Tutorial: Repetier Server V 0.90.1 mit SSD-Speicher

Repetier-Server ist eines meiner Lieblingsthemen beim 3D Druck.
Nachdem mich die SD-Karten ziemlich annervten, wollte ich den Server auf einer SSD unterbringen.
Versuche, das zu dem Zeitpunkt verfügbare Image, auf so ein Teil zu flashen scheiterten leider.

Die übliche Vorgehensweise die config.txt so einzurichten, dass die richtige Laufwerksbezeichnung eingesetzt wurde funktionierte auch nicht.
Dann fand ich ein Tutorial (https://www.randombrick.de/raspberry-pi-3-von-usb-sticks-und-ssd-festplatten-booten/), dass eine andere Möglichkeit bot die SSD ans Laufen zu bekommen.
Das hat sogar funktioniert und die Geschwindigkeit mit der der Raspberry und Repetier-Server dann unterwegs sind, ist klasse.

Ja, aber einen Haken hatte die Geschichte und ich habe wie ein Blöder gesucht, warum der Druck mittendrin einfror.
Das passierte recht häufig und nervt natürlich, denn nur die Mechanik blieb stehen und die Heizungen machten fleißig weiter.
Gegencheck mit einer SD-Karte und identischem Image lief sauber.

Dann kam das neue Update vom Repetier-Server auf 0.90.1 und ich war gespannt, ob meine SSD direkt zu Flashen geht.
Es geht und die SSD startete sofort ohne Änderungen von Laufwerksbezeichnungen. Nur das Display musste wieder eingestellt werden, was aber immer gemacht werden muss.
Meine persönlichen Anpassungen für die Funksteckdose liefen einwandfrei nach dem schönen Tutorial auf https://selbstgedruckt.de/funksteckdosen-repetier
Die Funksteckdose schaltete sofort über die Weboberfläche. Die zusätzlichen Gcode-Befehle arbeiten auch.

Was überraschender Weise nicht funktionierte, war der manuelle Aufruf der Skripte mit dem User „pi“, der aber als Benutzer für die Anpassungen verwendet wird. Im Verzeichnis raspberry-remote konnte der Befehl „send“ genutzt werden, aber über eine Ansteuerung aus einem anderen, übergeordneten Pfad wollte das Teil einfach nicht.
Da ich nun nicht der Linuxprofi bin, konnte ich mir das nicht erklären. Die Funktion im Server ist zwar da, aber das hat genervt.

Durch Zufall habe ich dann herausgefunden, dass es nur funktioniert, wenn die den sonst nötigen „.“ (Punkt) vor dem Befehl weggelassen habe.
Damit ich auch zufrieden bin, habe ich die Skripte angepasst und für den Benutzer „pi“ im Bashskript eine Abfrage eingebaut, die abfragt welcher Benutzer aufgerufen hat und dann über eine IF-Anweisung zwei verschieden Befehle steuert.

Ich habe mir inzwischen erklären lassen, dass es mit einer Vorsichtsmaßnahme für den Superuser zusammenhängen soll und das von diesem nicht zufällig ausgeführt wird und eventuelle Schadsoftware das System beschädigen kann. Verifizieren kann ich das im Moment nicht.

Alles lief und dann der Blick auf den Speicher des Pi. Der Befehl „free“ im Terminalfenster zeigte dann den beruhigenden Wert unter „available“ an.

Nicht mehr ca. 40.000 sondern >700.000 wurde beim Druck angezeigt und auch die Vorschau des Werkzeugweges im Steuerungsfenster lief wieder flüssig.

Zusätzlich noch eine Webcam dran und trotzdem kein Leistungseinbruch.

Fazit: Ich bin begeistert und sehr zufrieden. Das neue Update kam also zum richtigen Zeitpunkt. Die verwendete SSD ist im Foto zu sehen. Der Adapter nennt sich „mSATA SSD Erweiterungs-Platine für den Raspberry Pi“ und die benötigte SSD „Mini mSATA 3 1,8 Zoll SSD Solid State Drive

Eure Fragen zum Anycubic Photon

Nachdem ich den Artikel über den Anycubic Photon geschrieben habe, erreichten mich viele Anfragen per Mail und einige hier in den Kommentaren. Zum einen ging es um Testdrucke – welche ich natürlich gerne bearbeitet habe. Zum Anderen hattet ihr noch einige Fragen, die ich gerne einmal hier im Artikel beantworten möchte. *Leider* kam zwischenzeitlich gutes Wetter und ein pflegebedürftiger Garten dazu, sodass sich die Fertigstellung des Artikels etwas hingezogen hat. Also bitte nicht sauer sein, falls genau deine Mail nicht direkt beantwortet wurde – die Antwort bekommst du jetzt.

Belichtungszeiten

Sehr viele von euch wollten wissen, welche Belichtungszeiten für verschiedene Resins benötigt werden. Hierzu möchte ich euch ein Google Sheet verlinken, welches viele Resins und ihre Belichtungszeiten enthält. Die Liste wird von mehreren Leuten bearbeitet und enthält deren Erfahrungswerte. Falls du diese Liste erweitern kannst – tue dies gerne. So profitieren alle davon. Zum Google Sheet kommt ihr hier: docs.google.com

Verwendetes Resin

Ich habe bisher das beiliegende Resin von Anycubic, sowie Industrial Blend schwarz, Snow White und unpigmentiertes Resin von FunToDo verwendet. Da ich bis auf ein paar Testobjekte nur Kundenaufträge damit drucke, kann ich zu weiteren Eigenschaften nichts sagen. Von anderen Nutzern weiss ich, dass auch das Wanhao Resin gut ist. Die Resins unterscheiden sich oft in ihrer Flüssigkeit – manche sind sehr dünn- und manche eher dickflüssig. Bisher hat dies aber keine Auswirkung auf die Härte des gedruckten Objekts, nach dem aushärten. Bei Amazon gibt es viele verschiedene Resins zur Auswahl.

Wie unterscheidet sich Resin von ABS und PLA Filament?

Resin hat eine höhere Temperaturbeständigkeit als ABS und PLA. Zudem sind Resins oft chemiebeständiger. Hier gibt es wie bei Filamenten Unterschiede von Material zu Material. Am besten sollte man in die Datenblätter schauen. Da ich neben drei Testdrucken nur Kundenaufträge gedruckt habe, welche meist Dekoteile waren, kann ich nicht direkt etwas zu den mechanischen Eigenschaften sagen. Im allgemeinen eignet sich Resin aber nicht für mechanisch beanspruchte Bauteile da die Widerstandsfähig- und Haltbarkeit schlecht sind Was die Temperatur- und Chemiekalienbeständigkeit angeht sind manche Resins im Vorteil. Leider ist Resin nicht besonders UV-Beständig, weshalb die Drucke nicht über längere Zeit in der Sonne stehen sollten (nach dem Aushärten).

Nachbearbeitung und Aushärten

UV Kammer
UV Kammer zum Aushärten der Modelle nach dem Druck. Kammer befindet sich noch im Aufbau. Foto und Kammer: Sven O.

Anders als beim FDM Druck, wo man oft bei supportlosen Drucken keine Nachbearbeitung benötigt, wird bei DLP Druck immer Nachbearbeitung nötig sein. Nach dem Druck hängen noch flüssige Resinreste am Objekt und es ist noch nicht vollständig ausgehärtet.
Bei mir sieht die Nachbearbeitung folgendermaßen aus:

  1. Objekt im ersten IPA Bad spülen
  2. Objekt im zweiten IPA Bad spülen
  3. Supports entfernen
  4. Objekt in klarem Wasser spülen
  5. Objekt abtrocknen
  6. Objekt weiter aushärten lassen
UV Kammer
UV Kammer zum Aushärten der Modelle nach dem Druck. Kammer befindet sich noch im Aufbau. Foto und Kammer: Sven O.

Das Aushärten nach dem Reinigen ist notwendig, da das Resin nach dem Druck noch nicht vollstänidg ausgehärtet ist. Man kann das fertige Objekt z.B. an einem sonnigen Ort aushärten lassen. Bisher habe ich das aushärten nach dem Druck auch im Drucker gemacht. Einfach einen Quader „drucken“ ohne das Resin in der Wanne ist.

