um das Bild später zu übertragen wird eine maximale Auflösung von 128 x 64 Pixel benötigt. Ihr könnt mit einer höheren Auflösung anfangen und später herunterskalieren, solltet aber bedenken, dass aufgrund der Pixel nicht alle Details sauber dargestellt werden können. Daher empfehlen wir Euch nicht zu detailreich zu starten.

In unserem Beispiel sind wir, wie folgt, vorgegangen:

Wir haben unser Logo soweit bearbeitet und reduziert, dass es schwarz-weiß exportiert werden konnte.
Als Programm haben wir in diesem Fall inkscape benutzt.

In paint.net haben wir eine neue Datei geöffnet und diese mit 128 x 64 Pixel definiert. Das zuvor in inkscape erzeugte Bild wurde per Paste & Copy in paint.net übertragen und in die Grenzen eingepasst.
(Alle zuvor probierten Varianten mit Öffnen und skalieren von anderen Dateien z.B. PNG hat bei uns immer wieder zu Problemen geführt)

Ihr solltet übrigens darauf achten, dass der Hintergrund transparent bleibt, um die Erkennung des Bildes zu verbessern.

Die Vorschau ist schon sehr pixelig – dies liegt an der niedrigen Auflösung

Die fertige Datei wird nun im JPG oder GIF-Format an einen beliebigen Ort abgespeichert.



Nun geht es ganz einfach:

Wir haben die Seite http://www.digole.com/tools/PicturetoC_Hex_converter.php geöffnet und unser Bild dort hochgeladen.


Um das Bild auf das Display zu bekommen mussten wir noch ein paar Einstellungen anpassen.
Unter „Resize to“ wird die Auflösung des Displays mit 128 x 64 Pixel angegeben.

Nach einem Druck auf „Get C string“ sieht man ein weiteres Fenster mit dem Code für das Bild und eine Vorschau des Logos, wenn alles geklappt hat.
Den Hex-Code haben wir in die Zwischenablage kopiert.

Als nächsten Schritt haben wir die marlin.ino unseres CR-10 geöffnet und die Datei _bootscreen.h gesucht.
Dort haben wir wiederum den zuvor in die Zwischenablage kopierten Text über den vorhandenen Text in den geschweiften Klammern geschrieben.

Folgende Zeilen müssen noch angepasst werden, falls die Werte noch nicht drin stehen:
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_TIMEOUT   2500
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_BMPWIDTH  128
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_BMPHEIGHT 64

Jetzt muss nur noch das Ganze kompiliert und auf das Board übertragen werden.
Solltet Ihr alles richtig gemacht haben, dann könnt Ihr, nach dem Neustart, Euer Logo beim Starten des 3D-Druckers sehen.

Wer es noch ein bisschen individueller mag, der kann natürlich noch in der configuration.h unter nachfolgenden Punkt seinem 3D-Drucker eine individuelle „Ready“ Message verpassen.

// Optional custom name for your RepStrap or other custom machine
// Displayed in the LCD „Ready“ message
#define CUSTOM_MACHINE_NAME „CR-10 by SELBSTgedruckt“

Wir hoffen Euch hat dieses kleine Tutorial gefallen und Ihr besucht unsere Seite bald wieder.

Ihr wollt was wirklich Individuelles bei Eurem Drucker haben?

Wie wäre es mit einem eigenen Bootscreen? Seit Marlin 1.1.0 gibt es dieses coole Feature für Full Graphics LCD Displays und wir wollen Euch mit diesem Tutorial zeigen, wie Ihr ganz schnell und einfach das Aussehen des Startbilds verändern könnt.

Wer mag, kann uns natürlich durch Klicken auf die Produktlinks unterstützen und bei unseren Partnern einkaufen. Wir erhalten einen kleinen Beitrag zurück und können Euch somit immer wieder mit tollen neuen Infos versorgen.

Review: Creality3D CR-10

Auch wir von SELBSTgedruckt konnten nicht wiederstehen und haben natürlich den Creality3D CR-10 getestet.
Auch wenn schon viel über den CR-10 berichtet wurde, so gibt es dennoch ein paar interessante Punkte zu entdecken.

Fangen wir mal ganz vorne mit den verschiedenen Varianten an:
Es gibt mittlerweile vom Creality3D CR-10 vier verschiedene Varianten und wenn man den Veröffentlichungen auf diversen Social Media Plattformen Glauben schenkt, dann werden noch ein paar weitere folgen.

