Vergleich: Ender-3 vs. Ender-3 Pro

Glaubensfrage oder doch mehr?

Wer in den vergangenen Tagen auf Gearbest, Aliexpress oder anderen chinesischen Verkaufsportalen geschaut hat, konnte feststellen, dass sich zum Verkaufsschlager von Creality3D, dem Ender-3, ein weiterer 3D-Drucker gesellt hat: der Ender-3 Pro.

Wir möchten in unserer Kurzvorstellung einmal alle wichtigen Unterschiede zwischen den beiden Geräten aufzeigen und schauen, ob sich der Mehrpreis von rund 80€ lohnt.

Schnellere Druckgeschwindigkeit

Laut Datenblatt des Ender-3 Pro auf Gearbest, kann der Ender-3 Pro eine bis zu 125% schnellere Druckgeschwindigkeit erzielen. (Ender-3 80 mm/s vs. Ender-3 Pro 180 mm/s)
Ob dies wirklich realistisch ist, können wir zwar nicht glauben, aber auch zurzeit nicht wiederlegen, da wir den Pro noch nicht für einen Test zur Verfügung haben. Wir denken aber, dass nicht die Druck-, sondern die Verfahrgeschwindigkeit gemeint ist. Und diese beträgt beim Ender-3 ebenfalls 180 mm/s.

Größere Druckfläche

Der Ender-3 Pro soll über eine rund 7,5% größere Druckoberfläche als der Ender-3 verfügen, wobei wir im direkten Vergleich keinen Unterschied der Größe feststellen konnten.

Verbesserte mechanische Eigenschaften

Ein 40 × 40-Aluminium-Strangpressprofil sorgt beim Ender-3 Pro für eine höhere Stabilität an der Y-Achse und damit für einen ruhigeren und spielfreieren Lauf.
 
                         

24V-Netzteil von Meanwell

Hier befindet sich die wichtigste und, unserer Meinung nach, beste Veränderung. So setzt man auf ein bekanntes Markenprodukt an der Stromversorgung und erhöht damit die Zuverlässigkeit des 3D-Druckers.

Neue magnetische Druckoberfläche

Das C-MAG Magnetdruckbett ist ebenfalls neu beim Ender-3 Pro. Die Druckplatte ist abnehmbar und flexibel, so dass die Drucke leichter von der Bauplatte abgelöst werden können.
Wir haben aber schon von Fällen gehört, wo die Magnetkraft bei Temperaturen über 90°C fast vollständig nachlässt und somit das Magnetdruckbett unbrauchbar wird.

Hier findet Ihr schonmal alle wichtigen Daten:

MarkeCreality3D
Geräte TypDIY 
ModellbezeichnungEnder-3 Pro
RahmenmaterialAluminum
DruckbettAluminum Base inkl. magnetischer Druckplatte
DüsenanzahlSingle 
Düsendurchmesser0.4mm (auswechselbar)
Drucktemperaturbis zu 250°C 
Bauraum220x220x250mm
Schichtdicken0.05-0.3mm 
LCD-Screenvorhanden
Druckgeschwindigkeit10 – 180mm/s 
Heizbetttemperaturbis zu 110°C
druckbare MaterialienABS,HIPS,PLA, PETG
Materialdurchmesser1.75mm 
SprachenEnglish 
DateiformateJPG,OBJ,STL 
XY-Genauigkeit0.012mm 
Z-Genauigkeit0.004mm 
Spannung110V/220V (24V)
Leistung360W 
SlicerCura, S3D, Slic3r 
LieferformBausatz
BetriebssystemWindows, Mac OS 
AnschlussmöglichkeitenSD card,USB
Gewicht9kg

Review: JGAURORA A5X

Das sich der CR-10 von Creality3D großer Beliebtheit erfreut, ist nicht nur bei den Benutzern, sondern auch bei den Herstellern verschiedenster 3D-Drucker angekommen.
So nun auch bei JGAurora, welcher mit dem A5X ebenfalls einen CR-10 Clone auf den Markt bringt.

Wir haben den Drucker für Euch getestet und möchten Euch unsere Erfahrungen hier in diesem Review mitteilen.

Versand, Verpackung und Motage

Alle Komponenten des A5X sind, wie immer, bestens verpackt worden, so dass das Paket trotz einiger äußeren Spuren gut bei uns angekommen ist.

Der Versand verlief, dank Gearbest German Priority, wie immer ohne Probleme und innerhalb kurzer Zeit haben wir den A5X erhalten.

Die Montage des A5X war, wie bei fast allen CR-10 Clonen, dank der vormontierten Komponeten, denkbar einfach. Vier Schrauben und zwei Seitenverbinder später stand der A5X bereits auf dem Schreibtisch.
Auch der elektrische Anschluss ist kein großes Problem, da alles gut beschriftet ist.

Technische Daten

 
HerstellerJGAURORA
ModellA5X
TechnologieFFF/FDM
AusführungBausatz / vormontiert
RahmenmaterialAluminiumprofile – Stahl pulverbeschichtet
Filament Durchmesser1.75 mm
Druckermaße (HxBxT)610 x 513 x 605 mm
Farbeschwarz
Extruder / HotendBowden Extruder mit Filament Change Assist und Run-Out-Sensor
Düsendurchmesser0.4 mm
Hersteller LandChina
DruckplattformAluminium Heizbett mit Black Diamond Platform (beschichtetes Glas)
Unterstütztes MaterialPLA, ABS, PETG uvm.
Max. Druckbereich (LxBxH)320 x 320 x 350 mm
AnschlussmöglichkeitenUSB-Buchse / USB-Port
Softwarealle gängigen Slicer
Systemanforderungenab Windows 7 / MAC OS
Dateiformat.stl , .obj, g-code
Gewicht10 kg
DisplayFull Color Touch Display

Mechanik, Lager und Führungen

Der A5X setzt, wie sein Vorbild, auf V-Slot Profile mit passenden Rollen, die teilweise über Exzenter eingestellt werden können. Alle Halterungen sind aus pulverbeschichteten Stahlblechen gefertigt und vermitteln einen guten, stabilen Eindruck. Der Halter des Heizbetts ist aus 4mm dicken Blech gefertigt und sorgt für eine gute Befestigung, ohne dass man befürchten muss, dass sich etwas verbiegt.
Auch das Laufprofil des Y-Carriage ist größer gestaltet, als beim Vorbild. Hier kommen statt 40x20mm – 60x20mm Profile zum Einsatz. Ein Pluspunkt für den A5X.

Beide Z-Achsen sind beim A5X direkt mit Motoren und vor allem mit je einem Endstop ausgestattet.
Ein weiterer Pluspunkt für den A5X, denn so kann man immer sicher gehen, dass die X-Achse nach einem Homing richtig steht.

Extruder, Hotend und Heizbett

Die Extruder und Hotend Kombination ist eine Standard MK8 Variante mit dem vom CR-10 bekannten Hotend. Die Kombination ist als Bowden-System ausgeführt. Der Extruder selbst ist aus Aluminium gefertigt und ist direkt auf dem Nema-17 Motor befestigt.

Beim Heizbett handelt es sich um ein 330 x 330mm großes MK3 Aluminium Heizbett mit 24V Anschluss.
Auf dem Heizbett selbst befindet sich die „Black-Diamond-Plattform“, eine Druckplatte mit Haftbeschichtung ähnlich die der Ultrabase von Anycubic.

Elektronik

Hier hat der A5X direkt bei uns gepunktet. Die Elektronik ist mit 24V versorgt, es gibt ein Board mit steckbaren Motortreibern und er hat ein Touch-Display.

Fangen wir mal beim Mainboard und dem Touch-Display an. Hierbei handelt es sich, wie bei seinem Bruder dem A5, um ein MKS Gen L V1.0 Board mit Makerbase 3.0 TFT Touch Display.
Das Tolle hierbei ist, dass die Motortreiber auf dem Board gesteckt sind und bei bedarf gegen andere getauscht werden können. Zudem ist das MKS Board ohne große Probleme auf Marlin zu flashen und kann so immer aktuell gehalten werden.

Das Netzteil kommt mit 360W daher und ist leider, im Gegensatz zum Netzteil des A5, ein No-Name Produkt. Wir hatten gehofft hier auch wieder ein Meanwell Netzteil vorzufinden.

Ansonsten Bietet die Elektronik noch ein paar ganz nützliche Features, wie zum Beispiel einen Filament-Run-Out-Sensor, einen Leveling Assist und wie gesagt einen zweiten Endstop auf der Z-Achse.

Druckergebnisse und Erfahrungen

Wir haben den A5X jetzt seit rund 3 Wochen im Test und können, bis auf ein zwei Sachen, nichts Negatives finden. Das Druckbild ist sauber und die Bedienung sehr einfach.

Lediglich das Einführen des Filaments ist jedes Mal eine Herausforderung, da der Filamentsensor ziemlich im Weg ist. Hier kann man aber sicherlich durch ein kleines Upgrade Abhilfe schaffen.