Auf lange Sicht werde ich mir wohl eine Aushärtungskammer bauen. Sven O. hat mir erlaubt die Bilder seiner noch im Bau befindlichen Aushärtungskammer zu veröffentlichen. Danke Sven. Alternativ nutzen Maker auch Nagellampen. Hier sollte drauf geachtet werden, eine zu nehmen, bei welcher die Belichtungszeit frei einstellbar ist. Ansonsten muss man die Lampe regelmäßig anschalten.

Materialsicherheit nach dem Druck

Die Sicherheitshinweise beziehen sich jeweils auf das flüssige Resin sowie das Resin während des Druckvorganges und solange es nicht gänzlich ausgehärtet ist. Nach dem Härten geht keine Gefahr von den Druckobjekten aus. Wer die Objekte weiterbearbeitet (feilen, sägen etc), sollte sich auch entsprechend schützen, da die Stäube weiterhin gesundheitsschädlich sind und nicht eingeatmet werden sollten.

Was benötigt man ausser dem Drucker noch?

Neben einer Möglichkeit die Drucke auszuhärten werden noch folgende Utensilien benötigt:

Sicherheitsausrüstung:

Verbrauchsmaterial:

Druckerschrank/Abluft

Die Abluftkammer hat viele von euch interessiert, deswegen möchte ich euch hier kurze Infos dazu geben. Die Kammer besteht aus 8mm Spanplatten mit weissem Furnier. Im Schrank ist Platz für den Drucker und den Radiallüfter. Zudem habe ich den Drucker auf einem Brett mit Schubladenschienen gestellt, damit der Schrank nicht so hoch sein muss, wie der Drucker in geöffnetem Zustand. So hat der Schrank aussenmaße von 70x30x30cm. Insgesamt hat der Schrank um die 50 Euro gekostet (ohne den Lüfter, da ich diesen von einem Freund bekommen habe) der Lüfter ist so eingebaut, dass er die Luft direkt über dem Drucker absaugt und über ein CombiDec Abluftrohr nach draussen leitet. Da ich den Abluftschlauch aus dem Fenster hänge ist das CombiDec nur 10cm im Durchmesser. Der Lüfter schaut oben ein wenig aus dem Gehäuse, sodass ich einen Adapter von 12,5cm auf 10cm erstellt habe.

Der Lüfter saugt so stark, dass Zigarettenrauch durch die Schlitze der Tür angesaugt wird. Genau wie ich es mir vorgestellt habe.

Supports

Scheinbar war die Aussage zu den Supportstrukturen etwas irreführend. Mit der Anycubic Software lassen sich die Supports anpassen und auch manuelle hinufügen. Jedoch sind es hier punktuell anliegende baumartige Supports, welche über 3 verschiedene Bereiche verfügen die individualisiert werden können: Top, Middle, Bottom. Mit der Software Meshmixer lassen sich wesentlich bessere Supports erstellen. Die STL kann dann ganz normal in der Anycubic Software gesliced werden ohne das dort Supports aktiviert werden.

Alternativen

Interessiert habt ihr euch auch für Alternativen aus dem FFF Drucker Bereich. Wichtig ist hier anzumerken, dass die Detailgenaugikeit eines SLA/DLP Druckers niemals mit FFF Druck erreicht werden kann. Wer nicht gerade Figuren für seine H0 Eisenbahnstadt drucken möchte, der kann sich meiner Meinung nach mal folgende Drucker anschauen.

Zur Vergleichbarkeit mit anderen DLP Druckern kann ich nichts sagen, da ich bisher keine anderen DLP Drucke in „Real Life“ gesehen habe. Grob kann man sagen, dass sich DLP für sehr detailgetreue kleine Objekte, welche kaum mechanisch beansprucht werden und nicht ständig mit Sonnenlicht in Berührung kommen, eignet. Vor allem für Table Top Spieler kann ein SLA Drucker Sinn machen.

Falls ihr weitere Fragen habt, stellt sie bitte in den Kommentaren. So haben alle was davon! Vielen Dank fürs Lesen!

Tutorial: Funksteckdosen mit Repetier-Server schalten

 

Vorwort

Zuerst möchte ich anmerken, dass ich mich an die Anleitung von Philipp Seidel gehalten habe.
Diese Anleitung ist für den OctoPrint Printserver gedacht und funktioniert auf dem Repetier-Server aber auch so, benötigt aber einige zusätzliche Einstellungen.
https://blog.seidel-philipp.de/anleitung-3d-drucker-mit-octoprint-einschalten-und-ausschalten

Herzlichen Dank an Philipp Seidel für die wichtige Vorarbeit!

Das wird benötigt

Als besonderen Bonus haben wir einen Gutscheincode über 15% Rabatt für den Kauf des Repetier-Servers Pro erhalten.
Der Gutscheincode lautet „selbstgedruckt“ und ist bis zum 31.08.2018 gültig.
https://www.repetier-server.com/

Codierung der Funksteckdose

  • Den SystemCode (hausinterner Code) der Funksteckdose* stellen wir auf 10101.
  • Den Unitcode, die eindeutige Adressierung der Steckdose, wird mit den DIP-Schaltern auf 10000 (A) eigestellt. Damit wird die Adresse Steckdose als „D“ oder „4“ definiert.
Codierschalter der Funksteckdose

Anschlussplan des Sendemoduls an den Raspberry Pi

Anschlussbelegung an den Raspberry PI – Quelle http://www.raspberrypi-spy.co.uk

Die Anschlüsse werden wie folgt verbunden:

GND vom Sendemodul an -> GND des Raspberry
DATA vom Sendemodul an -> GPIO-PIN 17 des Raspberry
5V (VCC) vom Sendemodul an -> 5V des Raspberry

Raspberry Pi mit angeschlossenem Sendemodul

Software

Die benötigten Komponenten auf dem Raspberry werden wie folgt installiert:
Software für die Installation ist Putty und WinSCP

Installation.

Als Benutzer ‚pi‘ auf dem Raspberry Pi per Putty anmelden. (Das Passwort ist meistens: ‚raspberry‘)

Git installieren und WiringPi, mit dem die GPIO-Pins des Raspberry Pi gesteuert werden

Da für die Installation noch einige elementare Module im Repetier-Server Image fehlen, müssen diese vorher mit den folgenden Befehlen installiert werden:

sudo apt-get update
sudo apt-get install gcc
sudo apt-get install g++
sudo apt-get install make
sudo apt-get update
sudo apt-get install git
sudo git clone git://git.drogon.net/wiringPi
cd wiringPi
sudo ./build
Raspberry-Remote installieren
cd
sudo git clone git://github.com/xkonni/raspberry-remote.git
cd raspberry-remote
sudo make send

Anpassungen für Repetier-Server

Nun kommen wir hier zu den benötigten Anpassungen, damit der Benutzer „repetierserver“ auch die Funktionen benutzen kann.
Der User „repetierserver“ muss als sogenannter „sudoer“ deklariert werden und Rechte auf verschiedene Verzeichnisse und den „send“-Befehl bekommen.
Das ist einiges an manueller Tipperei. Hier die Befehle und bitte darauf achten, dass beim ersten „echo“ nur ein „>“-Zeichen verwendet wird und ab dem zweiten „echo“ dann bitte so „>>“ :

sudo -s
echo "repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/raspberry-remote" > /etc/sudoers.d/repetierserver-remote 
echo "repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/raspberry-remote/send" >> /etc/sudoers.d/repetierserver-remote 
echo "repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/autopoweroff.sh" >> /etc/sudoers.d/repetierserver-remote 
echo "repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/autopoweron.sh" >> /etc/sudoers.d/repetierserver-remote 
echo "repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi" >> /etc/sudoers.d/repetierserver-remote

Im Nachhinein habe ich festgestellt, das mit sudo visudo -f /etc/sudoers.d/repetierserver-remote die Datei auch erstellt werden kann.
Üblicherweise öffnet sich dazu der „nano“ Editor. Innerhalb des Editors gibt es einige rudimentäre Befehle einer Textverarbeitung.
Die aktulle Zeile kann mit Ctrl-K ausgeschnitten und mit Ctrl-U wieder eingefügt werden. Damit sind dann nur noch einige Angaben zu ändern.
Mit Ctrl-O wird gespeichert und anschließend mit Ctrl-X der Editor verlassen.

repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/raspberry-remote/send
repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/raspberry-remote
repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/autopoweron
repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/autopoweron.sh
repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/autopoweroff
repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi/autopoweroff.sh
repetierserver ALL=NOPASSWD: /home/pi
repetierserver ALL=NOPASSWD: /usr/bin/python

Befehle für Repetier-Server einrichten

Auch das Schalten aus dem Gcode funktioniert mit selbstdefinierten Befehlen.
Wichtige Grundlage ist die Anpassung der extcommands.xml, die wie folgt aussehen sollte:

<config>
<!-- If you want to run external commands, enter them in this configuration with
full path. You will see them in the main menu. Copy this file into the
<storage>/database directory.
Security consideration: The reason there is no online editor for this is simply
security. The commands you enter here are executed with the privileges of the
daemon running the server. If you would allow online configuration, a hacker could
simply add any command he needs to hack your system. -->
<command>
<name>Shutdown Server</name>
<execute>sudo /sbin/shutdown -h now</execute>
<confirm>Really shut down the server?</confirm>
<!-- Define if command should show up in local printer interface, default true.-->
<local>true</local>
<!-- Define if command should show up in remote printer interface, default true.-->
<remote>true</remote>
<!-- Define if command should show up only for users with print permission, default true.-->
<print-permission>true</print-permission>
<!-- Define if command should show up only for users with add files permission, default false.-->
<add-permission>true</add-permission>
<!-- Define if command should show up only for users with del files permission, default false.-->
<del-permission>true</del-permission>
<!-- Define if command should show up only for users with configuration permission, default false.-->
<config-permission>true</config-permission>
</command>
<command>
<name>Reboot Server</name>
<execute>sudo /sbin/shutdown -r now</execute>
<confirm>Really reboot the server?</confirm>
<!-- Define if command should show up in local printer interface, default true.-->
<local>true</local>
<!-- Define if command should show up in remote printer interface, default true.-->
<remote>true</remote>
<!-- Define if command should show up only for users with print permission, default true.-->
<print-permission>true</print-permission>
<!-- Define if command should show up only for users with add files permission, default false.-->
<add-permission>true</add-permission>
<!-- Define if command should show up only for users with del files permission, default false.-->
<del-permission>true</del-permission>
<!-- Define if command should show up only for users with configuration permission, default false.-->
<config-permission>true</config-permission>
</command>
<command>
<name>Drucker_Strom_an</name>
<execute>./home/pi/autopoweron.sh</execute>
</command>
<command>
<name>Drucker_Strom_aus</name>
<execute>./home/pi/autopoweroff.sh</execute>
</command>
<command>
<name>Testmail</name>
<execute>python /home/pi/Druckerfertig.py</execute>
</command>
<execute name="poweron" allowParams="true">./home/pi/autopoweron.sh</execute>
<execute name="poweroff" allowParams="true">./home/pi/autopoweroff.sh</execute>
</config>

Weitere Dateien

Im Verzeichnis /home/pi müssen die Skriptdateien autopoweron.sh und autopoweroff.sh stehen. Diese müssen mit dem Befehl ‚chmod +X autopoweron.sh‚ bzw. ‚chmod +X autopoweroff.sh‚ ausführbar gemacht werden.

Die Datei autopoweron.sh hat folgenden Inhalt:

#!/bin/bash
sudo ./home/pi/raspberry-remote/send 10101 4 1

Die Datei autopoweroff.sh hat folgenden Inhalt:

#!/bin/bash
 sudo ./home/pi/raspberry-remote/send 10101 4 0

Nutzung der zusätzlichen Funktionen im Gcode

Nutzung der zusätzlichen Funktionen im Gcode

@execute poweron
@execute poweroff

Diese Befehle veranlassen den Repetierserver dann entsprechend die Funksteckdose an oder auszuschalten.
Um die Befehle automatisch direkt von einem Slicer im Gcode einzubauen, werden diese Befehle im Scriptteil vom Slicer z. B. Simplify3D eingetragen.

Das Anschalten „poweron“ muss am Anfang des Scripts eingefügt werden
{PREPEND „@execute poweron \n“} und wird durch den Postprozessor Befehle {PREPEND „xxxx“} gesteuert.

{APPEND „@execute poweroff\n“} für das Ausschalten muss dann am Ende stehen und wird über den Befehle {APPEND „xxx \n“}. Mit der Zeichenkombination „\n“ wird eine Zeilenschaltung gemacht.

Einbinden der Befehle in Simplify3D
Hinweis

Damit das Abschalten des Druckers nicht zu schnell stattfindet und das Druckbett vom Extruder weggefahren ist, muss auf die vollständige Abarbeitung des Gcodes geachtet werden.
Damit dies gewährleistet werden kann, ist z.B. nach dem Fahrbefehl ein M400 notwendig.
Damit wird der Controller angewiesen mit der Abarbeitung des Gcodes zu warten, bis der vorige Befehl abgearbeitet ist.
Die Stelle im Endscript ist gelb markiert.

Tutorial als PDF

Anleitung als PDF: Tutorial-Funksteckdosen-für-den-Repetierserver

Funksteckdose Repetier

Tutorial: Installation von Klipper

Immer öfter konnte man in Foren, sozialen Netzwerken usw. lesen, dass es eine neue Art Firmware gibt.
Das Besondere daran ist, dass nur ein ganz kleiner Teil Firmware auf dem Drucker installiert wird und der Rest über einen externen Controller, wie z.B. dem Raspberry Pi* läuft.

Es handelt sich um ein Open Source Projekt von KevinOConnor und nennt sich Klipper. [https://github.com/KevinOConnor/klipper]

Es wird dabei auf die Unterstützung von LCD-Displays verzichtet, da alles über OctoPrint gesteuert wird.
Der andere Vorteil ist, dass nach einer Änderung der Konfiguration nicht mehr die gesamte Firmware auf den Drucker geflasht werden muss, sondern nur noch auf den Raspberry Pi* kopiert wird.

Wir haben den Versuch gestartet und Klipper auf unserem Anet AM8 Drucker installiert.
Damit Ihr das Ganze nachmachen könnt, haben wir hier dieses Tutorial für Euch geschrieben.

HINWEIS:
Alle gemachten Angaben sind ohne Gewähr auf Funktion und Richtigkeit. Für eventuell entstehende Schäden übernehmen wir keinerlei Haftung. Sämtliche Veränderungen geschehen auf Eure Verantwortung und Gefahr.

Das Tutorial ist für das Anet V1-5 Board verfasst worden. Bei anderen Boards und Herstellern bitte auf die aktuelle Beschreibung / Installationsanweisung auf https://github.com/KevinOConnor/klipper achten!




Was wird benötigt?

Fangen wir mal bei den Komponenten an, die Ihr für die Installation von Klipper benötigt:

So wird’s gemacht

Nachdem Ihr OctoPrint auf dem Raspberry Pi* installiert habt (eine Installationsanleitung findet Ihr übrigens hier) solltet Ihr noch einmal überprüfen, ob es irgendwelche Updates gibt und diese installieren.

Es geht los, indem Ihr mit einem SSH Client (wir haben dafür PUTTY benutzt) auf Euren Raspberry Pi* zugreift.
Diesen sprecht Ihr über die von Eurem Router vergebene IP Adresse an und logt Euch ein.

Der Benutzername sollte pi und das Passwort, sofern ihr es nicht geändert habt, raspberry sein.

Als nächstes gebt Ihr folgende Befehle im Eingabemaske ein, um die Dateien von Klipper auf Euren Raspberry Pi* zu übertragen:

git clone https://github.com/KevinOConnor/Klipper
./Klipper/scripts/install-octopi.sh

Nun sollte die Installation der Dateien beginnen und Klipper auf dem Raspberry Pi* installiert werden.

Als nächstes muss Euer Mainboard des Druckers für die Installation von Klipper vorbereitet werden.
Dafür wird Microcontroller mit einer sehr geringen Firmware beschrieben, die die Befehle an die Treiber und Motoren weitergibt.