Modellübersicht

CR-10 (Grundmodell)

Das Grundmodell des Creality3D CR-10 gibt es seit ca. einem Jahr auf dem Markt und ist Ausgangsbasis für alle weiteren Modelle.
Die Baugröße des Druckers beträgt 300 x 300 x 400mm (L x B x H) und ist in den Farben Blau und Coffee/Black erhältlich.
Der Aufbau des Druckers ist an die beliebte Prusa-Bauform angelehnt und besteht aus 20×40 bzw. 20×20 Aluminiumprofilen. Alle Anbauteile sind, bis auf die Halter der Endstops und der Maschinenfüße, aus Aluminium hergestellt.
Creality3D verzichtet bei seinem Aufbau auf die sonst gerne eingesetzten Rundstangen als Führung und setzt lieber auf V-Slot Rollen, welche passend in den Aluminiumprofilen laufen.
Der größte Unterschied zu allen anderen Modellen besteht aber darin, dass der CR-10 im Grundmodell nur über einen Z-Achsenantrieb verfügt.

CR-10S

Seit August 2017 gibt es eine als CR-10S oder manchmal auch „Upgraded Version“ bezeichnete Version des CR-10 3D-Drucker.
In der Bauraumgröße gleicht der CR-10S dem CR-10, jedoch unterscheidet er sich in folgenden Punkten:

Neben einem zweiten Z-Achsenantrieb wurde dem CR-10S ein Filamentsensor spendiert, welcher überwacht, ob noch genug Filament vorhanden ist. Zudem besitzt der CR-10S ein überarbeitetes Mainboard, welches Firmware Änderungen von Anfang an zulässt.
Beim CR-10 ist dies bisher nur durch Aufspielen eines Bootloaders möglich gewesen.

Neben den großen Unterschieden hat der CR-10S noch ein paar kleinere Upgrades erhalten.
Es wurden zum einen der Extruder überarbeitet, so dass ein Ausreißen der Pushfit Verschraubung verhindert werden soll. Das Heizbett verfügt nun über eine Zugentlastung, die dafür sorgt, dass an dieser Stelle keine Kabelbrüche entstehen.

Das „Factory Upgrade Kit“ ist  beim Hersteller erhältlich. Link: http://www.creality3donline.com/product_detail.html?product_id=44)

CR-10 S4

Die Version CR-10 S4 ist, wie er Name bereits erahnen lässt, auch eine „S“, also überarbeitete Version des CR-10. Beim „S4“ wurde jedoch der Bauraum auf 400 x 400 x 400mm vergrößert. Zudem wird das Heizbett nicht mehr über ein mittig montiertes Aluminiumprofil geführt, sondern über zwei Profile, welche links und rechts vom Riemenantrieb montiert sitzen.

CR-10 S5

Der CR-10 S5 ist derzeit die größte Version der CR-10 Familie. Sein Bauraum beträgt 500 x 500 x 500mm.
Der Aufbau ist, wie sein kleinerer Bruder CR-10 4S, mit zwei Führungsprofilen für das Heizbet (Y-Achse) ausgestattet.

Der Preis für diese Version beträgt zwischen 799€ und 1200€, je nach Händler.

CR-10 Mini

Neben den „großen“ Druckern, gibt es auch eine Mini-Version des CR-10.
Dessen Bauraum beträgt „nur“ 300x220x300mm und ist somit rund 45% kleiner, als der des CR-10.
Ein Vorteil des kleineren Bauraum besteht aber in der kürzeren Aufheizzeit des Heizbettes.

Der CR-10 Mini verfügt aber nicht wie die „S“ Versionen über einen zweiten Z-Achsenantrieb und Filamnetsensor.
Somit ist der Mini wirklich nur eine kleine Version des CR-10.

Technische Daten (mit Vergleich der Modelle)