Leider mussten wir direkt den Bauteillüfter des A5X austauschen, da dieser defekt war und nicht richtig lief, bzw. ganz schreckliche Schabgeräusche machte.

Fazit

Für rund 350€ erhaltet Ihr bei Gearbest einen guten und soliden Drucker, der mit einigen Vorteilen gegenüber dem CR-10 punktet.

So sind der zweite Endstop der Z-Achse, das MKS- Board und die 24V Versorgung wirkliche Pluspunkte gegenüber dem Original. Auch das breitere Profil der Y-Achse gefällt uns sehr.

Wir jedenfalls haben unseren CR-10 in Ruhestand geschickt und drucken mittlerweile lieber mit dem A5X.

Bewertung
Gesamtbewertung 4,1 / 5
Zusammenbau 4,5 / 5
Mechanik / Elektronik 4 / 5
Ausstattung 4,5 / 5
Druckqualität 4 / 5
Preis / Leistung 4 / 5
Lautstärke 3,5 / 5

Review: HE3D K200 | Teil 1

Premiere bei uns im Büro!
Dank unseres Sponsors Gearbest konnten wir mit dem HE3D K200 das Neuland der Delta-Drucker betreten, denn bisher waren alle Testgeräte die wir untersucht haben entweder i3 Aufbauten oder CoreXY-Drucker.




Was ist ein Delta-Drucker?

Wir wollen versuchen Euch die Unterschiede hier einmal kurz und knapp zu erklären.

Alle bisher von uns getesteten Drucker haben ein klar definiertes kartesisches Maschinenbett. Das heißt, jeder Motor bewegt eine linear fahrende Achse. (X, Y, Z) bzw. (XY, Z bei Core XY).
Beim Delta-Drucker bewegt jeder Motor ebenfalls eine linear fahrende Achse, diese sind jedoch mit Stabarmen in der Mitte verbunden.

Definition Delta Roboter: Delta-Roboter sind Parallelarmroboter mit Stabkinetik. Die Form der mindestens drei Arme dieses Roboters, welche mit Universalgelenken mit der Basis verknüpft sind, erinnert an den griechischen Buchstaben Delta. Deltaroboter sind leicht und schnell und werden häufig zum Verpacken in Fabriken, in der Montage und im High-Speed-Bereich eingesetzt.
Quelle: https://wiki.induux.de/Delta-Roboter

Vorteil dieser kinematischen Systeme ist, dass diese eine hohe Geschwindigkeit und Genauigkeit erreichen können. Wobei die Last, die an den Armen wirken darf, nur gering sein sollte. Zudem ist der Bauraum beim Delta relativ eingeschränkt.

Delta-Drucker besitzen fast ausschließlich ein Bowden-Setup, da wie zuvor erwähnt nur geringe Lasten genau und schnell bewegt werden können. Mittig an der Basis befestigt befindet sich das Hotend und der Extruder wird seitlich am Rahmen montiert.
Durch den Einsatz des Bowden-Setup sind diese 3D-Drucker nur bedingt bis gar nicht für den Einsatz von flexiblen Materialien geeignet.

Technische Daten

TechnologieFFF/FDM
AusführungBausatz / Delta-Drucker
RahmenmaterialAluminium
Filament Durchmesser1.75 mm
Druckermaße (HxBxT)320 x 320 x 600 mm
Farbeschwarz
DruckkopfBowden Extruder
Düsendurchmesser0.4 mm (0.2mm, 0,3mm & 0,5mm liegen ebenfalls bei)
HerstellerHE3D
Hersteller LandChina
Druckplattform- (kann nachgerüstet werden)
Unterstütztes MaterialPLA, ABS, PETG uvm.
Max. Druckbereich (HxB)Ø200mm x 300mm
AnschlussmöglichkeitenUSB / SD Karte
Softwarealle gängigen Slicer
Systemanforderungenab Windows 7 / MAC OS
Dateiformat.stl , .obj, g-code
Gewicht 8kg
DisplayLCD2004

Auspacken und Aufbauen

Geliefert wird der HE3D K200 in einem flachen Karton, welcher zusätzlich mit einer Folie umwickelt worden ist. Wir konnten trotz des langen Versandwegs aus China keinerlei Beschädigungen feststellen und können somit behaupten, dass der Drucker ausreichend gut verpackt ist.
Nach dem Öffnen erwarteten uns im Inneren weitere kleine Kartons in denen sich die Bauteilegut verpackt befinden. Jeder Karton ist zusätzlich nochmal durchnummeriert
Wir kontrollierten kurz die Stückliste und konnten schnell eine Abweichung bei den Eckstücken feststellen. Laut Stückliste sollten 12 Ecken im Karton liegen, ausgepackt hatten wir aber nur neun.
Wie sich später herausstellte, stimmte die Zahl auf der Stückliste nicht. Hier sollte seitens HE3D nochmal nachgebessert werden.

Was uns positiv überrascht hat ist die Tatsache, dass alle Kunststoffteile die beim Aufbau des K200 benötigt werden als Spritzguss- und nicht als 3D-Druckteile ausgeführt sind.

Nachdem wir alles ausgepackt auf Schäden kontrolliert hatten, fiel besonders ein Detail ins Auge: an den Aluminium-Profilen waren überall Sägespäne vorhanden. Diese lösten sich zwar mit dem Entfernen der Schutzfolie fast vollständig ab, dennoch waren hier und da noch Späne vorhanden die wir mit Druckluft sorgfältig entfernt haben.
Gerade weil bei diesem Drucker eine offene Elektronik vorhanden ist, sollte man hier besonderen Wert auf Sauberkeit legen. Und auch dem Hersteller sei gesagt, dass er die Späne besser bei sich entfernen sollte, damit es später nicht zu unerwünschten Fehlern kommt.

Aluminiumspäne an den gesägten Profilen können zu Fehlern führen

Der Aufbau des K200 verlief nicht ganz so einfach, wie wir uns es gewünscht hatten.
Teilweise waren Schrauben nur sehr schlecht bis kaum zugänglich, zum anderen ist die Aufbauanleitung sehr lückenhaft und bedarf einer dringenden Nachbesserung.
Selbst bei den vom Hersteller empfohlenen Links zu YouTube und Facebook konnten wir keine zufriedenstellende Anleitung finden.
Oft hieß es deshalb improvisieren und probieren, zumal Bauteile mitgeliefert wurden, die in keiner Weise in der Aufbauanleitung Erwähnung finden.
So werden sechs Zugfedern mitgeliefert, die an den Stäben der Kinematik Platz finden und dort zur Reduzierung des Spiels eingesetzt werden.

Machen den Aufbau nicht leicht:

Bild 1 von 10

Schlecht erreichbare Schrauben machen den Aufbau oft abenteuerlich.

Auch bei den Endstops hatten wir so unsere Probleme, denn in der Aufbauanleitung befindet sich kein Hinweis, dass an den Führungswagen noch eine Schraube eingesetzt werden muss, die den Endschalter betätigt.  Leider fiel es erst sehr spät auf, so dass wir diese mühsam in den Block drehen mussten.

Lager und Führungen

An den Führungsprofilen montierter Linearwagen

HE3D setzt beim K200 auf V-Slot Profile mit V-Rollen welche außen am Profil entlanglaufen. Die V-Rollen sind kugelgelagert und werden auf einer Seite mittels Exzenter an das Profil angedrückt, um eventuelles Spiel auszugleichen.
Mit der Zeit wird sich zeigen, ob die Rollen und Lager für den Zweck ausreichend dimensioniert sind.

Eine gute Lösung: unser selbst konstruierte Riemenspanner

Bei den Antriebsriemen handelt es sich um GT2 Riemen die oben über eine Umlenkrolle und unten über einen direktmontierten Pulley angetrieben werden.
Leider ist die Einstellung der Riemenspannung, in der vom Hersteller angedachten Lösung, nicht optimal, so dass wir hier eine eigene Konstruktion zum Einstellen der Spannung eingesetzt haben.

Hier findet Ihr unsere Version für den Riemenspanner. 

Zu den Gelenkaugen, die an den Stäben der Kinematik angebracht sind, können wir leider keine Aussage treffen, da diese direkt befestigt sind und keine Bezeichnung aufweisen.
Einzig können wir sagen, dass es sich um polierte Gelenkaugen in einem Kunststoffspritzgussteil handelt.

 

Extruder und Hotend

Sieht ziemlich „robust“ aus: Hotend aus Aluminium-Spritzguss

Zugegeben, das Hotend des K200 wirkt schon ein wenig, sagen wir mal, „robust“. Denn es ist nicht aus einem Aluminium-Strangpressprofil, sondern aus einem Aluminium-Spritzgussteil hergestellt. Dadurch sieht es natürlich nicht ganz so „edel“  aus, wie die Hotends anderer Hersteller. Dies sollte aber keinerlei Einfluss auf die Funktion haben. Gekühlt wird das Ganze mit einem lautstarken 40er Lüfter.

