Review: TEVO Michelangelo

Der Konkurrenzkampf tobt:
Die chinesischen Druckerhersteller beobachten den Markt sehr genau und so verwundert es nicht, dass sich zum Erfolgsmodell Ender-2 schnell ein Konkurrent gesellt.

Dieser heißt in diesem Fall Michelangelo und stammt aus dem Hause TEVO.
Kompakt, leise, schnell – diese drei Attribute beschreiben das neue Kompaktgerät schon ganz gut.
Fast wäre es sogar gelungen uns komplett zu begeistern, aber dem kleinen TEVO fehlt ein entscheidendes Detail: er hat KEIN Heizbett!
Warum man auf dieses fast schon existenzielle Bauteil verzichtet bleibt rätselhaft. Dennoch weiß der Zwerg zu begeistern und sein Defizit gut wett zu machen.

Lieferung und Aufbau

Da der TEVO Michelangelo zu 99,99% schon fertig aufgebaut ist, brauchten wir nur noch die vier Füße und den Drehknopf für das Display zu montieren. Da ist besonders für absolute Neuanfänger sehr interessant.
Auch die Verpackung des gesamten Druckers ist sehr vorbildlich gestaltet. Der freihängende Arm wird mit einer dicken Portion Schaumstoff so gut festgehalten, das während des Transports eigentlich nichts passieren sollte.
Leider bringt der Michelangelo nicht viel Zubehör mit. So hätte man zum Beispiel wenigstens ein Filamentsample und den guten alten Seitenschneider mit dazu legen können.
Auch ein Spulenhalter fehlt dem TEVO Michelangelo leider gänzlich.

Grund genug für uns selbst einen zu konstruieren und auf thingiverse zu stellen. Der Halter lässt sich übrigens auf dem Michelangelo drucken, so dass Ihr nicht auf einen zweiten Drucker zurückgreifen müsst.
Unseren Halter findet Ihr als Download hier:

https://www.thingiverse.com/thing:2841917

Technische Daten

 
MarkeTEVO
Geräte TypFertiggerät
ModellbezeichnungMichelangelo V1.0
RahmenmaterialAluminum
DruckbettAluminum Base 
DüsenanzahlSingle 
Düsendurchmesser0.4mm 
Drucktemperaturbis zu 260°C 
Bauraum150x150x150 mm
Schichtdicken0.05-0.3mm 
LCD-Screenvorhanden
Druckgeschwindigkeit60-120 mm/s 
Heizbett
druckbare MaterialienPLA, TPU
Materialdurchmesser1.75mm 
SprachenEnglish 
DateiformateJPG,OBJ,STL 
XY-Genauigkeit0.012mm 
Z-Genauigkeit0.05mm 
Spannung110V/220V 
Leistung60W
SlicerCura, S3D, Slic3r 
BetriebssystemWindows, Mac OS 
AnschlussmöglichkeitenSD card,USB
Gewicht6,5 kg

Mechanik und Führungen

Da der TEVO Michelangelo ein Klon des Ender2 bzw. Tronxy X1 ist, ist natürlich auch der mechanische Aufbau ähnlich gestaltet.
Abweichungen findet man aber trotzdem, so ist zum Beispiel der Riemen der X-Achse nicht komplett durch das Aluminiumprofil geführt, sondern nur auf der Oberseite. Wir finden diese Variante gelungener als beim Ender, da es weniger Probleme mit eventuellen Ecken gibt, wo sich der Riemen aufreiben kann.
Ebenfalls besser gelöst finden wir die Anbindung der kompletten Y-Achse. Diese ist fest auf der Grundplatte des TEVO Michelangelo verschraubt und erhält hierdurch eine gute Steifigkeit. Der Riemenantrieb befindet sich seitlich daneben und wird über mehrere Umlenkrollen geführt.
Durch seine feste Basis und die verwendeten Aluprofile scheint der Aufbau des Michelangelo schon gut gelungen.

Geführt wird der Michelangelo übrigens über V-Slot Rollen im Aluminiumprofil, einer mittlerweile sehr verbreiteten Lösung.