Dafür gebt Ihr folgendes in die Eingabemaske des SSH Clients ein:

cd ~/Klipper/
make menuconfig

Es öffnet sich eine Anwendung, wo Ihr den Chipsatz, die Baudrate und die Taktrate Eures Mainboards einstellen müsst. Da jedes Board (RAMPS, Arduino Due, etc.) anders ist, solltet Ihr wissen, welchen Prozessor usw. Ihr auf dem Board verbaut habt und welche Baudrate Ihr einstellen müsst.

Für das Original Anet V1-5 Board sind die Werte übrigens wie folgt:

  • Microcontroller Atmega AVR
  • Prozessor atmega1284p <– (kann je nach Board und aktueller Installationsanweisung abweichen)
  • Taktgeschwindigkeit 16MHz
  • Baudrate 115200 <– (kann je nach Board und aktueller Installationsanweisung abweichen)

Nachdem Ihr die Werte gespeichert habt, könnt Ihr die Anwendung wieder schließen und gebt nun folgendes in die Eingabemaske ein:

make

Jetzt erstellt Klipper eine *.hex Datei, die Ihr mit dem nachfolgenden Befehlen auf den Drucker übertragen müsst:

HINWEIS: Vorher den Drucker in OctoPrint trennen, falls Ihr dies noch nicht gemacht habt.

sudo service klipper stop
make flash FLASH_DEVICE=/dev/ttyUSB0 (ACHTUNG! Hier den richtigen Port auswählen)
sudo service klipper start

Damit solltet Ihr Euer Mainboard für die Installation vorbereitet haben.

Beim Anet Board funktionierte der oben beschriebene Weg leider nicht, so dass wir folgenden Weg bestreiten mussten:

Nachdem wir

sudo service klipper stop

eingegeben haben, mussten wir für das Übertragen einen anderen Befehl verwenden:

avrdude -v -p atmega1284p -c arduino -P /dev/ttyUSB0 -b 57600 -D -U flash:w:/home/pi/Klipper/out/Klipper.elf.hex:i

Es wird die *.hex auf das Board geflasht.
Anschließend gebt Ihr noch

sudo service klipper start

um Klipper wieder zu starten.

Danach könnt Ihr über

sudo reboot

das System neu starten.

Da wir keine Linux- und RaspberryPi-Spezialisten sind, können wir Fragen zu den Befehlen nur bedingt beantworten. Wir bitten daher um Nachsicht.

Als nächstes öffnet Ihr OctoPrint und müsst dort die Einstellungen für die serielle Schnittstelle ändern. Es ist nämlich nötig für Klipper eine temporäre Serielle Schnittstelle einzurichten.

Dafür wir unter Einstellungen – Serielle Verbindung – Zusätzliche Serielle Port der Wert /tmp/printer eingetragen und der Haken bei „Bei unbehandelten Firmwarefehlern nicht nur den Druckauftrag abbrechen, sondern auch die Verbindung zum Drucker trennen.“ entfernt.

Das war es erstmal für die Installation von Klipper.




Drucker konfigurieren

Damit Klipper überhaupt weiß, wie der Drucker anzusteuern ist, muss dieser erstmal eingerichtet werden. Dies kann über mehrere Wege erfolgen.

Auf https://github.com/KevinOConnor/Klipper/tree/master/config findet Ihr Beispielkonfigurationen für verschiedene Boards und Mechaniken, die Ihr für Euren Bedarf anpassen könnt. Es sind zum Beispiel Konfigurationen für das RAMPS-Board oder für einen Core-XY Drucker vorhanden. 

Glücklicherweise konnten wir eine bereits vorkonfigurierte Datei für das Anet V1-5 Board finden, welche ihr hier herunterladen könnt.
Dort sind bereits alle Motoren, Endschalter und Sensoren (ohne ABL) definiert und müssen nicht mehr angepasst werden.

Falls doch, könnt Ihr die Datei mit einem kostenlosen Texteditor (Notepad++ o.ä.) bearbeiten und die Werte darin verändern.

Unter  https://github.com/KevinOConnor/Klipper/blob/master/config/example.cfg gibt es eine ausführlich beschriebene Beispieldatei, die alle Informationen enthält, was wie einzustellen ist. Sie dient als Grundgestell und kann natürlich ebenfalls von Euch angepasst werden.

Nachdem Ihr die Datei heruntergeladen habt, müsst Ihr diese erstmal in printer.cfg umbenennen.
Die Datei könnt Ihr an einem Ort Eurer Wahl abspeichern.

Um die Datei auf den Raspberry Pi* zu bekommen, braucht Ihr ein Datentransferprogramm (FTP Client), wie z.B. FileZilla. Es wird um Zugriff zu bekommen, wie beim SSH Client, eine Verbindung über die IP Adresse des Raspberry Pi* aufgebaut.

Benutzernamen und Passwort sind wieder pi und raspberry der Port ist 22.

Ihr sucht nun die printer.cfg und kopiert diese auf das Verzeichnis /home/pi

Nun öffnet Ihr OctoPrint und verbindet den Drucker über die zuvor angelegte Schnittstelle /tmp/printer und gebt im Terminal restart und anschließend status ein. Solltet Ihr alles richtig gemacht haben, dann erwartet Euch die Meldung printer is ready.

Das war’s auch schon.

Die Besonderheit von Klipper besteht darin, dass, wenn Ihr die Konfiguration geändert habt, nicht mehr alles kompiliert und auf das Mainboard des Druckers geflasht werden muss. Muss jetzt nur noch die printer.cfg mit einem Texteditor geändert werden und das ganze wieder per Datentransferprogramm (FTP Client) auf den Raspberry Pi* übertragen werden.

Durch die Eingabe von restart lädt Klipper die neue Konfiguration und es kann direkt getestet werden.

Mehr zur Konfiguration und sonstigen Fragen zu Klipper versuchen wir in unserer Facebook Gruppe https://www.facebook.com/groups/klipper.firmware/ zu beantworten.

Hier findet Ihr noch ein Q&A zum Anet A8: https://github.com/KevinOConnor/klipper/issues/78




Druckergebnisse

Es ist schon faszinierend, wenn der Drucker mit echten 100m/s loslegt.
Ein Video davon könnt Ihr hier demnächst finden.

Natürlich muss die gesamte Peripherie stimmen und das gesamte System gut abgestimmt sein.
Wir tasten uns in den nächsten Tagen weiter durch und wenn es etwas Neues gibt, dann lassen wir es Euch hier wissen.

Tutorial: Eigenes Logo auf dem Bootscreen – so geht’s

 Das wird benötigt:

Um einen individuellen Bootscreen zu erzeugen, braucht Ihr folgende Dinge:

  • Einen 3D-Drucker mit Full Graphics LCD Controller
  • Euer Logo im JPG oder GIF Format in der Auflösung 128 x 64 Pixel, welches Ihr auf den Bootscreen übertragen wollt



So wird’s gemacht

Am einfachsten funktioniert das Ganze, wenn Euer Logo schwarz-weiß ist. Ansonsten müsst Ihr ein wenig Hand an Euer Bild anlegen und es in schwarz-weiß gestalten bzw. umwandeln.

Bei unserem Beispiel haben wir unser Logo auf das Nötigste reduzieren.

Unser Logo auf das Nötigste reduziert

Um das Bild später zu übertragen wird eine maximale Auflösung von 128 x 64 Pixel benötigt. Ihr könnt mit einer höheren Auflösung anfangen und später herunterskalieren, solltet aber bedenken, dass aufgrund der Pixel nicht alle Details sauber dargestellt werden können. Daher empfehlen wir Euch nicht zu detailreich zu starten.

In unserem Beispiel sind wir, wie folgt, vorgegangen:

Wir haben unser Logo soweit bearbeitet und reduziert, dass es schwarz-weiß exportiert werden konnte.
Als Programm haben wir in diesem Fall inkscape benutzt.

In paint.net haben wir eine neue Datei geöffnet und diese mit 128 x 64 Pixel definiert. Das zuvor in inkscape erzeugte Bild wurde per Paste & Copy in paint.net übertragen und in die Grenzen eingepasst.
(Alle zuvor probierten Varianten mit Öffnen und skalieren von anderen Dateien z.B. PNG hat bei uns immer wieder zu Problemen geführt)

Ihr solltet übrigens darauf achten, dass der Hintergrund transparent bleibt, um die Erkennung des Bildes zu verbessern.