Einen Bauteillüfter sucht man beim K200 vergeblich. Jedoch liegen dem Bausatz zwei Radiallüfter und ein Link zu thingiverse.com bei, wo passende Luftdüsen zum selber drucken zu finden sind.
Eine tolle Idee wie wir finden.

Beim Extruder handelt es sich um einen einfachen MK8 Extruder mit Hebelarmen und Messingritzel. Dieser findet seinen Platz, montiert an einem Aluwinkel, am Rahmen und wird mittels Push-Fit und Teflonliner an das Hotend verbunden.

 

 

Elektronik

Als Mainboard kommt beim HE3D K200 ein sogenanntes „BT7200 Ramps Plus2“ zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen Clone vom Ramps 1.4 Board mit Repetier als Firmware.
Das Board bietet Anschlussmöglichkeiten für insgesamt vier Motoren, zwei Hotends und ein Heizbett. Der von uns getestete Drucker verfügt übrigens über kein Heizbett. Es gibt aber eine Version vom K200, die ein Heizbett besitzt.

 

Als Treiberbausteine sind beim K200 ganz normale Pololu A4988 verbaut, die bei Bedarf aber gegen andere Treiberbausteine getauscht werden können.
Ansonsten kann an das Board noch ein 12V Laser angeschlossen werden.
Da, wie gesagt, unser Testdrucker kein Heizbett besitzt, liegt dem K200 ein einfaches kleines 12V 90W Netzteil bei. Der Anschluss erfolgt mittels Stecker an das Board und bedarf keinerlei Verdrahtungsarbeit durch Fachpersonal.

Die Verkabelung der einzelnen Bauteile war für einen geübten Aufbauer kein Problem, jedoch sollte das Verdrahtungsschema gerade für Anfänger deutlicher gestaltet werden, damit es nicht zum Vertauschen von Anschlüssen kommen kann.
Gefallen hat uns übrigens, dass die Kabel der Heizpatrone des Hotends mit Aderendhülsen verquetscht waren. Die Gefahr von Bränden durch Übergangswiederständen sollte somit deutlich verringert worden sein. In der Anleitung gibt es übrigens ein Bild, wo der Drucker mit einem 12/24V Netzteil versorgt werden kann. Da das Board aber nur für 12V geeignet ist, raten wir dringend ab ein 24V Netzteil anzuschließen.

Zum Bedleveling liegt übrigens noch ein Sensor bei, auf den wir aber im zweiten Teil nochmal eingehen werden.


Erstes Fazit

Der Aufbau und die Inbetriebnahme des HE3D K200 gestalteten sich schwieriger alszunächst gedacht.
Schwer zugängliche Schrauben und eine lückenhafte Aufbauanleitung machen die Montage teilweise zum Abenteuer, welches auch mal Improvisationstalent erfordert.

 

Schlecht platziert: Das Mainboard direkt unter dem Druckbett. Hier kann es zum Hitzestau kommen.

Uns sind einige Punkte aufgefallen, die vom Hersteller bzw. von euch verbessert werden sollten:

  • Es macht Sinn unter das Maschinenbett ein paar Gummifüße zu befestigen, damit der Tisch oder Schrank, wo der K200 seinen Platz findet, nicht von Kratzern in Mitleidenschaft gezogen wird.
  • Die Befestigung des Druckbettes ist sehr mangelhaft. Die Glasscheibe wird lediglich zwischen Schrauben mit Hammermuttern an das Profil geklemmt. Einmal zu fest angezogen und die Platte kann zerspringen.
  • Das Mainboard ist unter dem Druckbett absolut fehlplatziert. Gerade wenn man später noch auf ein Heizbett umrüsten möchte, kann es hier zum Hitzestau kommen. Eine externe Lösung wäre hier angebrachter. Ebenso lässt sich beim Einrichten der Reset-Knopf nicht erreichen.
  • Das Spannen der Riemen ist nur schlecht möglich. Hier wäre ein verstellbarer Spanner ähnlich unserer Lösung hilfreich.

Insgesamt lässt sich bis jetzt sagen, dass der HE3D K200 nicht als Anfängerdrucker geeignet ist, da gerade bei Delta-Druckern doch einige Punkte mehr zu beachten sind, als bei i3 oder CoreXY-Aufbauten.

Im zweiten Teil werden wir euch über die Druckergebnisse und unsere Erfahrungen mit dem 3D-Drucker berichten.

Stay tuned…

Review: Anycubic I3 Mega – made of steel

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Auch im neuen Jahr wollen wir euch wieder mit neuen Infos aus der 3D-Druckszene versorgen und fangen direkt mit dem Review des Anycubic I3 Mega an, den wir vor ca. 4 Wochen als Testgerät von Gearbest erhalten haben.

Vielleicht noch ein paar Worte vorweg.
Auch wenn wir diesen Drucker von Gearbest als Testgerät bekommen haben, bewerten wir stets neutral und schreiben auch über Dinge die uns nicht gefallen.
So haben wir auch bei diesem Gerät wieder einige Punkte gefunden, die uns gefallen und nicht gefallen haben.
Wir hoffen ihr bleibt uns weiterhin treu und wünschen euch nun viel Spaß beim Lesen unseres Testberichts.

Inhaltsverzeichnis

Verpackung, Versand und Inhalt

Verpackung (1)

Gut verpackt erreicht uns der Anycubic I3 Mega nach ca. einer Woche, da Gearbest ihn aus dem neuen Tschechischen Lager versandt hat.

Alleine schon der Karton, in dem der Drucker geliefert wird, macht einen guten Eindruck. Die stabile Pappe und die gute Verklebung scheinen den Drucker gut zu schützen.
Innen erwarten uns mal wieder ganz viel Schaumstoff und Plastiktüten und lässt unsere Wertstofftonne fast platzen.
Alles ist sehr passgenau verpackt, so dass Beschädigungen fast auszuschließen sind.
Neben dem Drucker erwartet uns such eine prallgefüllte Tüte mit Werkzeug und Ersatzteilen, wie z.B. ein komplettes Hotend und einem Endstop.
Eine Rolle schwarzes PLA, eine 8GB SD-Karte und das obligatorische USB-Kabel liegen dem Gesamtpaket ebenfalls dabei, so dass es direkt mit dem Drucken losgehen kann.

Mechanischer Aufbau des Druckers

Der mechanische Aufbau des Anycubic I3 Mega hält sich, wie es bereits der Name erahnen lässt, an das Prinzip des Prusa i3.
Das bedeutet aber auch, dass das Druckbett gleichzeitig als Y-Achse dient und somit das Bauteil bewegt wird, was sich auf die Druckgeschwindigkeit auswirkt.
Schneller als 80-100 mm/s solltet ihr ohnehin nicht mit dem I3 Mega drucken, worauf wir aber gleich zu sprechen kommen.

Was beim Anycubic I3 Mega direkt auffällt ist, dass der gesamte Drucker ziemlich bullig und wuchtig daherkommt. Dies liegt in der besonderen Aufbauweise des Druckers, denn der Drucker besteht nicht aus einem Rahmen aus Acryl oder Aluminiumprofilen. Alle Gehäuse und Rahmenteile bestehen aus gekanteten und schwarz-pulverbeschichteten Blechen, welche miteinander verschweißt oder verschraubt sind.
Man findet am Anycubic I3 Mega kein einziges gedrucktes Bauteil. Alle Linearlager, Stangen und Motoren sind mit den Blechkomponenten verbunden.

Leider hat dieser Blechaufbau auch einen entscheidenden Nachteil: es entstehen bei schnellen Druckgeschwindigkeiten Schwingungen, die sich leider in Klappergeräuschen und Fehlern auf dem Bauteil bemerkbar machen. Besonders durch die Winkelkantung des Portalrahmens kommt dieser nicht an die Steifigkeit eines Aluminiumprofilrahmens heran.  Deshalb sollte die Druckgeschwindigkeit, wie bereits erwähnt, nicht allzu schnell gewählt werden.

Es gibt aber auch Sachen, die uns am I3 Mega wirklich gut gefallen:
Alle Linearlager scheinen ausreichend groß dimensioniert zu sein und auch die Grundplatte des Heizbettes macht einen guten Eindruck, was sich beim Leveln des Druckers sehr positiv auswirkt.
Ebenfalls weicht man von den beliebten Federkupplungen an den Z-Spindeln ab und hat stattdessen starre Kupplungen zwischen Motoren und Gewindespindeln verbaut.

Eine tolle Sache ist auch das automatische Ausrichten der Z-Achse.
Einmal in Ihrer Höhe nivelliert fährt die Z-Achse immer wieder auf den gleichen Ausganswert zurück, selbst wenn ihr mal eine Seite verdrehen solltet.
Dies wird durch zwei Endschalter und die getrennte Versorgung der Steppermotoren mit jeweils einem eigenen Treiber erreicht.

Zusammenbau

Vormontierte Module machen den Aufbau denkbar einfach.