Hotend und Extruder

Ein direkter Pluspunkt geht an die Bauteilkühlung des TEVO Michelangelo, denn diese ist von Anfang an mit zwei Radiallüftern ausgestattet und bringt so gute Kühlergebnisse.
Beim Hotend setzt TEVO wieder auf sein standardmäßig verbautes Hotend, welches bereits beim Tornado, Tarantula etc. zu finden ist. Die Kühlung des Hotends erfolgt über einen nicht zu lauten 30×30 Axiallüfter.
Der Extruder, wie sollte es schon fast anders sein, ist der TEVOeigene Klon des E3D Titan Extruders. Der TEVO Titan Extruder hat uns bisher bei allen Druckern sehr gut gefallen und stellt eine günstige Alternative zum Original da. Durch die Untersetzung des Extruders und dem kurzen PTFE Liner, welcher am Michelangelo Verwendung findet, scheinen Förderprobleme fast ausgeschlossen. Selbst flexible Materialien können, mit gut angepassten Druckeinstellungen, beim Michelangelo eingesetzt werden.

Leider schränkt das fehlende Heizbett die Auswahl der Materialien sehr ein.
Warum TEVO auf dieses elementare Bauteil verzichtet hat, bleibt rätselhaft. Zumal dies doch heutzutage zur Grundausstattung eines 3D-Druckers gehören sollte.
Mittlerweile gibt es aber Möglichkeiten dieses nachzurüsten und somit den Michelangelo für (fast) alles gängigen Materialien nutzbar zu machen. Ein gutes Video zum Nachrüsten findet Ihr übrigens hier:

Heizbett für den MIchelangelo [Video von Rics_3D]

Elektronik

Besonders hier sammelt der TEVO Michelangelo Pluspunkte. Verbaut ist ein MKS Gen_L V1.0. Beim Display wurde das MKS MINI 12864 verbaut. Beide Komponenten sind sehr wertig und versehen ohne Probleme den Dienst.
Besonders zu erwähnen ist aber, dass der Michelangelo nicht mit mechanischen, sondern kapazitiven Endschaltern ausgerüstet ist. Gerade in dieser Preisklasse wirklich top.

Durch das fehlende Heizbett konnte natürlich das Netzteil entsprechend klein ausfallen, so dass man im Inneren des 3D-Druckers nur ein 12V – 90W Netzteil findet. Eine Nachrüstung mit einem Heizbett bedeutet also, entweder ein größeres Netzteil zu verbauen, was aber aufgrund des Platzangebotes gut möglich ist, oder aber eine 230V Variante einzusetzen.
Wir tendieren aufgrund der Gefahr, die von 230V ausgehen, immer zur ersten Lösung.

Wer sich Gedanken um die Kühlung des TEVO Michelangelo macht, dem sei gesagt, dass dieser aufgrund des kleinen Netzteils und eines serienmäßig verbauten Lüfters sehr gut ausgestattet ist.

Eine Tatsache die übrigens urig ist, ist dass dem TEVO Michelangelo eine 512MB SD-Speicherkarte beiliegt. Da kommt der Charme der frühen 2000er auf. 😀

 

Druckergebnisse

Die bisher gedruckten Teile sehen sehr gut aus und auch die Geschwindigkeit des kleinen Druckers überrascht. Die Schichtstärken liegen laut Hersteller zwischen 0,02 und 0,3mm, wobei eine Auflösung von 0,1mm eher der Realität entspricht. Dabei darf die Druckgeschwindigkeit aber gerne mal über 80mm/s und mehr betragen.

Preis / Leistung

Der TEVO Michelangelo ist für rund 150-250€ bei diversen Händlern erhältlich.
Ein ganz akzeptabler Preis, zumal der Michelangelo doch mit einigen Feature daherkommt:

  • Eine gute und wertige Elektronik
  • Stabile Basis und Profile aus Aluminium
  • kapazitive Endschalter

Die Qualität und Verarbeitung des 3D-Druckers ist in Ordnung und dem Preis angemessen.

Fazit

Der TEVO Michelangelo ist ein kleiner, schneller Anfängerdrucker mit großen Stärken, aber auch einem sehr großem Defizit. Das fehlende Heizbett schränkt die Materialauswahl beträchtlich ein. Trotzdem punktet der 3D-Drucker in Sachen Geschwindigkeit und Ausstattung. Neben einem Geared Extruder und kapazitiven Endschaltern sind auch die anderen Komponenten sehr wertig.
Durch eine schwere Basis und ausreichend dimensionierten Aluprofilen liefert der Michelangelo sehr gute Druckergebnisse und bleibt dabei trotzdem portabel.

