Vorstellung: STARTT – DER 99€ 3D-Drucker

Kann ein Drucker für 99€ überzeugen?
Wir haben uns den STARTT 3D-Drucker angesehen und möchten Euch unser Entscheidung natürlich nicht vorenthalten.

 

Das 3D-Drucker in den nächsten Jahren immer öfter in heimischen Wohnzimmern zu finden sind, sagen Experten schon seit Jahren voraus.
Jedoch schreckt viele Interessierte der hohe Preis solcher Geräte nach wie vor ab.

Der STARTT, eine Gemeinschaftsproduktion von iMakr und MyMiniFactory, will jedoch mit diesem Vorurteil brechen.

IMakr.com bietet den Bausatz-Drucker für 99€ an.
Wobei hier direkt zu erwähnen ist, dass für den Versand und den Zoll nach Deutschland zusätzliche Kosten entstehen, so dass Ihr den Drucker für rund 126€ Euer Eigen nennen könnt.
Im Augenmerk zu anderen Herstellern ist selbst dies ein vielfach geringerer Preis.

Was kann der STARTT?

Der Hersteller verspricht, dass sich der Bausatz innerhalb von nur 5 Stunden zusammensetzen lässt und man danach sofort auf einem Bauraum von 140 x 120 x 130mm (L X B X H) loslegen kann.
Für viele Bauteile, welche von Portalen, wie zum Beispiel www.MyMiniFactory.com, heruntergeladen werden können, scheint dies auf jeden Fall groß genug zu sein.
Was direkt positiv ins Gewicht fällt, ist die Kompatibilität zu gängigen Slicern, wie z.B. Cura oder Simplify3D.
Einzig bei der Materialwahl ist man zurzeit noch sehr eingeschränkt, da der Drucker ohne Heizbett daher kommt, was das Drucken von ABS fast unmöglich macht.

 

Der Aufbau

Der Grundaufbau des Druckers ist stark an das von Josef Prusa entwickelte Design angelehnt.

Der Rahmen selbst besteht aus Polyacryl und wird mittels Steck- / Schraubsystem miteinander verbunden.
Alle für den Zusammenbau benötigten Werkzeuge sind im Lieferumfang bereits enthalten.
Die mechanischen Komponenten, wie z.B. Umlenkrollen sind aus Metall gefertigt, die Z-Achsen sind als Trapezgewinde ausgeführt und die Linearlager haben einen soliden Aluminiumkäfig.
Das Druckbett wird manuell über Rändelscheiben ausgerichtet und besteht ebenfalls aus einer Acrylplatte.

 

Die Elektronik

Das Board, welches den Drucker steuert, scheint, wenn man sich die Aufbauanleitung des Herstellers genauer ansieht, ein Melzi V2.0 zu sein.

Bei den Motoren handelt es sich, wie bei vielen anderen Herstellern auch, um NEMA Schrittmotoren.
Die Bedienung des Druckers erfolgt über ein einfaches LCD-Panel.

 

 

 

 

 

Der Extruder

Bei dem Extruder handelt es sich um einen Bowden-Extruder mit auswechselbaren Düsen von 0.3 – 0.5mm.

Der Heizbereich liegt, laut Herstellerangaben, bei 170-250°C. Weitere Angaben sind leider nicht zu finden.
Jedoch besitzt der STARTT schon von Anfang an einen Radiallüfter zur Bauteilkühlung.
Die laut Hersteller versprochenen Schichthöhen liegen bei 100-300 Micron (0,1 – 0,3mm).

 

Technische Daten:

HerstellerSTARTT
Bauraum W x D x H (mm) 120 x 140 x 130 mm
TechnologieFDM
Anzahl der Extruder1
Düsendruchmesser (mm)0.4 mm (austauschbar)
Drucktemperatur170 - 250 °C
Filament Durchmesser (mm)1.75mm
MaterialtypPLA
Schichthöhe0,1 – 0,3mm
DruckbettAcrylplatte
Heizbettn/a
Ausrichten des DruckbettesManuell
AnschlussSD Card, USB
Slicing SoftwareCura, Simplify3D, andere
DateiformatSTL, OBJ
Abmessungen34 x 31 x 32 cm
Gewicht4 kg

 

Zusammenfassung

  • Einfacher Zusammenbau – ein Großteil ist bereits vormontiert
  • Austauschbare Düsen 0.3, 0.4 & 0.5mm
  • Drucktemperatur zwischen 170 – 250 °C
  • Alle Werkzeuge im Kit enthalten
  • Zusammenbau in nur 5 Stunden
  • Kompatibel mit den meisten auf dem Markt erhältlichen Slicern (Cura, Simplify3D)
  • 3D-Druck von Grund auf verstehen

Fazit

Trotz des fehlenden Heizbettes scheint dieses System zu überzeugen, auch wenn die eine oder andere Komponente noch sehr „robust“ erscheint.
Besonders gefallen hat uns die Tatsache, dass bereits von Anfang an Trapezgewindespindeln und Linearlager im Aluminiumkäfig verbaut sind.

Wir jedenfalls haben unseren Testdrucker bestellt und warten gespannt auf die Lieferung die, Aufgrund der hohen Nachfrage, leider bis Ende März auf sich warten lässt.
Dann können wir den Drucker ausführlich testen und werden Euch die Ergebnisse auf dieser Seite mitteilen.

Stay tuned

Fotos & Video © by imakr.com / special thanks to Eric Savant & Dan Purdie

Ulrich Saßmannshausen

Mein Name ist Ulrich Saßmannshausen, ich bin der Gründer und Hauptautor von SELBSTgedruckt - 3D-Druck Magazin
Mein Ziel ist es, Euch mit Neuigkeiten, Test und Tutorials aus der Welt des 3D-Drucks zu versorgen.
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