Der Zusammenbau des Anycubic I3 Mega ist innerhalb von fünf Minuten erledigt, denn es müssen nur zwei bereits vormontierte Module miteinander verschraubt werden.
Das eine Modul ist das Unterteil mit Steuereinheit und Y-Achse, das andere Modul ist das, nennen wir es mal „Portal“, mit der X und Z-Achse. Auch der Extruder sitzt bereits fertig montiert an der X-Achse und braucht, wie alle anderen Komponenten nicht mehr verkabelt werden.

Das Zusammensetzen der beiden Komponenten ist denkbar einfach. Man stellt das Portalmodul auf eine Tischplatte, setzt das Unterteil hinein und verschraubt alles mit insgesamt acht Schrauben.

Die Verkabelung der beiden Module ist noch einfacher.
Seitlich befindet sich am Unterteil ein Anschlussmodul in dem alle Kabel vom Portal eingesteckt werden. Durch unterschiedliche Steckergrößen und Farben ist ein Verwechseln so gut wie ausgeschlossen.

Das war es! Schon hat man einen fast betriebsbereiten Drucker vor sich.

Da der Anycubic I3 Mega in der von uns getesteten Version keinen Autobettlevellingsensor hat, muss noch die Druckplattform manuell gelevelt werden.
Dies geschieht ganz einfach über die vier Rändelschrauben, die unterhalb des Druckbettes zu finden sind. Um den optimalen Abstand zu haben, kann man entweder eine Fühlerlehre, ein Blatt Papier oder die Abdeckung des Heizbettes verwenden.

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Elektronik

Komfortable Bedienung durch Touch-Display

Die Steuerung des Anycubic I3 Mega geschient sehr komfortabel über ein Touch-Display an der Vorderseite des Druckers. Hier können alle nötigen Einstellungen vorgenommen und der Drucker per Hand gesteuert werden.

Ansonsten gibt es für den normalen Anwender nicht viel von der Elektronik zu sehen, da sich diese im Unterteil des Druckers versteckt.

Wir haben nachgesehen und zeigen, welche Komponenten im Anycubic I3 Mega stecken.

Das Mainboard nennt sich TRIGORILLA® und ist ein Eigenbau bzw. eine Lizenzfertigung für Anycubic. Vermutlich wurde ein MKS Board als Grundlage für das Mainboard verwendet.
Alle Kabel sind ordentlich verlegt und in das Mainboard gesteckt oder geschraubt.
Über dem Board befindet sich ein Lüfter, der die Elektronik aktiv kühlen soll. Warum man diesen wiederum mit dem Bodenblech verdeckt, bleibt uns ein Rätsel.
Besonders nützlich erweist sich die Tatsache, dass bei unserer Testversion des Druckers alle Treibermodule aufgesteckt und nicht in das Board integriert sind. So kann man diese bei einem Defekt oder zur Lautstärkereduzierung gegen andere Treiberbausteine, wie die TMC2100, austauschen.
Standardmäßig befinden sich übrigens A4988 Treiber mit 1/16 Schritteinteilung auf dem Mainboard.

Neueste Fotos aus dem Internet aber zeigen, dass Anycubic bei neueren Modellen das Mainboard überarbeitet hat und mittlerweile festverlötete Treiber einsetzt. Dies finden wir sehr schade, da gerade dieses Feature bei manch einem Interessenten zur endgültigen Kaufentscheidung beigetragen hat.

Neben dem Mainboard befindet sich auch das Netzteil im Unterteil des Druckers. Es ist mit 300W groß genug dimensioniert, um alle Komponenten des Druckers mit genügend Spannung zu versorgen. Darüber hinaus findet man noch das Modul für die SD-Karte, das Modul des LCD-Touch Display und das Anschlussmodul für die Stecker des Portalmoduls im Unterteil.

Auch Im Extruderkopf ist eine kleine Platine zu finden. Sie dient als Anschlussmodul für Bauteile wie Hotend und Lüfter. Dies hat den Vorteil, dass man nicht jedes Mal den gesamten Kabelbaum zum Wechseln einer Komponente öffnen muss.

Sowieso ist die gesamte Verkabelung des I3 Mega sehr unauffällig gehalten. Alle Kabel sind entweder versteckt verlegt oder mit einem Kabelschlauch umwickelt. Hierdurch wirkt der ganze Drucker sehr aufgeräumt. Lediglich beim Heizbett hätte man dem I3 Mega noch eine vernünftige Zugentlastung spendieren können.

Erwähnenswert ist übrigens noch, dass der Drucker nach einem Stromausfall den Druck fortsetzen kann. Besonders in Ländern mit einem instabilen Stromnetz oder kleinen Kindern im Haushalt ein sehr nützliches Feature.

Extruder & Hotend

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu schreiben, denn Anycubic setzt bei dem I3 Mega auf einen normalen MK8 Extruder mit gerade verzahnten Extruderrad und einem E3D-Clone als Hotend.
Das Ganze ist beim I3 Mega als Bowden-Setup verbaut und machte bei unseren bisherigen Drucken keinerlei Probleme.

Ein nettes Feature gibt es aber doch noch zu erwähnen: der I3 Mega verfügt, in der uns zur Verfügung gestellten Version, über einen Filament-Ende Sensor, der den Drucker pausieren soll, wenn einmal das Filament ausgeht. Da wir den Drucker aber fast nie autark laufen lassen, ist dies für uns nur ein nettes nice-to-have.

Druckbett

ULTRABASE – so der Name der Druckplattform des I3 Mega. Es handelt sich hierbei um eine direkt mit dem Heatbed verklebte Glasplatte mit einer speziellen Beschichtung. Diese erinnert durch ihr Aussehen ein wenig an das Druckbett des UP Mini. Die ULTRABASE soll perfekte Haftung und gute Ablöseeigenschaften bieten. Und tatsächlich, einmal ausgelevelt hielten bisher bei uns alle Drucke ohne Probleme auf der Oberfläche. Und nach dem Abkühlen konnten diese fast „heruntergepustet“ werden, was uns wirklich sehr gefiel.

Leider erreicht der Drucker in seiner Standardausführung die für die Haftung von ABS benötigten 110°C nicht. Also sollten alle, die den Drucker für ABS verwenden wollen, hier nochmal nacharbeiten. Wir haben es uns ganz einfach gemacht und eine 8mm dicke Korkplatte unter das Heizbett geklebt. Und siehe da, der Drucker erreicht die gewünschte Temperatur.

Erfahrungsbericht

Wir haben den I3 Mega seit mittlerweile knapp 4 Wochen bei uns im Einsatz und haben schon einige Höhen und Tiefen mit ihm erlebt.
Die erste Enttäuschung kam direkt nach dem Zusammenbau und dem ersten Leveln des Druckers. Einer der beiden Z-Motoren verweigerte den Dienst, so dass wir uns auf die Fehlersuche machten. Nachdem wir sämtliche Kabel und Steckverbindungen durchgemessen und getestet haben, konnten wir einen defekten Treiber als Fehlerursache ausmachen.
Gut, dass diese austauschbar sind und wir noch einen passenden Treiber auftreiben konnten.
Seitdem wir diesen ausgetauscht haben, läuft der Drucker wie am Schnürchen.

Mittlerweile macht der Mainboard-Lüfter unschöne Geräusche, so dass wir von einem beginnenden Lagerschaden ausgehen und den Lüfter zeitnah ersetzen werden.

Von den Druckergebnissen, die der I3 Mega liefert, sind wir bislang nicht enttäuscht worden. Wir haben den Drucker in der Weihnachtszeit genutzt, um mit ihm Geschenke für die Familien zu drucken. Auch andere Bauteile stellen für den Anycubic I3 Mega kein Problem dar.
Wirklich begeistert sind wir aber von der ULTRABASE Druckoberfläche. Die Drucke haften auf ihr perfekt und lassen sich nach dem Abkühlen fast wie von selbst entfernen.

Was wir beim I3 Mega vermissen, sind die Einstellmöglichkeiten z.B. für Steps/mm oder der PID-Regelung. Dort sollte man seitens Anycubic vielleicht noch einmal nachbessern und das Ganze offener gestalten.

Hier noch ein paar Beispiele für die Druckqualität

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Fazit

Der Anycubic bietet Stärken und Schwächen. Die Druckergebnisse sind mehr als zufriedenstellend und machen eine gute Figur. Leider schwächelt der Drucker bei schnelleren Geschwindigkeiten und schwingt sich auf.
Für ABS ist die Standardversion ohne isoliertes Heizbett nicht zu gebrauchen. Hier sollte man von Anfang an nachbessern.
Besonders gefallen uns das Features der selbstnivellierenden Z-Achse und die ULTRABASE-Druckoberfläche.
Leider wurde unser Testdrucker mit einem Defekt am zweiten Z-Achsen Treiber ausgeliefert und mittlerweile versagt der Lüfter des Mainboards den Dienst.

Dennoch ist der Anycubic ein 3D-Drucker für Einsteiger und als Zweit- oder Drittgerät eine ganz gute Wahl. Das System ist gut aufeinander abgestimmt, so dass das Drucken out-of-the-box kein Problem sein sollte.