HerstellerCreality3DCreality3DCreality3DCreality3DCreality3D
VersionCR-10CR-10SCR-10 4SCR-10 5SCR-10 Mini
Druckermaße (LxBxH)615 x 600 x 490 mm615 x 600 x 490 mm600 x 680 x 615 mm600 x 760 x 620 mm 490 x 420 x 500 mm
Max. Druckbereich (LxBxH)300 x 300 x 400 mm300 x 300 x 400 mm400 x 400 x 400 mm500 x 500 x 500 mm300 x 220 x 300 mm
Z-Antriebe1 x Trapezgewindespindel ø8mm2 x Trapezgewindespindel ø8mm2 x Trapezgewindespindel ø8mm2 x Trapezgewindespindel ø8mm1 x Trapezgewindespindel ø8mm
Filamentsensorneinjajajanein
TechnologieFFF/FDMFFF/FDMFFF/FDMFFF/FDMFFF/FDM
Ausführungvormontierter Bausatzvormontierter Bausatzvormontierter Bausatzvormontierter Bausatzvormontierter Bausatz
RahmenmaterialAluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
ExtruderartBowden ExtruderBowden ExtruderBowden ExtruderBowden ExtruderBowden Extruder
Filament Durchmesser1.75 mm1.75 mm1.75 mm1.75 mm1.75 mm
Düsendurchmesser0.4 mm0.4 mm0.4 mm0.4 mm0.4 mm
Druckplattformbeheizt 12Vbeheizt 12Vbeheizt 12Vbeheizt 12Vbeheizt 12V
Unterstütztes MaterialPLA, ABS, PETG uvm.PLA, ABS, PETG uvm.PLA, ABS, PETG uvm.PLA, ABS, PETG uvm.PLA, ABS, PETG uvm.
AnschlussmöglichkeitenUSB / SD KarteUSB / SD KarteUSB / SD KarteUSB / SD KarteUSB / SD Karte
Softwarealle gängigen Sliceralle gängigen Sliceralle gängigen Sliceralle gängigen Sliceralle gängigen Slicer
Systemanforderungenab Windows 7 / MAC OSab Windows 7 / MAC OSab Windows 7 / MAC OSab Windows 7 / MAC OSab Windows 7 / MAC OS
Dateiformat.stl , .obj, g-code.stl , .obj, g-code.stl , .obj, g-code.stl , .obj, g-code.stl , .obj, g-code
Farbeschwarz – orange (coffee)
schwarz – blau
schwarz – orange (coffee)
schwarz – blau
schwarz – orange (coffee)schwarz – blauschwarz – blau
DisplayFull Graphics DisplayFull Graphics DisplayFull Graphics DisplayFull Graphics DisplayFull Graphics Display
Hersteller LandChinaChinaChinaChinaChina
Gewicht 13kg13,5kg15kg19kg7,5kg



Aufbau

Der Aufbau des CR-10 ist sehr schnell gemacht, da dieser schon zu 90% vormontiert zu Euch nach Hause kommt. Es müssen lediglich das Portal, an welchem sich der Extruder befindet, an den Grundrahmen verschraubt und die Motoren und Endstops mit der Controlbox verbunden werden.

Alle Kabel sind beschriftet und mit Steckern versehen, so dass ein Verwechseln fast ausgeschlossen werden kann. Besonders schön ist, dass die Kabel bereits vom Hersteller gesleevt, dass heißt mit einem Schutzgeflecht ummantelt, wurden.

Gut verpackt hat der CR-10 uns erreicht

Tipp:
Kontrolliert vor dem ersten Druck nochmals alle Schrauben auf Festsitz und alle Führungswagen auf Spiel. Es gibt Drucker, die ausgeliefert wurden, die besonders in der Y-Achse sehr viel Spiel hatten.
Sicherlich macht es auch nochmal Sinn, die Riemenspannungen dabei zu prüfen.

Elektronik

Der CR-10 verfügt, wie bereits erwähnt, über eine Controlbox, welche das Netzteil, das Mainboard sowie das Display beinhaltet.

Es müssen keinerlei Verdrahtungsarbeiten mehr innerhalb dieser Box durchgeführt werden, weil alle Anschlüsse und Anschlusskabel bereits nach außen geführt sind.
An der Rückseite befinden sich drei Buchsen, welche zum Anschluss des Heizbettes, des Hotends und der Stromversorgung dienen.
Zudem ist noch ein Ein- und Ausschalter für den Drucker an der Rückseite vorhanden

Wir haben trotzdem einmal reingeschaut, um zu wissen was drinsteckt:

Nachdem wir die Schutzabdeckung (natürlich im stromlosen Zustand) entfernt haben, offenbarte sich als erstes das Netzteil des Druckers. Dieses verfügt über 12V und rund 30A, so dass wir von einer Gesamtleistung von rund 360W ausgehen. Diese Leistung ist bis jetzt für unsere Testdrucke ausreichend gewesen und braucht, unserer Meinung nach, auch nicht geändert werden.

Als nächstes entfernten wir das oben beschriebene Netzteil, so dass wir einen Blick auf das Mainboard und alle weiteren verwendeten Komponenten werfen konnten.