Die Vorschau ist schon sehr pixelig - dies liegt an der niedrigen Auflösung

Die fertige Datei wird nun im JPG oder GIF-Format an einen beliebigen Ort abgespeichert.



Nun geht es ganz einfach:

Wir haben die Seite http://www.digole.com/tools/PicturetoC_Hex_converter.php geöffnet und unser Bild dort hochgeladen.


Um das Bild auf das Display zu bekommen mussten wir noch ein paar Einstellungen anpassen.
Unter „Resize to“ wird die Auflösung des Displays mit 128 x 64 Pixel angegeben.

Nach einem Druck auf „Get C string“ sieht man ein weiteres Fenster mit dem Code für das Bild und eine Vorschau des Logos, wenn alles geklappt hat.
Den Hex-Code haben wir in die Zwischenablage kopiert.

Als nächsten Schritt haben wir die marlin.ino unseres CR-10 geöffnet und die Datei _bootscreen.h gesucht.
Dort haben wir wiederum den zuvor in die Zwischenablage kopierten Text über den vorhandenen Text in den geschweiften Klammern geschrieben.

Folgende Zeilen müssen noch angepasst werden, falls die Werte noch nicht drin stehen:
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_TIMEOUT   2500
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_BMPWIDTH  128
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_BMPHEIGHT 64

Jetzt muss nur noch das Ganze kompiliert und auf das Board übertragen werden.
Solltet Ihr alles richtig gemacht haben, dann könnt Ihr, nach dem Neustart, Euer Logo beim Starten des 3D-Druckers sehen.

Wer es noch ein bisschen individueller mag, der kann natürlich noch in der configuration.h unter nachfolgenden Punkt seinem 3D-Drucker eine individuelle „Ready“ Message verpassen.

// Optional custom name for your RepStrap or other custom machine
// Displayed in the LCD "Ready" message
#define CUSTOM_MACHINE_NAME "CR-10 by SELBSTgedruckt"

Wir hoffen Euch hat dieses kleine Tutorial gefallen und Ihr besucht unsere Seite bald wieder.

Ihr wollt was wirklich Individuelles bei Eurem Drucker haben?

Wie wäre es mit einem eigenen Bootscreen? Seit Marlin 1.1.0 gibt es dieses coole Feature für Full Graphics LCD Displays und wir wollen Euch mit diesem Tutorial zeigen, wie Ihr ganz schnell und einfach das Aussehen des Startbilds verändern könnt.

Wer mag, kann uns natürlich durch Klicken auf die Produktlinks unterstützen und bei unseren Partnern einkaufen. Wir erhalten einen kleinen Beitrag zurück und können Euch somit immer wieder mit tollen neuen Infos versorgen.

Tipp: Simplify3D – Grundlagen (Videosammlung)

Wir haben hier für Euch ein paar Videos zusammengefasst, die den Umgang mit dem Slicer Simplify3D vereinfachen sollen.
Natürlich hätten wir auch selber ein paar Videos machen können, aber wir finden die Videos von Multec sehr gut und informativ, so dass wir Euch diese hier zeigen möchten.
Es werden in den Videos nicht nur die Grundlagen erklärt, sondern später auch einzelne Tipps und Tricks veraten, wie Ihr Simplify3D noch optimierter nutzen könnt.

Solltet Ihr spezielle Fragen haben oder bestimmte Funktionen genauer erklärt bekommen wollen, dann lasst es uns wissen und wir werden versuchen auf Eure Fragen einzugehen.
Nutzt dafür bitte die Kommentarfunktion.

Und nun viel Spaß beim Zuschauen.

Tipp: Filamente richtig lagern




Warum Filamente richtig lagern?

Der erste Druck mit neuem Filament läuft, die Einstellungen passen und das Druckergebnis ist perfekt.
Zwei Wochen später, derselbe Druck, dasselbe Filament, doch nichts geht? Wie kann das sein?

Einer der Hauptgründe, warum es zu solchen Problemen kommt ist Feuchtigkeit. Doch woher kommt diese?

Es reicht, wie in unserem Beispiel schon die Lagerung einer offenen Rolle Filament an der Luft, denn über die Zeit nimmt das Material die Umgebungsfeuchtigkeit aus der Luft auf und speichert sie im Inneren.

Die Folgen können verstopfte Düsen, Farbunterschiede und Oberflächenprobleme sein.
Je nachdem wie viel Feuchtigkeit im Filament eingelagert ist, kann es sogar zum Aufkochen des Wassers im Filament kommen. Blasenbildung und ein hörbares Zischen will mancher schon beobachtet haben. Wir konnten diesen Fall bislang aber noch nie erleben.

Wie könnt Ihr Eure Rollen gegen Feuchtigkeit schützen?

Schauen wir uns mal an, wie es die Filamenthersteller machen: die Rollen werden meist vakuumversiegelt, mit einem Päckchen Silica Gel * im Inneren des Folienbeutels, verschickt.
Dies hat zwei Vorteile: zum einen gelangt keine Feuchtigkeit durch die Vakuumversiegelung an das Filament, zum anderen nimmt das Silica Gel die noch verbliebene Restfeuchtigkeit auf.
Zudem werden die meisten Filamentrollen in einem geschlossenen Karton verpackt, welcher das Material gegen Sonneneinstrahlung schützt.

Was könnt Ihr Zuhause machen? Es gibt mehrere, mal mehr oder weniger kostenintensive Möglichkeiten Eure Rollen zu schützen. Wir stellen Euch drei Varianten vor.

Mehr über Silica Gel * erfahrt Ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kieselgel (Wikipedia)

Vakuumversiegelung

Fangen wir mit der professionellsten und teuersten Methode an:
Ihr kauft Euch ein Vakuumierer, wie er zum Beispiel für das Sous-Vide Garen benutzt wird und schweißt Eure Rollen wieder ein.
Die günstigsten Geräte dafür liegen bei rund 40 -60€ und sind bei diversen Onlinehändlern und ab und an mal beim Discounter erhältlich.

Zusätzlich benötigt Ihr noch den passenden Vakuumschlauch als Rollenware für ca. 10€ pro Rolle.
Als Trockenmittel könnt Ihr zum Beispiel die Silica Gel * Päckchen aus der Originalverpackung wiederverwenden. Und wenn Ihr den Beutel lang genug lasst, dann müsst Ihr für die nächsten Versiegelung keinen neuen Folienbeutel herstellen.

Leider mussten wir aber festgestellen, dass nicht alle Rollen in die ca. 30cm breiten Beutel passen.
Wenn man diese auch verpacken möchte, dann benötigt man ein Profigerät, welches einen größeren Folienbeutel verschweißen kann. Diese Geräte liegen aber dann preislich bei rund 250€ aufwärts.

Vorteil Nachteil
+ Filament ist luftdicht verpackt - Teuer
+ Wenig Platzbedarf (Folienrolle) - Nicht für jede Rollengröße geeignet
  - Benötigt ein Vakuumiergerät
  - Bedingt wiederverwendbar

Filament-Lagerboxen

Wer Zuhause genug Platz hat, der kann sich für die Unterbringung seiner Filamentrollen eine Filament-Lagerbox bauen.

Wir wollen Euch anhand unserer Box einmal zeigen, wie so etwas aussehen kann.
Als Grundbox haben wir uns für die Heidrun Dragon Box entschieden. Diese könnt Ihr in verschiedenen Größen bei diversen Discountern oder auch bei amazon.de kaufen.
Unsere Box hat ein Maß von 390 x 290 x 200 mm und besteht aus einem durchsichtigem Körper mit einem zweigeteilten schwarzen Klappdeckel.
Im Inneren der Box befinden sich zwei Aufnahmen für ein passend gesägtes ø25m Aluminiumrohr.
Um das Filament nach außen zu führen, haben wir drei Durchlässe an der Seite angebracht, welche einen 4 x 2mm Teflonschlauch aufnehmen und festklemmen können.