Wir finden den TEVO Michelangelo gut gelungen und empfehlen diesen gerne als Zweit- oder Drittgerät. Aber auch Anfänger sollten diesen 3D-Drucker ins Auge fassen.

Zu kaufen gibt es den TEVO Michelangelo natürlich, wie immer bei Gearbest, AliExpress usw

Bewertung
Gesamtbewertung 4 / 5
Zusammenbau 5 / 5
Mechanik / Elektronik 4 / 5
Ausstattung 3 / 5
Druckqualität 4 / 5
Preis / Leistung 4 / 5
Lautstärke 4,5 / 5

Review: Tevo Tornado – eine „spannende“ Angelegenheit

Vorwort

Lange haben wir überlegt, ob wir dieses Review überhaupt schreiben sollen, sind dann aber zu dem Entschluss gekommen, dass, wenn wir es nicht machen, unserer Informationspflicht gegenüber Euch nicht nachkommen.

Eines noch vorweg:
Dieser Bericht soll Euch als Endverbraucher informieren und warnen und nicht dem Hersteller schaden, also bitten wir um eine gesittete Netiquette.



Testbericht

„Herzlichen Dank für den Kauf Ihres neuen Tevo Tornado, wir hoffen Sie haben eine gute Lebensversicherung abgeschlossen.“, so oder so ähnlich sollten die ersten Worte in der Bedienungsanleitung eigentlich lauten.

Lebensversicherung beim 3D-Drucker? Ja, denn wer den Tevo Tornado sein Eigen nennt, der begibt sich in unmittelbare Lebensgefahr!

Viele von Euch denken jetzt bestimmt: „Wieder so ein Besserwisser und Schlechtreder“, aber was wir beim Tornado in Punkto Produktsicherheit gefunden haben, ist grob fahrlässig, wenn nicht gar vorsätzlich. Und dabei liegt der Stein des Anstoßes eigentlich nur an einem einzigen Punkt: dem 230V Heizbett.
Eigentlich ist das Ganze für uns unverständlich, dass so ein Fauxpas einem renommierten Hersteller von 3D-Druckern unterlaufen ist, denn der Rest des Tevo Tornado macht einen guten Eindruck.

Wir gehen davon aus, dass Tevo sich vom Vorbild des Druckers, dem Creality3D CR-10, abheben wollte und deshalb dem Tornado das 230V Heizbett spediert hat. Leider ist die Ausführung des Ganzen aber schwer in die Hose gegangen.
Von der fehlenden Zugentlastung der Anschlusskabel, welche noch das geringste Übel ist, über eine nicht ausreichend geplante Elektrik, bis hin zu einem spannungsführenden Stecker ist alles vorhanden, was man an Gefährdungen bieten kann.

Fangen wir mal beim gravierendsten Mangel an:  

Dem Anschlussstecker des Heizbettes an der Controlbox.
Hier besteht Lebensgefahr!

Im schlimmsten Fall liegen am Stecker direkt 230V an.

Wer bei Tevo auf die Schnapsidee gekommen ist einen Stecker anstatt einer Buchse einzubauen, der sollte selber mal testen, was passiert, wenn man dort hineinfasst und Spannung anliegt.
Doch warum kann dort überhaupt Spannung anliegen?

Weil man, Punkt 2 der Mängel, bei der Auslegung der Elektronik gespart hat. Hätte man im Inneren der Controlbox beide Kabel des Heizbettes mit einem SSR Relais versehen, so wäre die Gefahr eines Stromschlags um einiges reduziert worden, denn so ist es egal wie man den Stecker in die Steckdose einsteckt, es sind beide Leitungen getrennt.

Nur ein SSR-Relais wurde für das Heizbett verbaut.

Zu guter Letzt wäre dann noch die Zugentlastung der Leitungen zu erwähnen. Diese fehlen am Druckbett völlig und können durchaus dazu führen, dass Leitungen aufscheuern und Kontakt mit dem Rahmen bekommen. Dank des fehlenden Schutzleiters, eine riskante Kombination.

Fehlt völlig: Zugentlastung am Heizbett.

Wem dies egal ist und sich dem Risiko bewusst aussetzt, der erhält eigentlich einen ganz brauchbaren Drucker.