Wir geben dem Drucker 3,5 von 5 Punkten.

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Review: Creality3D CR-10

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Auch wir von SELBSTgedruckt konnten nicht wiederstehen und haben natürlich den Creality3D CR-10 getestet.
Auch wenn schon viel über den CR-10 berichtet wurde, so gibt es dennoch ein paar interessante Punkte zu entdecken.

Fangen wir mal ganz vorne mit den verschiedenen Varianten an:
Es gibt mittlerweile vom Creality3D CR-10 vier verschiedene Varianten und wenn man den Veröffentlichungen auf diversen Social Media Plattformen Glauben schenkt, dann werden noch ein paar weitere folgen.

Modellübersicht

CR-10 (Grundmodell)

Das Grundmodell des Creality3D CR-10 gibt es seit ca. einem Jahr auf dem Markt und ist Ausgangsbasis für alle weiteren Modelle.
Die Baugröße des Druckers beträgt 300 x 300 x 400mm (L x B x H) und ist in den Farben Blau und Coffee/Black erhältlich.
Der Aufbau des Druckers ist an die beliebte Prusa-Bauform angelehnt und besteht aus 20×40 bzw. 20×20 Aluminiumprofilen. Alle Anbauteile sind, bis auf die Halter der Endstops und der Maschinenfüße, aus Aluminium hergestellt.
Creality3D verzichtet bei seinem Aufbau auf die sonst gerne eingesetzten Rundstangen als Führung und setzt lieber auf V-Slot Rollen, welche passend in den Aluminiumprofilen laufen.
Der größte Unterschied zu allen anderen Modellen besteht aber darin, dass der CR-10 im Grundmodell nur über einen Z-Achsenantrieb verfügt.

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CR-10S

Seit August 2017 gibt es eine als CR-10S oder manchmal auch „Upgraded Version“ bezeichnete Version des CR-10 3D-Drucker.
In der Bauraumgröße gleicht der CR-10S dem CR-10, jedoch unterscheidet er sich in folgenden Punkten:

Neben einem zweiten Z-Achsenantrieb wurde dem CR-10S ein Filamentsensor spendiert, welcher überwacht, ob noch genug Filament vorhanden ist. Zudem besitzt der CR-10S ein überarbeitetes Mainboard, welches Firmware Änderungen von Anfang an zulässt.
Beim CR-10 ist dies bisher nur durch Aufspielen eines Bootloaders möglich gewesen.

Neben den großen Unterschieden hat der CR-10S noch ein paar kleinere Upgrades erhalten.
Es wurden zum einen der Extruder überarbeitet, so dass ein Ausreißen der Pushfit Verschraubung verhindert werden soll. Das Heizbett verfügt nun über eine Zugentlastung, die dafür sorgt, dass an dieser Stelle keine Kabelbrüche entstehen.

Das „Factory Upgrade Kit“ ist  beim Hersteller erhältlich. Link: http://www.creality3donline.com/product_detail.html?product_id=44)

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CR-10 S4

Die Version CR-10 S4 ist, wie er Name bereits erahnen lässt, auch eine „S“, also überarbeitete Version des CR-10. Beim „S4“ wurde jedoch der Bauraum auf 400 x 400 x 400mm vergrößert. Zudem wird das Heizbett nicht mehr über ein mittig montiertes Aluminiumprofil geführt, sondern über zwei Profile, welche links und rechts vom Riemenantrieb montiert sitzen.

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CR-10 S5

Der CR-10 S5 ist derzeit die größte Version der CR-10 Familie. Sein Bauraum beträgt 500 x 500 x 500mm.
Der Aufbau ist, wie sein kleinerer Bruder CR-10 4S, mit zwei Führungsprofilen für das Heizbet (Y-Achse) ausgestattet.

Der Preis für diese Version beträgt zwischen 799€ und 1200€, je nach Händler.

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CR-10 Mini

Neben den „großen“ Druckern, gibt es auch eine Mini-Version des CR-10.
Dessen Bauraum beträgt „nur“ 300x220x300mm und ist somit rund 45% kleiner, als der des CR-10.
Ein Vorteil des kleineren Bauraum besteht aber in der kürzeren Aufheizzeit des Heizbettes.

Der CR-10 Mini verfügt aber nicht wie die „S“ Versionen über einen zweiten Z-Achsenantrieb und Filamnetsensor.
Somit ist der Mini wirklich nur eine kleine Version des CR-10.

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Technische Daten (mit Vergleich der Modelle)

HerstellerCreality3DCreality3DCreality3DCreality3DCreality3D
VersionCR-10CR-10SCR-10 4SCR-10 5SCR-10 Mini
Druckermaße (LxBxH)615 x 600 x 490 mm615 x 600 x 490 mm600 x 680 x 615 mm600 x 760 x 620 mm 490 x 420 x 500 mm
Max. Druckbereich (LxBxH)300 x 300 x 400 mm300 x 300 x 400 mm400 x 400 x 400 mm500 x 500 x 500 mm300 x 220 x 300 mm
Z-Antriebe1 x Trapezgewindespindel ø8mm2 x Trapezgewindespindel ø8mm2 x Trapezgewindespindel ø8mm2 x Trapezgewindespindel ø8mm1 x Trapezgewindespindel ø8mm
Filamentsensorneinjajajanein
TechnologieFFF/FDMFFF/FDMFFF/FDMFFF/FDMFFF/FDM
Ausführungvormontierter Bausatzvormontierter Bausatzvormontierter Bausatzvormontierter Bausatzvormontierter Bausatz
RahmenmaterialAluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
ExtruderartBowden ExtruderBowden ExtruderBowden ExtruderBowden ExtruderBowden Extruder
Filament Durchmesser1.75 mm1.75 mm1.75 mm1.75 mm1.75 mm
Düsendurchmesser0.4 mm0.4 mm0.4 mm0.4 mm0.4 mm
Druckplattformbeheizt 12Vbeheizt 12Vbeheizt 12Vbeheizt 12Vbeheizt 12V
Unterstütztes MaterialPLA, ABS, PETG uvm.PLA, ABS, PETG uvm.PLA, ABS, PETG uvm.PLA, ABS, PETG uvm.PLA, ABS, PETG uvm.
AnschlussmöglichkeitenUSB / SD KarteUSB / SD KarteUSB / SD KarteUSB / SD KarteUSB / SD Karte
Softwarealle gängigen Sliceralle gängigen Sliceralle gängigen Sliceralle gängigen Sliceralle gängigen Slicer
Systemanforderungenab Windows 7 / MAC OSab Windows 7 / MAC OSab Windows 7 / MAC OSab Windows 7 / MAC OSab Windows 7 / MAC OS
Dateiformat.stl , .obj, g-code.stl , .obj, g-code.stl , .obj, g-code.stl , .obj, g-code.stl , .obj, g-code
Farbeschwarz - orange (coffee)
schwarz - blau
schwarz - orange (coffee)
schwarz - blau
schwarz - orange (coffee)schwarz - blauschwarz - blau
DisplayFull Graphics DisplayFull Graphics DisplayFull Graphics DisplayFull Graphics DisplayFull Graphics Display
Hersteller LandChinaChinaChinaChinaChina
Gewicht 13kg13,5kg15kg19kg7,5kg



Aufbau

Der Aufbau des CR-10 ist sehr schnell gemacht, da dieser schon zu 90% vormontiert zu Euch nach Hause kommt. Es müssen lediglich das Portal, an welchem sich der Extruder befindet, an den Grundrahmen verschraubt und die Motoren und Endstops mit der Controlbox verbunden werden.

Alle Kabel sind beschriftet und mit Steckern versehen, so dass ein Verwechseln fast ausgeschlossen werden kann. Besonders schön ist, dass die Kabel bereits vom Hersteller gesleevt, dass heißt mit einem Schutzgeflecht ummantelt, wurden.

Gut verpackt hat der CR-10 uns erreicht

Bild 1 von 6

Tipp:
Kontrolliert vor dem ersten Druck nochmals alle Schrauben auf Festsitz und alle Führungswagen auf Spiel. Es gibt Drucker, die ausgeliefert wurden, die besonders in der Y-Achse sehr viel Spiel hatten.
Sicherlich macht es auch nochmal Sinn, die Riemenspannungen dabei zu prüfen.

Elektronik

Der CR-10 verfügt, wie bereits erwähnt, über eine Controlbox, welche das Netzteil, das Mainboard sowie das Display beinhaltet.