Beim Mainboard handelt es sich wohl um ein Melzi Board, welches speziell für Creality3D hergestellt wird. Die Motortreiber befinden sich fest verlötet auf der Platine und lassen sich nicht austauschen.
Ebenso wenig lassen sich noch weitere Komponenten anschließen.
Wer also seinen Drucker erweitern will, wie zum Beispiel auf einen Dual-Extruder, der muss leider auf ein neues Mainboard zurückgreifen, dies aber nur am Rande.

Blick in das Innere der Controlbox - Schaltnetzteil mit Aktivkühler

Problematisch ist eher, dass sich der normale CR-10 ohne Umwege nicht Updaten lässt. Creality3D hat nämlich keinen Bootloader auf das Board gespielt, so dass ein Wechsel oder Update der Firmware zu einem Abenteuerausflug wird. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal…

Das Betriebssystem oder besser gesagt die Firmware, mit der der CR-10 läuft, scheint eine abgespeckte Version von Marlin zu sein. Leider lassen sich Aufgrund des oben beschriebenen Problems kein PID-Tunings durchführen, bzw. die Daten speichern.

Doch nicht nur das Mainboard, sondern auch das Display befindet sich in der Controlbox. Dieses ist als Full Graphics ausgeführt.
Mittels Drehknopf könnt Ihr bequem durch die Menüs steuern und die benötigten Änderungen vornehmen.

Ansonsten sind noch ein paar Lüfter und das Mosfet des Heizbetts im Inneren zu finden.

Extruder und Hotend

Beim Extruder setzt Creality3D auf einen Bowdenextruder. Dieser ist nicht untersetzt, sondern treibt das Förderrad direkt an, um das Filament zum Hotend zu fördern.

Beim Hotend handelt es sich anscheined um einen Eigenbau, welcher aber vom Grund her wie ein E3D funktioniert.
Die Düsen, welche Ihr für das Hotend benötigt haben übrigens die Bezeichnung MK8 und lassen sich fast überall im Zubehör kaufen.
Mittlerweile gibt es auch gute Umbausets, die das Hotend zu einem All-Metal Hotend machen und damit Temperaturen von über 240°C zulassen. 

 

Druckqualität

Zugegeben, für einen 300€ Drucker liefert der CR-10 erstaunlich gute Ergebnisse. Wir können bis jetzt nichts Negatives feststellen. Die Auflösung kann mit der standardmäßig verbauten 0,4mm Düse von 0,05 – 0,3mm variiert werden und lässt damit ein breites Spektrum an Möglichkeiten zu.

Twisted Vase - 250mm hoch

Lediglich bei ABS haben wir Probleme gehabt das Material zu drucken, da das Heizbett nicht in den Temperaturbereich von über 80°C kommt. Hier müsst Ihr dann selber Hand anlegen und das Heizbett von unten isolieren. Außerdem ist die offene Bauweise nicht unbedingt förderlich, da Zugluft zusätzliche Probleme machen kann.

Wir haben nach einer Woche übrigens einen zweiten Z-Achsenantrieb verbaut um zu sehen, ob sich die Qualität verändert. Wir müssen sagen, es ist ein Unterschied erkennbar, ob dieser für Euch relevant ist, müsst Ihr aber für Euch selbst entscheiden.

Mit dem Umbaukit für den CR-10 erhaltet Ihr einen zweiten Z-Achsenantrieb

Das Umbaukit kostet rund 40-60€ und ist hier erhältlich.

Fazit

Der CR-10 ist ein starker Drucker mit kleinen Defiziten in der Standardversion.
Wer einen günstigen Drucker mit Top Ergebnissen sucht, der ist hier gut beraten.
Lediglich der fehlende zweite Z-Antrieb und die fehlende Möglichkeit des Firmwareupdates schmälern den Spaß am CR-10 (Standard).
Wer diese Features direkt von Anfang an haben möchten, der sollte lieber direkt zum CR-10S greifen.
Ansonsten ist der CR-10 wirklich empfehlenswert und unserer Meinung nach für Anfänger bestens geeignet, da man die Technik gut kennenlernen kann, ohne noch große Umbauten zu vollziehen.
Wer es größer braucht, der kann auf den CR-10 4S bzw. 5S zurückgreifen und auch eine Mini Version ist zu bekommen.
Diese verzichtet allerdings wiederr auf den zweiten Z-Achsenantrieb.

Der CR-10 Standard erhält von uns 4,5 von 5 Punkten.

Vielen Dank an Gearbest für die Bereitstellung des Testdruckers.