Zum Trockenhalten des Inneren verwenden wir einen wiederaufladbaren Mini Entfeuchter.
Dieser verfügt im Inneren über ein Trockenmittel, welches wieder rückgetrocknet werden kann. Das Gerät ist klein und kompakt und meldet über einen Indikator, wann die maximale Feuchtigkeit aufgenommen wurde und eine Rücktrocknung nötig ist.
Der Anschluss des Entfeuchters für die Rücktrocknung erfolgt dann ganz einfach an die Steckdose, wo das Gerät ca. 12-15 Stunden verbleibt. Der Verbrauch wird mit rund 20W angegeben, so dass ein Zyklus ca. 270W verbraucht.

Alternativ kann man natürlich auch Silica Gel * als Trockenmittel in der Box verwenden. Dieses gibt es als Großbeutel oder loses Schüttgut im Handel zu kaufen.

 

 


 

SPARTIPP:
Silikat Katzenstreu besteht ebenfalls aus Kieselgel und ist eine günstige Alternative zu den fertigen Päckchen. Eingepackt in eine alte Socke oder ein kleines genähtes Stoffbeutelchen, ist es genauso gut für das Trockenhalten Eures Filaments geeignet. Eine Rücktrocknung im Backofen wird aber nicht empfohlen, da nicht auszuschließen ist, dass weitere Zusatzstoffe im Streu enthalten sind.

Die Druckdaten für die Box findet Ihr auf unserer Patreon-Seite.

Vorteil Nachteil
+ Filament kann direkt aus der Box entnommen werden - Benötigt viel Platz
+ Wiederverwendbar - Handwerkliches Geschick zum Bau wird benötigt
+ Stapelbar - Nicht 100% dicht
   

Zip-Beutel

Die letzte und kostengünstigste Variante, die wir euch vorstellen wollen, ist die Lagerung der Filamentrollen in einem Zip-Beutel.
Alles was Ihr hierzu benötigt sind 6 Liter ZIP-Beutel * aus dem Supermarkt und Silica Gel * Päckchen.
Selbst größere Rollen passen durch die große Öffnung in die Beutel und lassen sich ganz simpel verpacken.
Alles was Ihr dafür tun müsst, ist die verbliebene Luft so gut es geht aus dem Beutel herauszudrücken und diesen dann zu verschließen. Vorher solltet Ihr natürlich noch das Trockenmittelpäckchen hineinlegen.

Vorteil Nachteil
+ Günstig - Nicht 100% dicht
+ Schnell - Nicht für alle Rollen geeignet
+ Mehrmals einsetzbar  
+ wenig Platz  




Fazit

Egal welche Variante Eurer Liebling ist, wichtig ist immer die trockene Lagerung des Filaments, damit Ihr später keine Überraschungen beim Druck erlebt.
Uns gefallen alle drei Lösungen und werden auch bei uns eingesetzt. Wenn es schnell gehen soll, dann nehmen wir den Zipper Beutel, wenn wir das Filament öfters nutzen, dann die Lagerbox und wenn wir das Material längerfristig nicht benötigen, dann wird es eingeschweißt.
Zusätzlich solltet Ihr Euer Filament immer so gut es geht vor Sonneneinstrahlung schützen, damit alle Eigenschaften des Materials erhalten bleiben.

Tutorial: Drucken aus der Ferne – Teil 2 Dateiupload zu OctoPrint™

In meinem letzten Beitrag Drucken aus der Ferne Teil 1 – Installation von OctoPrint habe ich schon kurz angedeutet, dass ich in diesem Beitrag auf Möglichkeiten eingehen möchte, wie man OctoPrint mit anderen Programmen verknüpft.

Daten direkt auf den OctoPrint-Server hochladen

OctoPrint selbst hat mit der Cura Engine einen integrierten Slicer, doch die meisten die ich kenne benutzen diesen nicht, sondern z.B. Slic3r oder Simplify3D um die Daten drucktauglich zu machen.
Doch anschließend müssen die G-Code-Dateien noch den Weg in den Drucker finden.
Entweder man überträgt die Dateien auf eine SD-Card, schieb sie per Drag & Drop ins Serverfenster oder lädt sie, so wie ich, direkt aus dem Slicer heraus hoch.

Upload aus slic3r

Mit dem Programm slic3r ist die Verbindung zu OctoPrint fast ein Kinderspiel, denn die Entwickler haben eine OctoPrint-Schnittstelle direkt in das Programm integriert.
Alles was Ihr benötigt ist die API von OctoPrint und schon kann es losgehen.

Öffnet slic3r und sucht nach folgendem Reiter „Printer Settings“ und dem Feld „OctoPrint Upload“

Hier tragt Ihr die IP Adresse Eures OctoPrint-Servers und die API aus OctoPrint ein.
Die API erhaltet Ihr, indem Ihr unter Einstelungen den Punkt API sucht.


Das hier, unter dem QR-Code, eingetragene Passwort kann für Eure Verbindung übernommen werden, oder Ihr erfindet ein eigenes Passwort.

Tragt beides in die vorgesehenen Felder ein und testet die Verbindung, indem Ihr auf den Test Button drückt. Sollte alles richtig konfiguriert sein, dann öffnet sich folgendes Fenster:

Im Hauptfenster von slic3r ist nun ein weiterer Button mit der Bezeichnung „Send to printer“ zwischen den Buttons „Export STL“ und „Export G-Code“
hinzugekommen.

Drückt Ihr hier drauf, sobald Ihr Eure Einstellungen für den Druck fertigt habt, so lädt slic3r den G-Code direkt auf Euren OctoPrint-Server hoch.

Ein Zwischenspeichern ist nicht mehr erforderlich und Ihr könnt direkt, über die OctoPrint-Oberfläche, Euren Druck starten.

Upload aus Simplify3D™

Der Dateiupload aus Simplify3D™ (kurz S3D) ist leider nicht ganz so einfach, da hierfür noch ein weiteres Programm benötigt wird.

Das Hilfsprogramm ist in diesem Fall curl [https://curl.haxx.se/download.html].
Das kleine Programm hilft Euch die Dateien auf den OctoPrint-Server hochzuladen.

Ladet Euch die passende ZIP-Datei von curl herunter und entpackt diese auf Eurer Festplatte.

Achtung:
Ihr müsst dafür auf der Downloadseite ein wenig nach unten scrollen, bis Ihr den Bereich für die Windows Installationen findet. Dort wählt Ihr dann die passende Datei aus. (In meinen Fall war es jetzt die Win64 x86_64 zip für SSL und SSL)

Öffnet den Ordner, wohin Ihr die Dateien entpackt habt und verschiebt aus dem Unterverzeichnis „src“ die Datei „curl.exe“ in Euren Windows-Ordner (in diesem Fall C:Windows).

Jetzt könnt Ihr S3D und die Prozesseinstellungen öffnen.

Im Reiter „Skripte“ gebt Ihr im Bereich „Zusätzliche Terminal-Befehle für Nachbearbeitung“ folgende Zeile ein:

curl -k -H "X-Api-Key: hier tragt Ihr Eure API aus OctoPrint ein" -F "select=false" -F "print=false" -F "file=@[output_filepath]" http://hier tragt Ihr Eure OctoPrint IP-Adresse ein/api/files/local“

Speichert die Prozesseinstellungen ab und startet S3D neu.

Wenn Ihr nun Euer Modell drucken wollt, dann bearbeitet wie gewohnt die Prozesseinstellungen usw. und drückt auf „Auf Druck vorbereiten!“ und anschließend auf „Druckdatei speichern“.
Die Druckdatei müsst Ihr nun noch in einem Ordner Eurer Wahl abspeichern.

Wenn Ihr alles richtig eingestellt habt, dann müsste, wenn Ihr OctoPrint aufruft, die Datei aus S3D hochgeladen worden sein.

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Zuletzt aktualisiert am 21. October 2018 um 11:09 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Tutorial: Drucken aus der Ferne – Teil 1 | Installation von OctoPrint ™

Der Drucker im Hobbyraum, der Computer im Wohnzimmer. Wer kennt es?
Man möchte noch schnell einen Druck starten und dann die Tagesschau weitersehen, doch der Weg zum Drucker ist weit und führt eventuell sogar durch den Keller.

Eine Lösung muss her und am besten noch drahtlos!

Die Antwort auf alles  ist eigentlich 42!

Eigentlich, denn in diesem Fall heißt sie OctoPrint™

Das kleine Wunderprogramm ist Print-Server, Slicer und Überwachungsprogramm in Einem und bietet noch viele weitere nette Funktionen.
Und das Beste daran ist, die Kosten belaufen sich in einem überschaubaren Rahmen und das Programm lässt sich ohne viel Aufwand installieren.