Es müssen keinerlei Verdrahtungsarbeiten mehr innerhalb dieser Box durchgeführt werden, weil alle Anschlüsse und Anschlusskabel bereits nach außen geführt sind.
An der Rückseite befinden sich drei Buchsen, welche zum Anschluss des Heizbettes, des Hotends und der Stromversorgung dienen.
Zudem ist noch ein Ein- und Ausschalter für den Drucker an der Rückseite vorhanden

Wir haben trotzdem einmal reingeschaut, um zu wissen was drinsteckt:

Nachdem wir die Schutzabdeckung (natürlich im stromlosen Zustand) entfernt haben, offenbarte sich als erstes das Netzteil des Druckers. Dieses verfügt über 12V und rund 30A, so dass wir von einer Gesamtleistung von rund 360W ausgehen. Diese Leistung ist bis jetzt für unsere Testdrucke ausreichend gewesen und braucht, unserer Meinung nach, auch nicht geändert werden.

Als nächstes entfernten wir das oben beschriebene Netzteil, so dass wir einen Blick auf das Mainboard und alle weiteren verwendeten Komponenten werfen konnten.

Beim Mainboard handelt es sich wohl um ein Melzi Board, welches speziell für Creality3D hergestellt wird. Die Motortreiber befinden sich fest verlötet auf der Platine und lassen sich nicht austauschen.
Ebenso wenig lassen sich noch weitere Komponenten anschließen.
Wer also seinen Drucker erweitern will, wie zum Beispiel auf einen Dual-Extruder, der muss leider auf ein neues Mainboard zurückgreifen, dies aber nur am Rande.

Blick in das Innere der Controlbox - Schaltnetzteil mit Aktivkühler

Bild 1 von 4

Problematisch ist eher, dass sich der normale CR-10 ohne Umwege nicht Updaten lässt. Creality3D hat nämlich keinen Bootloader auf das Board gespielt, so dass ein Wechsel oder Update der Firmware zu einem Abenteuerausflug wird. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal…

Das Betriebssystem oder besser gesagt die Firmware, mit der der CR-10 läuft, scheint eine abgespeckte Version von Marlin zu sein. Leider lassen sich Aufgrund des oben beschriebenen Problems kein PID-Tunings durchführen, bzw. die Daten speichern.

Doch nicht nur das Mainboard, sondern auch das Display befindet sich in der Controlbox. Dieses ist als Full Graphics ausgeführt.
Mittels Drehknopf könnt Ihr bequem durch die Menüs steuern und die benötigten Änderungen vornehmen.

Ansonsten sind noch ein paar Lüfter und das Mosfet des Heizbetts im Inneren zu finden.

Extruder und Hotend

Beim Extruder setzt Creality3D auf einen Bowdenextruder. Dieser ist nicht untersetzt, sondern treibt das Förderrad direkt an, um das Filament zum Hotend zu fördern.

Beim Hotend handelt es sich anscheined um einen Eigenbau, welcher aber vom Grund her wie ein E3D funktioniert.
Die Düsen, welche Ihr für das Hotend benötigt haben übrigens die Bezeichnung MK8 und lassen sich fast überall im Zubehör kaufen.
Mittlerweile gibt es auch gute Umbausets, die das Hotend zu einem All-Metal Hotend machen und damit Temperaturen von über 240°C zulassen. 

 

Druckqualität

Zugegeben, für einen 300€ Drucker liefert der CR-10 erstaunlich gute Ergebnisse. Wir können bis jetzt nichts Negatives feststellen. Die Auflösung kann mit der standardmäßig verbauten 0,4mm Düse von 0,05 – 0,3mm variiert werden und lässt damit ein breites Spektrum an Möglichkeiten zu.

Twisted Vase - 250mm hoch

Bild 1 von 4

Lediglich bei ABS haben wir Probleme gehabt das Material zu drucken, da das Heizbett nicht in den Temperaturbereich von über 80°C kommt. Hier müsst Ihr dann selber Hand anlegen und das Heizbett von unten isolieren. Außerdem ist die offene Bauweise nicht unbedingt förderlich, da Zugluft zusätzliche Probleme machen kann.

Wir haben nach einer Woche übrigens einen zweiten Z-Achsenantrieb verbaut um zu sehen, ob sich die Qualität verändert. Wir müssen sagen, es ist ein Unterschied erkennbar, ob dieser für Euch relevant ist, müsst Ihr aber für Euch selbst entscheiden.

Mit dem Umbaukit für den CR-10 erhaltet Ihr einen zweiten Z-Achsenantrieb

Das Umbaukit kostet rund 40-60€ und ist hier erhältlich.

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Fazit

Der CR-10 ist ein starker Drucker mit kleinen Defiziten in der Standardversion.
Wer einen günstigen Drucker mit Top Ergebnissen sucht, der ist hier gut beraten.
Lediglich der fehlende zweite Z-Antrieb und die fehlende Möglichkeit des Firmwareupdates schmälern den Spaß am CR-10 (Standard).
Wer diese Features direkt von Anfang an haben möchten, der sollte lieber direkt zum CR-10S greifen.
Ansonsten ist der CR-10 wirklich empfehlenswert und unserer Meinung nach für Anfänger bestens geeignet, da man die Technik gut kennenlernen kann, ohne noch große Umbauten zu vollziehen.
Wer es größer braucht, der kann auf den CR-10 4S bzw. 5S zurückgreifen und auch eine Mini Version ist zu bekommen.
Diese verzichtet allerdings wiederr auf den zweiten Z-Achsenantrieb.

Der CR-10 Standard erhält von uns 4,5 von 5 Punkten.

Vielen Dank an Gearbest für die Bereitstellung des Testdruckers.

Tipp: Simplify3D – Grundlagen (Videosammlung)

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Wir haben hier für Euch ein paar Videos zusammengefasst, die den Umgang mit dem Slicer Simplify3D vereinfachen sollen.
Natürlich hätten wir auch selber ein paar Videos machen können, aber wir finden die Videos von Multec sehr gut und informativ, so dass wir Euch diese hier zeigen möchten.
Es werden in den Videos nicht nur die Grundlagen erklärt, sondern später auch einzelne Tipps und Tricks veraten, wie Ihr Simplify3D noch optimierter nutzen könnt.

Solltet Ihr spezielle Fragen haben oder bestimmte Funktionen genauer erklärt bekommen wollen, dann lasst es uns wissen und wir werden versuchen auf Eure Fragen einzugehen.
Nutzt dafür bitte die Kommentarfunktion.

Und nun viel Spaß beim Zuschauen.

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Review: TEVO Tarantula

Nachdem wir mittlerweile schon einige 3D-Drucker im Preisbereich von 100-299€ testen konnten,  haben wir nun die Möglichkeit bekommen den TEVO Tarantula i3 auf Herz und Nieren zu testen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei Gearbest, die uns den Drucker für diesen Test zu Verfügung gestellt haben.

Den TEVO Tarantula gibt es bereits ab 160€ bei Gearbest

Features

  • Druckgröße 200 x 200 x 200mm
  • Aluminiumrahmen aus 20/20 bzw. 20/40 Profil
  • E3D Extruder (Clone) mit Bowden
  • MKS Base 1.4 Mainboard
  • Dual-Extruder Update möglich

Unboxing

Wir haben den TEVO Tarantula als DIY Bausatz erhalten  der, im Vergleich zu anderen 3D-Druckerbausätzen, sehr gut verpackt geliefert wurde.
Direkt nach dem Öffnen des Deckels wird schon klar, dass TEVO sich hier besondere Mühe gegeben hat, den Druckerbausatz ohne Beschädigungen zum Kunden zu liefern.
Alle Bauteile sind auf mehreren Etagen in einem Weichschaumstoff verpackt, Schrauben und Kleinteile befinden sich in durchnummerierten Zip-Beuteln und die Acrylteile sind, wie auch sonst 😉 , mit einer Schutzschicht beklebt.
Die Aufbauanleitung und alle weiteren Dokumente des Druckers sind nicht, wie oftmals üblich nur einfache Kopien, sondern als gebundenes Heft oder Hochglanzpapier im Karton zu finden.
Besonders erwähnenswert ist, dass TEVO neben dem normalen Aluminium-Extruder auch einen weiteren Extruder mitliefert.
Es handelt sich dabei um den TEVO Titan*, der offensichtlich ein Clone des E3D Titan Extruders ist.

Aufbau

Leider lief der Aufbau des Druckers nicht so, wie wir es nach dem ersten guten Eindruck erwartet hätten.

Der Grund lässt sich schnell ausmachen:
Die Aufbauanleitung ist leider das Papier nicht wert, auf der Sie gedruckt ist.

Die Beschreibungen der ersten Montageschritte passen noch, aber danach machen falsche oder fehlende Bilder den Aufbau zu einem schwierigen Puzzlespiel.
Gut, dass hier das Internet alle Nötigen Informationen in Text und Bild bereithält.

 

Positiv wiederum ist zu bemerken, dass alle Schrauben und Kleinteile in Beutel verpackt sind.
Durch die aufgeklebte Nummerierung war es ganz schnell möglich die für den Montageschritt benötigten Teile zu finden.
Der Aufbau an sich war innerhalb eines Tages erledigt.
Lediglich mit den Verbindungen der Aluminiumprofile haben wir uns schwer getan.
Hier mussten wir des Öfteren nachbessern und sehr viel Sorgfalt walten lassen, um diese rechtwinklig miteinander zu verbinden.
Anders war es bei den Führungswagen der Achsen. Diese ließen sich sehr schnell zusammensetzen und später an den Aluminiumprofilen dank Exzentermutter ausrichten.

