Vorstellung: BQ Hephestos – Facelift eines Klassikers

Der bq Hephestos Prusa i3 ist tot, es lebe der bq Hephestos.

Fast schon still und heimlich hat der Elektronikhersteller bq [http://bq.com] bereits im November 2016 eine neue Version des Hephestos 3D-Druckers auf den Markt gebracht.
Doch dabei handelt es sich keineswegs um die Weiterentwicklung des Hephestos 2, sondern um den Nachfolger des sehr beliebten und oft empfohlenen Hephestos Prusa i3.

Doch wo liegen die Unterschiede?

Das Äußere

Schaut man sich das Äußere des Druckers an, so fällt eingefleischten Fans eine große Neuerung ins Auge:

Bq verzichtet auf die obligatorische Typenbezeichnung „prusa i3“ im Rahmen.

Ausserdem besteht der Grundrahmen nicht mehr aus Aluminium, sondern ist jetzt aus pulverbeschichtetem Stahl gefertigt. 

Geblieben ist aber der schlichte und einfache Aufbau des Untergestells mit Gewindestangen.

Neu ist ebenfalls die Verstellung des Druckbettes.
Diese lässt sich, im Gegensatz zum Vorgänger, nun mit Rändelscheiben verstellen.
Vorbei scheint endlich die Zeit des unhandlichen Fummelns mit dem Innensechskantschlüssel zu sein.

Wer jetzt aber ein Auto-Bed-Leveling  wie beim „großen Bruder“ dem Hephestos 2 erwartet, der bleibt enttäuscht.

Die Elektronik

Nicht nur das Äußere des Druckers wurde maßgebend verändert, so besitzt der neue Hephestos eine komplett überarbeitete Steuerelektronik.

Diese, von bq „Zum Mega 3D“ getaufte und bereits im Hephestos 2 verbaute Platine, verzichtet komplett auf die althergebrachten Komponenten, wie dem Arduino Mega 2560 und natürlich den RAMPS 1.4 Board.

Neben einer verbesserten Wärmeabfuhr und einem Micro-USB-Anschluss verfügt die Platine, laut bq, über eine direkte Verbindung zur Stromquelle. 

Über die Möglichkeit zum Anschluss eines Heizbettes ist, genauso wie über den Anschluss eines Auto-Bed-Leveling-Sensors, nichts zu finden.
Gerade das Heizbett ist jedoch bei vielen Filamentsorten unabkömmlich.

Beim Display ist man dem LCD-Panel treu geblieben und hat auf die Verwendung des vollgraphischen Displays, wie es Hephestos 2 zu finden ist, verzichtet.

Der Extruder

Ob der neue Double Drive Gear (DDG), oder der herkömmliche Extruder beim neuen Hephestos-Modell verbaut ist, kann man nicht ganz klar von der Webseite des Unternehmens erkennen. Lediglich die Angabe „Selbst konzipierter Extruder mit 0,4-mm-Düse für Filament mit 1,75 mm Durchmesser“ ist dort unter den Technischen Daten zu finden.

Fazit

Alles in allem scheint bq den Erfolg seiner Druckermodelle fortzuführen. So ist der neue Hephestos, wie auch schon sein Vorgänger, ein kostengünstiges Einsteigermodell in die Welt des 3D-Drucks.

Denn zu bekommen ist der Drucker bereits ab 549,90€.

Nachsatz

Seit kurzem bietet bq ein Heizbett für den Hephestos und den Hephestos  2 auf seiner Webseite an. Der Preis liegt laut Hersteller bei 159,99€

Fotos (c) bq (Mundo Reader GmbH)

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Ulrich Saßmannshausen

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Mein Name ist Ulrich Saßmannshausen, ich bin der Gründer und Hauptautor von SELBSTgedruckt - 3D-Druck Magazin
Mein Ziel ist es, Euch mit Neuigkeiten, Test und Tutorials aus der Welt des 3D-Drucks zu versorgen.
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