Aufbau, Heizbett und Extruder

Wie schon erwähnt handelt es sich beim Tevo Tornado um einen Drucker, der sich von der Aufbauart kaum vom CR-10 unterscheidet und, dank vormontierten Elementen, innerhalb kurzer Zeit zusammengesetzt ist.

Was auffällt, ist das große Druckbett, welches knapp 6cm länger als das Creality3D Druckbett ist.
Leider sind aber nur 30cm von den 37cm nutzbar, da vorne und hinten die Befestigungsschrauben überstehen und die Achse mehr als 30cm

Tevo Titan Extruder

Verfahrweg nicht zulässt.
Dafür ist aber das gesamte Druckbett mit einer Dauerdruckplatte versehen, auf der die zu druckenden Teile sehr gut und manchmal sogar zu gut haften.
Im Auslieferungszustand war auf unserem Modell noch ein Testdruck auf dem Druckbett vorhanden, den wir nur mit Mühe und einem Glasschaber entfernen konnten.

Beim Extruder setzt Tevo auf seinen Titan Extruder, der such schon beim Tevo Tarantula dabei war und uns sehr gut gefallen hat.
Beim Hotend wird auch auf Altbewährtes gesetzt und so findet man den Cyclop Clone auf der X-Achse wieder.
Beide Komponenten sind, wie auch beim CR-10, mittels Bowden miteinander verbunden und versehen ihren Dienst, wie man es erwartet.

 

Mechanische Komponenten

Hier gibt es nicht eigentlich nicht viel zu berichten. Der Tevo Tornado wird, wie sein Vorbild, mit nur einer Z-Achsen Spindel geliefert und lagert die andere Seite über drei Rollen am Aluprofil.
Die Rollen sind V-förmig gehalten und laufen gut und sauber im Aluprofil.
Ansonsten verzichtet man bei Tevo auf die Profilabdeckungen und Endkappen, so das man gerade an den abgesägten Enden der Profilen hier und da mal noch eine scharfe Kante findet.

 

Elektronik

Bis auf die eingangs erwähnten Risiken durch das Heizbett, ist die Elektronik im Inneren der Controlbox sauber verarbeitet.
Man findet ein MKS-Board als Mainboard wieder, welches den Drucker steuert. Vielleicht handelt es sich aber auch um einen Clone, da man keinerlei Bezeichnungen auf dem Board finden kann.
Genaueres konnten wir aber bislang auch nicht in Erfahrung bringen.
Als Firmware scheint eine angepasste Marlin auf dem Board zu laufen.

 

 



Fazit

An sich hätte der Tevo Tornado ein guter Konkurrent zum CR-10 werden können, wenn nicht die Sache mit dem Heizbett wäre.
Zugegeben, es ist toll, wenn man sieht, wie schnell es auf Temperatur kommt, aber die Verarbeitung des Ganzen ist absolut mangelhaft bzw. lebensgefährlich.
Eigentlich sollte Tevo den Tornado schnellstens überarbeiten, um seinen Kunden einen sicheren Drucker zu liefern.
Wir hoffen, dass dieser Testbericht an die richtige Stelle bei Tevo gelangt und man dort einsichtig ist, den Drucker zu überarbeiten. Zumal es mit „Kleinigkeiten“, wie einem zweiten SSR Relais, dem Einbau einer Buchse anstatt eines Steckers in der Controlbox und dem Einsatz einer Zugentlastung erledigt wäre.

Wir geben für den Tevo Tornado keine Kaufempfehlung, solange diese Punkte seitens Tevo nicht behoben sind.
Der Drucker erhält von uns keine Bewertungspunkte.

Tutorial: Eigenes Logo auf dem Bootscreen – so geht’s

 Das wird benötigt:

Um einen individuellen Bootscreen zu erzeugen, braucht Ihr folgende Dinge:

  • Einen 3D-Drucker mit Full Graphics LCD Controller
  • Euer Logo im JPG oder GIF Format in der Auflösung 128 x 64 Pixel, welches Ihr auf den Bootscreen übertragen wollt



So wird’s gemacht

Am einfachsten funktioniert das Ganze, wenn Euer Logo schwarz-weiß ist. Ansonsten müsst Ihr ein wenig Hand an Euer Bild anlegen und es in schwarz-weiß gestalten bzw. umwandeln.