Endschalter mit schlecht angelötetem Kabel

Diese Führungsart mit den T-Slot Profilen und den dazugehörigen Rollen gefällt uns im Allgemeinen eh sehr gut.

Auch beim Heizbett hat TEVO nicht gespart. So ist dieses bereits vom Werk aus mit einer Dauerdruckfolie versehen. Zudem ist das Heizbett von unten mit einer Schaumstoffschicht und Aluminiumkaschierung beklebt, was das Aufheizen der Platte erheblich beschleunigt.
Auch wenn die ganze Halterung etwas instabil erscheint, so konnten wir den Drucker vernünftig kalibrieren und brauchten das Heizbett bis jetzt auch noch nicht nachstellen.

Leider ist neben der schlechten Aufbauanleitung noch etwas weiteres aufgefallen:
Durch ein schlecht angelötetes Kabel des Z-Endstops funktionierte dieser nicht richtig und so zerbrach beim ersten Homing die Halteplatte des Z-Motors.
Nach diesem Crash kontrollierten wir alle weiteren Endschalter und mussten zwei von drei nachlöten.

 

Druckqualität

Die Qualität der Drucke ist, für einen 3D-Drucker dieser Preisklasse, schon sehr gut und im oberen Bereich anzusiedeln.
Dies scheint aber auch insbesondere an dem mitgelieferten und von uns montierten TEVO Titan* Extruder zu liegen.

 TEVO Titan Extruder

Das Besondere an dem Extruder ist, dass er mit einer Untersetzung arbeitet und sich so noch genauer einstellen lässt. Zudem kann der Andruck der Führungsrolle auf das Filament mittels einer Schraube eingestellt werden.
Um den Titan Extruder zu nutzen müssen aber in der Firmware des Druckers ein paar Einstellungen vorgenommen werden. Zum einen muss die Drehrichtung des Motors invertiert werden und zum anderen müssen die Steps/mm bedingt durch die Untersetzung angepasst werden.
Durch die Verwendung unserer Berechnungstools, war dies jedoch kein Problem.

E3D Hotend ohne Bauteilkühler

Die Auflösung des Druckers wird vom Hersteller übrigens mit 0,05mm angegeben, was wir anhand nur einer Z-Spindel für sportlich halten.
Wer diese Auflösung erreichen möchte, der greift am besten auf das Z-Achsen Upgrade zurück, welches dem Drucker einen zweiten Z-Spindelantrieb spendiert und für rund 60€ erhältlich ist.
Hier gibt es den Kauflink dazu: https://www.monkeyprints.de/tevo-tarantula-dual-z-upgrade-kit.html

Die von uns eingestellten 0,2mm schaffte der TEVO Tarantula aber ohne Probleme.
Die eingestellte Druckgeschwindigkeit lag bei unseren Tests immer um 60-80 mm/s, welche der Drucker ebenfalls problemlos schaffte.
Flexible Filamente konnten wir mit dem Drucker aufgrund des Bowden-Setup nicht drucken, was wir aber nicht als tragisch empfanden.

Tipp: Um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, solltet ihr direkt einen Bauteilkühler verbauen. Wir haben der Einfachheit halber einen ganz normalen 40×40 Lüfter verbaut und konnten direkt Verbesserungen im Druckbild feststellen.

Elektronik

Mainboard MKS Base 1.4

TEVO liefert den Tarantula von Haus aus mit einem MKS Base 1.4 aus, was in dieser günstigen Preisklasse ungewöhnlich ist.
Für den Anfang ist Repetier als Firmware auf dem Board aufgespielt, was aber problemlos auf Marlin geändert werden kann.
Beim Display setzt man auf das althergebrachte 2004 Display mit 20 Zeichen und 4 Zeilen.
Für die Steuerung durch die Menüs wird ein Drehgeber mit Push-Pin verwendet und erleichtert damit das Durchscrollen erheblich.
Alle Bewegungen werden durch NEMA 17 Motoren ausgeführt, wie es mittlerweile bei fast allen 3D-Druckern Standard ist.
Solltet ihr den Tarantula mit einem Single-Extruder gekauft haben, so könnt ihr diesen, dank des freien Extruder-Steckplatzes zum Dual-Extruder erweitern.
Beim Verkabeln der Elektronik haben wir darauf geachtet alle Kabel, sofern noch nicht vom Werk aus geschehen, mit Kabelschuhen bzw. Aderhülsen zu versehen.

Was uns gar nicht gefallen hat, ist dass das Netzteil keine Halterung am Rahmen besitzt und einfach nur auf den Tisch gelegt wird. Auch fehlt eine Abdeckung über der Klemmleiste, so dass ein Berühren der spannungführenden Leitung lebensgefährliche Folgen haben kann.
Hier empfehlen wir euch, direkt einen Schutz zu drucken, um diese Stelle sicher zu gestalten.

Fazit

Negativ sind vor allem die schlechte Aufbauanleitung und die Stromversorgung aufgefallen, die im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein kann.
Hier muss der Hersteller noch einmal dringend nachbessern!
Auch bei Lötpunkten der Endstops muss TEVO etwas mehr Sorgfalt walten lassen, damit sich die Anschlusskabel nicht direkt lösen.

Gut gefallen haben uns besonders die Führungen der Führungswagen und der Titan Extruder, welcher erstaunlich gute Ergebnisse liefert.
Auch der Rahmen ist extrem steif und wirkt durch das schwarz eloxierte Aluminium sehr edel.
Auch die Updatemöglichkeit zum Dual-Extruder macht den Tarantula zu einem sehr interessanten Drucker.

Wer einen wirklich starken 3D-Drucker im unteren Preissegment sucht, der auch noch mit einem stabilen Rahmen ausgestattet ist, der ist mit dem TEVO Tarantula gut beraten.
Das Gerät ist für 160-250€, je nach Ausführung, erhältlich und macht somit einen günstigen Einstieg in den 3D-Druck möglich.
Ein Wehrmutstropfen ist und bleibt die fehlende zweite Z-Spindel, die sich aber bei unseren Tests nicht groß bemerkbar machte.
Der Drucker hat aber durch seine Erweiterungsmöglichkeiten zum Dual-Extruder-Drucker noch gutes Ausbaupotential. Und kann durch kleinere Updates weiter verbessert werden.

Uns hat der Drucker von allen „Billigdruckern“ am besten gefallen und möchten ihn euch wärmstens empfehlen.

Wir geben dem Drucker insgesamt 4 von 5 Punkten.

 

News: Ultimaker präsentiert ‚Ultimaker Cura 3.0‘

Aus Cura wird Ultimaker Cura und dies ist nicht die einzige Veränderung, die der niederländische Druckerhersteller Ultimaker an seiner kostenlosen Slicing-Software vornimmt.
Die heute veröffentlichte Version 3.0 hat neben einer neuen Bedienoberfläche noch weitere innovative Neuerungen an Bord, welche wir Euch hier gerne vorstellen möchten:

Neue Bedienoberfläche von Ultimaker Cura 3.0 (Quelle: https://ultimaker.com)

Die  einfache, intuitive Bedienbarkeit scheint auch bei Ultimaker mit der neuen Version von Ultimaker Cura in den Mittelpunkt gerückt zu sein. In der Standardansicht können jetzt die empfohlenen Einstellungen per Schieberegler schnell und einfach vorgenommen werden.
Dieser Modus richtet sich besonders an Anfänger und Laien, die den 3D-Druck erst kennenlernen wollen.

Sliders in recommended mode
Neue Schieberegler für noch einfachere Druckeinstellungen (Quelle: https://ultimaker.com)

 

Hier sind auch die Parameter für optimierte Druckzeiten und Materialverbräuche angepasst worden, um die Druckkosten und –zeiten so gering wie möglich zu gestalten.

Natürlich gibt es in Ultimaker Cura auch weiterhin einen Expertenmodus, mit dem auf über 200 Parameter der Slicing-Software Einfluss genommen werden kann. Somit kann jeder seine individuellen  Druckparameter finden.

Auch die Integration von Ultimaker Cura zu CAD-Systemen wurde im neuen Update verbessert, so dass es nun beispielsweise nahtlose Verknüpfungen zwischen Siemens NX oder Solid Works gibt.

Diese Verbesserungen gibt es

  • Die Startzeit beträgt in etwa nur noch die Hälfte zur vorherigen Version
  • Der Begrüßungsbildschirm wurde auf das neue Design angepasst
  • Einführung von Schiebereglern: alle empfohlenen Einstellungen können nun über Schieberegler geändert werden, wie zum Beispiel die Schichthöhe, die Druckgeschwindigkeit und die Stärke des Infills
  • Die Darstellung der Bauteilplattform wurde angepasst und mit einem 10mm bzw. 1mm Raster versehen, um die Bauteile noch präziser zu positionieren.