Komponenten

Alles was Ihr für die Installation eines autarken Print-Servers benötigt wird, sind folgende Komponenten:

Installation von OctoPrint

Image-Datei herunterladen

Zu allererst solltet Ihr die neuste Version des OctoPi-Image (zurzeit ist dies OctoPi 0.14) von der Webseite http://octoprint.org/download/ in einen Ordner Eurer Wahl herunterladen.

Anschließend öffnet Ihr den Ordner und extrahiert das heruntergeladene ZIP-Verzeichnis.

SD-Card vorbereiten

Als nächstes müsst Ihr Eure SD-Card* zum Übertragen der Image-Datei  vorbereiten.

Falls Ihr keine leere Speicherkarte zur Hand habt, dann könnt Ihr diese mit dem SD-Formatter V 4.0, welchen Ihr hier auf dieser Webseite [https://www.sdcard.org/downloads/formatter_4/] findet, formatieren.

Unter Optionen solltet Ihr „FORMAT SIZE ADJUSTMENT“ auf ON stellen.

Anschließend drückt Ihr auf „Format“ und lasst Eure Speicherkarte formatieren.

Image-Datei auf SD-Card übertragen

Um die zuvor heruntergeladene Image-Datei auf die Speicherkarte zu schreiben, empfehle ich Euch das Programm Etcher [http://etcher.io]
Dieses ladet Ihr Euch auf den PC und installiert es dort.

Nachdem das Programm gestartet hat, öffnet Ihr das OctoPi Image oder die Zip-Datei von Eurer Festplatte und drückt anschließend auf „Write“. Die nachfolgende Sicherheitsabfrage beantwortet Ihr mit ja und schon wird das Image auf die SD-Card geschrieben.

Netzwerk und Kamera konfigurieren

Nachdem das Image erfolgreich auf die SD-Card übertragen wurde,  muss nun die Konfiguration des Netzwerkes und der Kamera erfolgen.

Hierfür öffnet Ihr mit dem Explorer die Speicherkarte und wählt zum Einstellen der Netzwerkkonfiguration die Datei „octopi-network.txt“ aus, um diese zu bearbeiten.
Entweder Ihr benutzt das Windows Bordmittel „WordPad“ oder Ihr ladet euch einen anderen Editor, wie z.B. Notepad++ herunter.

In der Datei „octopi-network.txt“ können die Einstellungen für die Netzwerkverbindungen bearbeitet werden.  Im nachfolgenden Beispiel werden die  #-Zeichen vor den Einstellungen für die WLAN-Einstellungen im Bereich „WIFI CONFIGURATION“ entfernt und dort die Zugangsdaten zum WLAN-Netzwerk eingetragen.

Alternativ kann unter dem Punkt „WIRED CONFIGURATION“ eine statische IP-Adresse dem OctoPrint-Server vergeben werden. Auch hier müssen die #-Zeichen vor den jeweiligen Zeilen entfernt und anschließend die Daten für das Netzwerk eingetragen werden.

Die Konfiguration der Webcam erfolgt ähnlich wie zuvor beschrieben durch Editieren der Datei „octopi.txt“.
In meinem Beispiel wurde eine USB-Kamera konfiguriert. Alternativ können natürlich auch andere Kameras eingestellt werden.

 

Filesystem expandieren

In vergangenen Versionen musste das Filesystem expandiert werden. Ab Version 0.14 ist dies wohl nicht mehr nötig.
Es wird trotzdem empfohlen diesen Schritt zu machen.

Nachdem Ihr die zuvor beschriebenen Einstellungen vorgenommen habt, könnt Ihr jetzt die SD-Card aus Eurem Computer nehmen und in Euren Raspberry Pi einsetzen.

Als nächstes müsst Ihr das Filesystem der SD-Card wieder anpassen, da durch das Kopieren der Image-Datei nicht mehr der komplette Speicherplatz der Karte zur Verfügung steht.
Um aber die Konfiguration aufzurufen, müsst Ihr Euch über SSH am Raspberry Pi anmelden. Hierfür verwendet Ihr PUTTY [http://www.putty.org/] oder bitvise SSH um den Pi anzusprechen.

Vorher solltet Ihr aber kurz in euren Router schauen, welche IP-Adresse dem OctoPi-Server zugeordnet wurde.
In meinen Fall ist es „http://192.168.2.6“

Ihr öffnet also PUTTY und gebt die IP Adresse im Konfigurationsfenster ein und verbindet Euch mit der Bedienoberfläche des Raspberry Pi.

Als Erstes werdet Ihr nach dem Login und dem Passwort gefragt.

Der Login ist: pi
Das Passwort: raspberry

Danach sollte folgendes Fenster angezeigt werden:


Hier gebt Ihr nun folgenden Befehl ein: sudo raspi-config

Nach drücken der Eingabetaste solltet sich das Konfigurationsfenster des Raspberry Pi öffnen.
Hier wählt Ihr den ersten Punkt „Expand Filesystem“ unter Punkt 7 „Advance Options“ aus und bestätigt wieder mit der Eingabetaste.

Auch das anschließend erscheinende Fenster könnt Ihr wieder mit „OK“ bestätigen.

Nach kurzem Durchlauf der programmierten Routine solltet Ihr wieder im Konfigurationsmenu ankommen.
Dort wählt Ihr dann den Punkt „Finish“ aus und fahrt den Pi herunter und nehmt ihn kurz vom Strom.

Erster Start und Einrichten von OctoPrint

Als nächstes schließt Ihr den Raspberry Pi wieder an den Strom an und startet Euren Browser am PC.
Gebt die IP-Adresse des Raspberry Pi (in meinem Fall die 192.168.2.6) in die Adressleiste ein und ruft damit erstmals die Serveroberfläche des OctoPrint-Systems auf.

Als nächstes werdet Ihr nach der Einstellung des „beschrängten Zuganges“ gefragt. Lest euch bitte die Hinweise gut durch und entscheidet für Euch selbst, wie Ihr das System zukünftig nutzen möchtet. Des Weiteren legt Ihr hier den Login für das OctoPrint-System fest.

Als nächstes müsst Ihr Euch mit den zuvor festgelegten Login-Daten einloggen.

Je nachdem, ob es ein neues Update gibt, wird euch dies direkt nach dem Login angezeigt. Bitte bestätigt dies und ladet Euch die neuste Version herunter.

Nach dem Neustart des Servers erscheint noch ein Wizzard zum Importieren von Cura Profilen. Falls Ihr Profile habt, könnt Ihr diese hier importieren. Für meinen Drucker sind die Profile direkt auf der Homepage des Herstellers zu finden. [http://bq.com]

HINWEIS: Es können nur Profile von Cura 15.04 verwendet werden. Höhere Versionen werden nicht unterstützt.

Jetzt könnt Ihr noch Eure Verbindungseinstellungen zum Drucker einstellen und die erstem Bewegungstests ausführen.

Konfiguration der Webcam überprüfen

Unter Steuerung könnt Ihr noch kontrollieren, ob Eure Webcam* läuft.

Ansonsten habt Ihr OctoPrint nun eingerichtet und könnt Eure ersten Drucke starten.

Coming up next

Im nächsten Teil werde ich Euch die Verbindungsmöglichkeiten zwischen OctoPrint und Slic3r und Simplify3D näherbringen.

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Tutorial: Heizbett an einen 3D Drucker anschließen [Prusa i3 Hephestos] – so wird’s gemacht

Warum ein Heizbett an einen 3D Drucker anschließen?

Viele Benutzer eines 3D-Druckers kommen früher oder später nicht an dem Problem vorbei, dass die gedruckten Teile nicht mehr am Druckbett haften.Wer keine Lust hat ständig mit Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Haarspray, Zuckerwasser oder Kreppband zu experimentieren, der greift kurz oder lang auf ein Heizbett zurück.Spätestens aber wenn man ABS-Kunststoffe drucken will, ist die Installation unumgänglich.

In diesem How-To  zeige ich Euch, wie man bei einem Prusa i3 von bq [www.bq.com] ein Heizbett einbaut. Die Anleitung kann aber auch bei anderen Druckern funktionieren, Ihr solltet Euch aber vorher erkundigen.