Bei unserem Beispiel haben wir unser Logo auf das Nötigste reduzieren.

Unser Logo auf das Nötigste reduziert

Um das Bild später zu übertragen wird eine maximale Auflösung von 128 x 64 Pixel benötigt. Ihr könnt mit einer höheren Auflösung anfangen und später herunterskalieren, solltet aber bedenken, dass aufgrund der Pixel nicht alle Details sauber dargestellt werden können. Daher empfehlen wir Euch nicht zu detailreich zu starten.

In unserem Beispiel sind wir, wie folgt, vorgegangen:

Wir haben unser Logo soweit bearbeitet und reduziert, dass es schwarz-weiß exportiert werden konnte.
Als Programm haben wir in diesem Fall inkscape benutzt.

In paint.net haben wir eine neue Datei geöffnet und diese mit 128 x 64 Pixel definiert. Das zuvor in inkscape erzeugte Bild wurde per Paste & Copy in paint.net übertragen und in die Grenzen eingepasst.
(Alle zuvor probierten Varianten mit Öffnen und skalieren von anderen Dateien z.B. PNG hat bei uns immer wieder zu Problemen geführt)

Ihr solltet übrigens darauf achten, dass der Hintergrund transparent bleibt, um die Erkennung des Bildes zu verbessern.

Die Vorschau ist schon sehr pixelig – dies liegt an der niedrigen Auflösung

Die fertige Datei wird nun im JPG oder GIF-Format an einen beliebigen Ort abgespeichert.



Nun geht es ganz einfach:

Wir haben die Seite http://www.digole.com/tools/PicturetoC_Hex_converter.php geöffnet und unser Bild dort hochgeladen.


Um das Bild auf das Display zu bekommen mussten wir noch ein paar Einstellungen anpassen.
Unter „Resize to“ wird die Auflösung des Displays mit 128 x 64 Pixel angegeben.

Nach einem Druck auf „Get C string“ sieht man ein weiteres Fenster mit dem Code für das Bild und eine Vorschau des Logos, wenn alles geklappt hat.
Den Hex-Code haben wir in die Zwischenablage kopiert.

Als nächsten Schritt haben wir die marlin.ino unseres CR-10 geöffnet und die Datei _bootscreen.h gesucht.
Dort haben wir wiederum den zuvor in die Zwischenablage kopierten Text über den vorhandenen Text in den geschweiften Klammern geschrieben.

Folgende Zeilen müssen noch angepasst werden, falls die Werte noch nicht drin stehen:
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_TIMEOUT   2500
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_BMPWIDTH  128
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_BMPHEIGHT 64

Jetzt muss nur noch das Ganze kompiliert und auf das Board übertragen werden.
Solltet Ihr alles richtig gemacht haben, dann könnt Ihr, nach dem Neustart, Euer Logo beim Starten des 3D-Druckers sehen.

Wer es noch ein bisschen individueller mag, der kann natürlich noch in der configuration.h unter nachfolgenden Punkt seinem 3D-Drucker eine individuelle „Ready“ Message verpassen.

// Optional custom name for your RepStrap or other custom machine
// Displayed in the LCD „Ready“ message
#define CUSTOM_MACHINE_NAME „CR-10 by SELBSTgedruckt“

Wir hoffen Euch hat dieses kleine Tutorial gefallen und Ihr besucht unsere Seite bald wieder.

Ihr wollt was wirklich Individuelles bei Eurem Drucker haben?

Wie wäre es mit einem eigenen Bootscreen? Seit Marlin 1.1.0 gibt es dieses coole Feature für Full Graphics LCD Displays und wir wollen Euch mit diesem Tutorial zeigen, wie Ihr ganz schnell und einfach das Aussehen des Startbilds verändern könnt.

Wer mag, kann uns natürlich durch Klicken auf die Produktlinks unterstützen und bei unseren Partnern einkaufen. Wir erhalten einen kleinen Beitrag zurück und können Euch somit immer wieder mit tollen neuen Infos versorgen.

Review: TEVO Tarantula

Nachdem wir mittlerweile schon einige 3D-Drucker im Preisbereich von 100-299€ testen konnten,  haben wir nun die Möglichkeit bekommen den TEVO Tarantula i3 auf Herz und Nieren zu testen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei Gearbest, die uns den Drucker für diesen Test zu Verfügung gestellt haben.