    Das Raster der Bauteilplattform wurde überarbeitet und beträgt nun 10mm bzw. 1mm (Quelle: https://ultimaker.com)
  • Menüpositionen und Informationsfenster wurden an neue Stellen platziert (z.B. Ebenenansicht und Druckzeit)

    Print timer
    Neue Positionen für Menueeinträge (Quelle: https://ultimaker.com)
  • Extruder können über eigene Schaltflächen angewählt werden

Neue Einstellungen für Druckparameter:

Optimierte Einstellungen für PVA Supportmaterial:
Die Druckzeiten und der Materialverbrauch können durch neue Features reduziert werden. Die Füllstruktur verändert sich während des Drucks von einem grob- zu einem feinmaschigen Netz, um nur dort die Unterstützung zu geben, wo sie benötigt wird. Dies wirkt sich auch auf die Auflösezeiten des PVA aus. Bei Fein- und Normalqualitätseinstellung werden PVA-Füllschichten mit doppelter Dicke gedruckt, was die Druckzeit noch einmal mehr verringert.

 

links mit Cura V2.6 gesliced – rechts mit Ultimaker Cura V3.0 gesliced (Quelle: https://ultimaker.com)

 

Position der Z-Nahtstelle:
Diese Einstellung macht es möglich, dass der Benutzer die Kontrolle darüber hat, wo die Nahtstelle des Schichtwechsels platziert wird. Hierdurch können Oberflächen gedruckt werden, die nicht durch Nahtstellen gestört zu werden.

 

Fülloption Kreuzfüllung:
Das besondere dieses neuen Füllmusters ist, dass dieses im Vergleich zu anderen Infill-Typen weniger Retraktion erfordert. Besonders bei flexiblen Modellen gibt dieses Füllmuster mehr Modell-Widerstand, behält aber trotzdem die weiche Eigenschaft des Filaments bei.

 

neue Fülloption – Kreuzfüllung (Quelle: https://ultimaker.com)

 

Optimierungen für dünne Schichten und Übergänge

  • Skin removal width: Dünne Schichten können angepasst werden, um Vibrationen des Druckkopfes zu verhindern.
Skin removal width comparison
Skin removal width (Quelle: https://ultimaker.com)
  • Skin expand distance: Übergänge zum Infill können optimiert werden um Hohen Aufbauten mehr Stabilität zu geben.
Skin expand distance comparison
Skin expand distance (Quelle: https://ultimaker.com)
  • Minimum extrusion for skin: Um Füllflächen wird nun standardmäßig ein Rahmen gedruckt, um ausfransen der Ränder zu vermeiden.
Extra skin wall count
Minimum extrusion for skin (Quelle: https://ultimaker.com)

 

Bug fixes

  • Benutzerdefinierte Materialprofile werden nicht mehr an Ultimaker Cura gesendet, wenn sie an einen Drucker angeschlossen werden.
  • Z-Hop mit Schichtwechsel synchronisieren
  • Speicherverlust bei MacOS
  • Druckername wird beim Öffnen der Projektdatei nicht geladen
  • Doodle3D WLAN-Box ist standardmäßig auf Nicht-Ultimaker 3-Maschinen ausgewählt

News: Prusa i3 MK3 – der beste Prusa den es je gab?

Anknüpfend an die Erfolgsgeschichte des Prusa i3 MK2 könnt Ihr seit heute das neue Meisterwerk von Josef Prusa, den Prusa i3 MK3 vorbestellen.


 Ein optischer Filamentsensor, EINSY RAMBo Motherboard mit 256 Microsteps Trinamic Treibern und ein neuartiger Aufbau der Y-Achse sind nur einige der großen Neuerungen des MK3.
Es scheint so, als ob Josef Prusa wieder ein genialer Coup gelungen ist.

Schauen wir uns mal genauer an, was uns mit dem neuen MK3 alles erwartet:

Quelle: Screenshot YouTube Video by Prusa Research (https://youtu.be/hwNIzQLtHnU)

 

Wie bereits geschrieben, wird der neue Prusa i3 MK3 über einen optischen Filamentsensor verfügen, der nicht nur den Fluss des Filamentes überwacht und bei drohender Verstopfung der Düse den Druck unterbricht, sondern er hilft beim Einfädeln des Filaments in den Extruder und stoppt den Druck bei Materialende.

Der neuartige Bondtech Extruder ist laut Prusa Research einer der besten, den es je gab. Durch seine zwei Förderrollen ist ein Durchrutschen des Materials fast unmöglich.
Zudem verfügt der neue Extruder nun über einen P.I.N.D.A 2  Autolevelsensor, welcher dank eines eingebauten Thermistors die Temperaturschwankungen beim Bedlevelling kompensiert.
Eine radiale Lüfterdüse sorgt für die optimale Kühlung des Materials nach dem Austritt aus der Düse und gibt die Luft nun von zwei Seiten ab.

Quelle: Screenshot YouTube Video by Pursa Resaerch (https://youtu.be/hwNIzQLtHnU)

 

Die größte Neuerung allerdings ist der Schritt zur 24V Stromversorgung und dem Einsatz des EINSY RAMBo motherboard. Dies macht es möglich, dass der Prusa i3 MK3 mit Trinamic Microsteppern ausgestattet worden ist, welche 256 Mircosteps Auflösung haben und damit sehr viel leiser sind, als die bisherigen Steppertreiber. Des Weiteren soll eine Kontrollfunktion das sogenannte „layer shifting“ also ein Versatz der Layer verhindern. Doch nicht nur die neuen Steppertreiber sorgen für Ruhe, so wurde beim MK3 auf drehzahlgesteuerte Noctua Lüfter gesetzt, welche nochmal erheblich leiser sein sollen.

 

Quelle: Screenshot YouTube Video by Pursa Resaerch (https://youtu.be/hwNIzQLtHnU)

Neu ist auch der Aufbau der Y-Achse, denn hier werden mit dem MK3 erstmals Aluminiumprofile verbaut, die dafür Sorge tragen, dass mit dem Prusa i3 MK3 Druckgeschwindigkeiten von 200mm/s und mehr erreichet werden können.

Auf der Y-Achse befindet sich übrigens noch eine weitere Innovation:
Ein neuartiges Druckbett mit Magnetwechselsystem.  Durch auswechselbare Federstahlblechplatten mit bewährter PEI-Oberfläche, lassen sich ganz schnell neue Druckjobs starten, ohne das man auf das Abkühlen des Druckbettes warten muss. Zudem können die Drucke dank der Biegsamkeit der Federblechplatte schnell und einfach von der PEI-Oberfläche gelöst werden.

 

 

Der 769,00€ teure Bausatz bzw. das 999,00€ teure Fertiggerät kann ab sofort bei Prusa Research vorbestellt werden und wird ab November 2017 ausgeliefert.

 

 

Magazin: Anet E10 – alles nur ein Hype?




Das Ziel von Anet ist klar: Mit dem E10 will man dem Creality CR10 Konkurenz machen. Doch ist das überhaupt möglich?

Wir sind über ein Video im Internet gestolpert, in dem der E10 unter die Lupe genommen wurde. Schnell wird klar, der Anet E10 kommt in dem Video nicht gut weg.
Als erstes wird bemängelt, dass beim Anet E10 Bauteile verwendet werden, die aus dem 3D-Drucker stammen. Über diesen Punkt lässt sich streiten, denn viele andere Hersteller tun dies auch.

Weiter geht es damit, dass Bauteile aus Aluminium hergestellt sind und man auf die Gefahr des Verbiegens achten soll.
Natürlich sind Aluminium Bauteile durch die etwas geringere Festigkeit nicht so stabil wie Stahlbauteile, aber auch da kann es kann es passieren, dass diese verbiegen.

Was natürlich sehr negativ auffällt, ist die Tatsache, dass anstelle von V-Slot Profilen nur T-Slot Profile verwendet wurden.
Gerade bei der sehr stark beanspruchten X-Achse ist dies schon fast ein „No-Go“.

Auch bei den Riemen wird aber ganz schnell klar: hier wurde am falsch Ende gespart und man hätte besser Riemen mit Glasfasereinlage verwendet.

 

 

Worüber man aber nicht ein Wort verliert ist, dass der Anet E10 über zwei Z-Spindeln und nicht wie der CR10 nur über eine Spindel verfügt.
Gerade dies scheint aber eher der Pluspunkt für den E10 zu sein.

Bleibt abzuwarten, wie die Elektronikkomponenten des Anet E10 sind. Diese sind bekanntlich bei Anet nicht wirklich haltbar und können eventuell zum Brand führen.
Alles in Summe gesehen scheint der E10 eine Chinakopie eines chinesischen Herstellers zu sein, der den Preis von rund 265€ bzw. $300 nicht gerecht wird.

Eine wirkliche Alternative scheint der Tronxy X3S darzustellen. Dieser ist zumindest mit V-Slot Profilen aufgebaut und fällt in die selbe Kategorie wie der CR10 und der E10.