Auswahl des richtigen Heizbetts

Bauarten

Es gibt mittlerweile verschiedenste Formen und Ausführungen von Heizbetten für 3D-Drucker zu kaufen. Dabei unterscheiden sich die Produkte zum Teil extrem voneinander. Neben Silikonheizmatten, die auf eine Grundplatte befestigt werden gibt es komplette Kits. Ich habe mich für ein MK3 Heizbett von reprap.me entschieden. Dieses ist schon fertig mit einer Trägerplatte aus Aluminium versehen, auf der auch direkt gedruckt werden kann.

Elektrischer Anschluss

Neben der Bauweise des Heizbetts gibt es auch unterschiedliche Möglichkeiten das Heizbett mit Strom und Spannung zu versorgen und die Temperatur zu regeln.
So findet man 12V und 24V Varianten, ebenso wie Varianten die mit 230V betrieben werden. Die Regelung der Temperatur erfolg entweder über den Drucker selbst (Dafür sind Einstellungen in der Firmware des Druckers nötig) oder über ein externes Thermostat.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass Heizbett mit einem sogenannten SSR-Relais anzusteuern. Diese Variante wird oft benutzt, wenn man das Heizbett auf 24V anschließen möchte, aber die Regelung über den Drucker nutzt.

Hinweis:
Es sind Verdrahtungsarbeiten beim Anschluss des Heizbetts notwendig. Der Anschluss darf nur durch autorisiertes Fachpersonal erfolgen. Den gesetzlichen Bestimmungen (VDE-Richtlinien) ist in jedem Fall Folge zu leisten. Ich übernehme keine Haftung oder Gewährleistung die für Schäden an Gegenständen und Personen die durch unsachgemäßen Anschluss entstehen.

Ich beschreibe hier den Einbau eines Heizbetts mit 12V Anschluss und Temperaturregelung durch den Drucker.

Anlöten des Thermistors

Der Thermistor ist eines der wichtigsten Bauteile bei einem Heizbett. Durch ihn wird die Temperatur des Heizbetts ständig an die Steuerung des 3D-Druckers übermittelt und die Firmware kann die Temperatur des Heizbetts entsprechend einregeln.
Auch hier gibt es wieder verschiedene Bauformen, wie zum Beispiel Thermistor als SMD-Bauteil oder fertig konfektioniert mit Kabel. Ich habe mich für die Version des SMD-Bauteils entschieden, da das Heizbett entsprechend für diese Art des Thermistors vorbereitet ist.
Nachdem der Thermistor angelötet wurde, solltet Ihr auch direkt die Sensorleitungen am Heizbett anschließen. Achtet darauf, dass Ihr nicht wieder die Lötstellen des Thermistors löst.

Fertig verlöteter Thermistor
Verlöteter SMD-Thermistor auf dem Heizbett

Anschluss für die Stromleitungen vorbereiten

Wie zuvor beschrieben, kann das Heizbett mit verschiedenen Spannungen betrieben werden. Da ich ein Netzteil mit 12V besitze, schließe ich auch das Heizbett auf 12V an. Hierfür müssen die Anschlüsse 2 und 3 am Heizbett mittels Brücke miteinander verbunden werden.

Hinweis:
Es ist zu beachten, dass das mitgelieferte Netzteil von bq nicht über ausreichend Leistung verfügt um den Drucker und das Heizbett zu versorgen. Für das Betreiben eines Heizbetts benötigt man ein Netzteil mit mindestens 300W Leitung.
Dafür könnt Ihr ein ATX-Netzteil eines alten PCs umbauen. Anleitung hierzu findet ihr im Netz. Sicherer und eleganter ist jedoch die Spannungsversorgung mit einem ausreichend dimensionierten Netzteil herzustellen.

12V Brücke am Anschlussfeld setzen

fertig verlötetes Heizbett mit Zuleitungen und Sensorleitung des Thermistor

Heizbett an den Drucker anschließen

Mechanische Arbeiten

Nachdem Ihr erfolgreich das Heizbett auf Funktion geprüft habt, könnt Ihr es nun in Euren Drucker einbauen. Das MK3 Heizbett hat die Besonderheit, dass es keine Unterplatte benötig. Ihr könnt also die standardmäßig verbaute Plexiglasplatte entfernen und schraubt das Heizbett direkt auf den Drucktisch fest. Achtet darauf, dass die unbedruckte Seite, also das blanke Aluminium, nach oben zeigt.
Hier könnt Ihr sogar später ohne weiteres drauf drucken. Ich empfehle euch aber trotzdem die Glasplatte weiter zu verwenden und diese evtl. mit Kaptonband oder einer Dauerdruckplatte zu bekleben, um noch bessere Haftung zu erzielen.
Vorher solltet Ihr noch die mitgelieferte Korkplatte unter das Heizbett kleben. Dies sorgt für eine kurze Aufheizzeit des Betts und schütz gleichzeitig die darunterliegenden Komponenten. Manche Experten raten sogar, um noch kürzere Aufheizzeiten zu erreichen, das Heizbett mit Watte oder Dämmwolle zu unterlegen. Das kann jeder nach seinem Geschmack machen oder lassen.

Anschluss an das RAMPS-Board

Nun folgt der eigentliche Anschluss des Heizbetts an das RAMPS-Board. Zuerst schließt Ihr die Sensorleitung des Thermistors an die Platine an. Die Anschlüsse dafür befinden sich oberhalb der Anschlüsse für den Temperatursensor des Extruders (Bezeichnung müsste T1 sein).
Nachdem dies erfolgt ist, werden die Anschlusskabel an die Klemmenreihe D8 angeschlossen. Bitte achtet darauf, dass Ihr die Kabel nicht verpolt anschließt und sich keine Adern aus den Klemmen herausdrücken, dies kann einen Kurzschluss verursachen.
Zu guter letzt muss noch der Stromanschluss geändert werden. entfernt dafür das Originale Kabel aus dem Stecker und Schließt euer Netzteil an alle vier Klemmen mit der richtigen Polung (+-/+-) an. Denn nur so wird der Anschluss D8 mit Spannung versorgt und Euer Heizbett funktioniert anschließend ohne Probleme.

Hier findet Ihr übrigens einen detaillierten Anschlussplan für das Heizbett. [Link]

Anschlussbelegung am RAMPS-Board

 

Einstellungen in der Firmware durchführen

Damit das Heizbett auch vom Drucker erkannt und geregelt werden kann, müssen noch Einstellungen in der Firmware des Druckers gemacht werden.
Die aktuelle Version der bq Firmware 1.4.2 findet Ihr hier: https://github.com/bq/Marlin/releases/tag/1.4.2. Speichert sie auf Euren Rechner und extrahiert sie in einem Ordner Eurer Wahl.

Danach öffnet Ihr die Arduino Programmiersoftware. Falls Ihr diese noch nicht installiert habt, findet Ihr diese hier: https://www.arduino.cc/en/Main/OldSoftwareReleases#1.0.x
Dort ladet Ihr bitte die Version 1.0.6 herunter und nicht die aktuelle. Die neue Version kann zu Kompilierfehlern führen.

Nachdem Ihr die Firmware entpackt und die Arduino-Software installiert habt, öffnet Ihr den Ordner in dem Ihr die *.zip entpackt habt und sucht nach der marlin.ino.

Stellt unter Werkzeuge noch Eure Platine auf Arduino Mega 2560 ein und wählt den COM-Port aus, an dem Ihr euren Drucker angeschlossen habt. Ich denke es ist selbstverständlich, dass Ihr den Drucker vorher mit dem USB-Kabel an Euren Rechner angeschlossen habt.

Jetzt solltet Ihr auf dem Bildschirm folgendes sehen:

Jetzt wählt Ihr den Reiter „configuration.h“ aus und sucht den Bereich „Thermal Settings“
Dort ändert Ihr den Punkt „#define TEMP_SENSOR_1“ von „0“ auf „1“.

geänderte configuration.h

Nachdem Ihr die Dateien kompiliert und auf den Drucker übertragen habt, sollte Euer Drucker folgendes auf dem Display anzeigen:

Temperaturanzeige des Heizbettes auf dem Display