Den TEVO Tarantula gibt es bereits ab 160€ bei Gearbest

Features

  • Druckgröße 200 x 200 x 200mm
  • Aluminiumrahmen aus 20/20 bzw. 20/40 Profil
  • E3D Extruder (Clone) mit Bowden
  • MKS Base 1.4 Mainboard
  • Dual-Extruder Update möglich

Unboxing

Wir haben den TEVO Tarantula als DIY Bausatz erhalten  der, im Vergleich zu anderen 3D-Druckerbausätzen, sehr gut verpackt geliefert wurde.
Direkt nach dem Öffnen des Deckels wird schon klar, dass TEVO sich hier besondere Mühe gegeben hat, den Druckerbausatz ohne Beschädigungen zum Kunden zu liefern.
Alle Bauteile sind auf mehreren Etagen in einem Weichschaumstoff verpackt, Schrauben und Kleinteile befinden sich in durchnummerierten Zip-Beuteln und die Acrylteile sind, wie auch sonst 😉 , mit einer Schutzschicht beklebt.
Die Aufbauanleitung und alle weiteren Dokumente des Druckers sind nicht, wie oftmals üblich nur einfache Kopien, sondern als gebundenes Heft oder Hochglanzpapier im Karton zu finden.
Besonders erwähnenswert ist, dass TEVO neben dem normalen Aluminium-Extruder auch einen weiteren Extruder mitliefert.
Es handelt sich dabei um den TEVO Titan*, der offensichtlich ein Clone des E3D Titan Extruders ist.

Aufbau

Leider lief der Aufbau des Druckers nicht so, wie wir es nach dem ersten guten Eindruck erwartet hätten.

Der Grund lässt sich schnell ausmachen:
Die Aufbauanleitung ist leider das Papier nicht wert, auf der Sie gedruckt ist.

Die Beschreibungen der ersten Montageschritte passen noch, aber danach machen falsche oder fehlende Bilder den Aufbau zu einem schwierigen Puzzlespiel.
Gut, dass hier das Internet alle Nötigen Informationen in Text und Bild bereithält.

 

Positiv wiederum ist zu bemerken, dass alle Schrauben und Kleinteile in Beutel verpackt sind.
Durch die aufgeklebte Nummerierung war es ganz schnell möglich die für den Montageschritt benötigten Teile zu finden.
Der Aufbau an sich war innerhalb eines Tages erledigt.
Lediglich mit den Verbindungen der Aluminiumprofile haben wir uns schwer getan.
Hier mussten wir des Öfteren nachbessern und sehr viel Sorgfalt walten lassen, um diese rechtwinklig miteinander zu verbinden.
Anders war es bei den Führungswagen der Achsen. Diese ließen sich sehr schnell zusammensetzen und später an den Aluminiumprofilen dank Exzentermutter ausrichten.

Endschalter mit schlecht angelötetem Kabel

Diese Führungsart mit den T-Slot Profilen und den dazugehörigen Rollen gefällt uns im Allgemeinen eh sehr gut.

Auch beim Heizbett hat TEVO nicht gespart. So ist dieses bereits vom Werk aus mit einer Dauerdruckfolie versehen. Zudem ist das Heizbett von unten mit einer Schaumstoffschicht und Aluminiumkaschierung beklebt, was das Aufheizen der Platte erheblich beschleunigt.
Auch wenn die ganze Halterung etwas instabil erscheint, so konnten wir den Drucker vernünftig kalibrieren und brauchten das Heizbett bis jetzt auch noch nicht nachstellen.

Leider ist neben der schlechten Aufbauanleitung noch etwas weiteres aufgefallen:
Durch ein schlecht angelötetes Kabel des Z-Endstops funktionierte dieser nicht richtig und so zerbrach beim ersten Homing die Halteplatte des Z-Motors.
Nach diesem Crash kontrollierten wir alle weiteren Endschalter und mussten zwei von drei nachlöten.

 

Druckqualität

Die Qualität der Drucke ist, für einen 3D-Drucker dieser Preisklasse, schon sehr gut und im oberen Bereich anzusiedeln.
Dies scheint aber auch insbesondere an dem mitgelieferten und von uns montierten TEVO Titan* Extruder zu liegen.

 TEVO Titan Extruder

Das Besondere an dem Extruder ist, dass er mit einer Untersetzung arbeitet und sich so noch genauer einstellen lässt. Zudem kann der Andruck der Führungsrolle auf das Filament mittels einer Schraube eingestellt werden.
Um den Titan Extruder zu nutzen müssen aber in der Firmware des Druckers ein paar Einstellungen vorgenommen werden. Zum einen muss die Drehrichtung des Motors invertiert werden und zum anderen müssen die Steps/mm bedingt durch die Untersetzung angepasst werden.
Durch die Verwendung unserer Berechnungstools, war dies jedoch kein Problem.

E3D Hotend ohne Bauteilkühler

Die Auflösung des Druckers wird vom Hersteller übrigens mit 0,05mm angegeben, was wir anhand nur einer Z-Spindel für sportlich halten.
Wer diese Auflösung erreichen möchte, der greift am besten auf das Z-Achsen Upgrade zurück, welches dem Drucker einen zweiten Z-Spindelantrieb spendiert und für rund 60€ erhältlich ist.
Hier gibt es den Kauflink dazu: https://www.monkeyprints.de/tevo-tarantula-dual-z-upgrade-kit.html

Die von uns eingestellten 0,2mm schaffte der TEVO Tarantula aber ohne Probleme.
Die eingestellte Druckgeschwindigkeit lag bei unseren Tests immer um 60-80 mm/s, welche der Drucker ebenfalls problemlos schaffte.
Flexible Filamente konnten wir mit dem Drucker aufgrund des Bowden-Setup nicht drucken, was wir aber nicht als tragisch empfanden.

Tipp: Um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, solltet ihr direkt einen Bauteilkühler verbauen. Wir haben der Einfachheit halber einen ganz normalen 40×40 Lüfter verbaut und konnten direkt Verbesserungen im Druckbild feststellen.

Elektronik

Mainboard MKS Base 1.4

TEVO liefert den Tarantula von Haus aus mit einem MKS Base 1.4 aus, was in dieser günstigen Preisklasse ungewöhnlich ist.
Für den Anfang ist Repetier als Firmware auf dem Board aufgespielt, was aber problemlos auf Marlin geändert werden kann.
Beim Display setzt man auf das althergebrachte 2004 Display mit 20 Zeichen und 4 Zeilen.
Für die Steuerung durch die Menüs wird ein Drehgeber mit Push-Pin verwendet und erleichtert damit das Durchscrollen erheblich.
Alle Bewegungen werden durch NEMA 17 Motoren ausgeführt, wie es mittlerweile bei fast allen 3D-Druckern Standard ist.
Solltet ihr den Tarantula mit einem Single-Extruder gekauft haben, so könnt ihr diesen, dank des freien Extruder-Steckplatzes zum Dual-Extruder erweitern.
Beim Verkabeln der Elektronik haben wir darauf geachtet alle Kabel, sofern noch nicht vom Werk aus geschehen, mit Kabelschuhen bzw. Aderhülsen zu versehen.

Was uns gar nicht gefallen hat, ist dass das Netzteil keine Halterung am Rahmen besitzt und einfach nur auf den Tisch gelegt wird. Auch fehlt eine Abdeckung über der Klemmleiste, so dass ein Berühren der spannungführenden Leitung lebensgefährliche Folgen haben kann.
Hier empfehlen wir euch, direkt einen Schutz zu drucken, um diese Stelle sicher zu gestalten.

Fazit

Negativ sind vor allem die schlechte Aufbauanleitung und die Stromversorgung aufgefallen, die im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein kann.
Hier muss der Hersteller noch einmal dringend nachbessern!
Auch bei Lötpunkten der Endstops muss TEVO etwas mehr Sorgfalt walten lassen, damit sich die Anschlusskabel nicht direkt lösen.

Gut gefallen haben uns besonders die Führungen der Führungswagen und der Titan Extruder, welcher erstaunlich gute Ergebnisse liefert.
Auch der Rahmen ist extrem steif und wirkt durch das schwarz eloxierte Aluminium sehr edel.
Auch die Updatemöglichkeit zum Dual-Extruder macht den Tarantula zu einem sehr interessanten Drucker.

Wer einen wirklich starken 3D-Drucker im unteren Preissegment sucht, der auch noch mit einem stabilen Rahmen ausgestattet ist, der ist mit dem TEVO Tarantula gut beraten.
Das Gerät ist für 160-250€, je nach Ausführung, erhältlich und macht somit einen günstigen Einstieg in den 3D-Druck möglich.
Ein Wehrmutstropfen ist und bleibt die fehlende zweite Z-Spindel, die sich aber bei unseren Tests nicht groß bemerkbar machte.
Der Drucker hat aber durch seine Erweiterungsmöglichkeiten zum Dual-Extruder-Drucker noch gutes Ausbaupotential. Und kann durch kleinere Updates weiter verbessert werden.

Uns hat der Drucker von allen „Billigdruckern“ am besten gefallen und möchten ihn euch wärmstens empfehlen.

Wir geben dem Drucker insgesamt 4 von 5 Punkten.

 

Magazin: 3D Druck – ein brandgefährliches Hobby?

Immer öfter kann man in den Medien folgende Überschrift lesen:
„3D-Drucker setzt Haus in Brand“ oder „Wohnungsbrand durch 3D-Drucker ausgelöst“

Artikel von chiemgau24.de: http://bit.ly/2sAUzKw

Was macht das Hobby so brandgefährlich?

Abgebannte Platine eines 3D Drucker. Bildrecht: Sergej Michel [https://www.facebook.com/sergej.michel.35]

Heißer Kunststoff wird auf eine heiße Druckplattform aufgetragen, alles im Temperaturbereich von rund 220°C, also nicht viel wärmer als ein Backofen.
Und dennoch kommt es immer wieder zu verheerenden Bränden, bei dem im glücklichsten Fall nur der Drucker ein Raub der Flammen wird.
Die Ursachen liegen meist nicht am Prozess, sondern an den verwendeten Geräten selbst.
Man sieht immer wieder Brände auf Platinen, abgefackelte Extruder oder zerstörte Netzteile.

Aber auch am Arbeitsplatz selbst findet man eine sehr große Brandlast.
Es stehen oft Spraydosen mit Reinigungs- und Schmiermitteln oder Haarspray in der Nähe des Druckers, Kabel liegen offen oder sind schlecht verlegt.
Möglicherweise liegt noch der Lötkolben angeschaltet daneben.

Wie kommt es zum Brand?

Es gibt auf dem Markt viele Geräte, die den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und somit sicher sind.
Dies schlägt sich aber in den Anschaffungskosten eines solchen Druckers nieder, welche dann schnell auf  1000EUR und mehr belaufen können.

Doch gerade im Hobbybereich wird der Markt derzeit von sehr günstigen 3D-Drucker Bausätzen aus China überschwemmt, die für knapp 200EUR zu kaufen sind.
Diese Bausätze entsprechen weder europäischen, noch deutschen Richtlinien und bergen ein großes Gefahrenpotenzial.
Die Netzteile sind nicht geprüft, Platinen haben sehr dürftige Lötstellen und die verarbeiteten Komponenten sind oftmals von schlechter Qualität.
Hinzu kommt, dass diese Drucker auch noch aus Acrylglas bestehen, so dass sich ein entstehendes Feuer sehr schnell ausbreiten kann.

Neben der Brandgefahr gibt es bei diesen Bausätzen auch eine elektrische Gefahr durch Verdrahtungsarbeiten, die eigentlich nur Elektrofachkräfte ausführen dürfen.

Es besteht das Risiko durch einen Stromschlag verletzt oder sogar getötet zu werden!

Was kann ich machen?

Solltet Ihr trotzdem so einen „China Kracher“ benutzen wollen, so haben wir ein paar Tipps für Euch zusammengestellt, wie Ihr Euren Drucker und Euch schützen könnt.

Unsere Kaufempfehlungen findet Ihr am Ende des Artikels.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche Arbeiten und Veränderungen an den Geräten oder den Steuerungen auf Eure eigene Gefahr auszuführen sind und wir keinerlei Verantwortung und Haftung bei Defekten, Unfällen oder sonstigen Schadensereignissen übernehmen.

Klick Euch hier durch unsere Bilderstrecke, um mehr zu erfahren:


1. Achtung Stromschlag!

Bild 1 von 10

Solltet Ihr keine Elektrofachkraft sein, so fragt Freunde oder Bekannte mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung, ob sie euch den Drucker anschließen. Somit reduziert Ihr das Risiko verletzt zu werden auf ein Minimum.

Bildquellen: https://pixabay.com/


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