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Review: JGAURORA A5X

Das sich der CR-10 von Creality3D großer Beliebtheit erfreut, ist nicht nur bei den Benutzern, sondern auch bei den Herstellern verschiedenster 3D-Drucker angekommen.
So nun auch bei JGAurora, welcher mit dem A5X ebenfalls einen CR-10 Clone auf den Markt bringt.

Wir haben den Drucker für Euch getestet und möchten Euch unsere Erfahrungen hier in diesem Review mitteilen.

Versand, Verpackung und Motage

Alle Komponenten des A5X sind, wie immer, bestens verpackt worden, so dass das Paket trotz einiger äußeren Spuren gut bei uns angekommen ist.

Der Versand verlief, dank Gearbest German Priority, wie immer ohne Probleme und innerhalb kurzer Zeit haben wir den A5X erhalten.

Die Montage des A5X war, wie bei fast allen CR-10 Clonen, dank der vormontierten Komponeten, denkbar einfach. Vier Schrauben und zwei Seitenverbinder später stand der A5X bereits auf dem Schreibtisch.
Auch der elektrische Anschluss ist kein großes Problem, da alles gut beschriftet ist.

Technische Daten

 
HerstellerJGAURORA
ModellA5X
TechnologieFFF/FDM
AusführungBausatz / vormontiert
RahmenmaterialAluminiumprofile – Stahl pulverbeschichtet
Filament Durchmesser1.75 mm
Druckermaße (HxBxT)610 x 513 x 605 mm
Farbeschwarz
Extruder / HotendBowden Extruder mit Filament Change Assist und Run-Out-Sensor
Düsendurchmesser0.4 mm
Hersteller LandChina
DruckplattformAluminium Heizbett mit Black Diamond Platform (beschichtetes Glas)
Unterstütztes MaterialPLA, ABS, PETG uvm.
Max. Druckbereich (LxBxH)320 x 320 x 350 mm
AnschlussmöglichkeitenUSB-Buchse / USB-Port
Softwarealle gängigen Slicer
Systemanforderungenab Windows 7 / MAC OS
Dateiformat.stl , .obj, g-code
Gewicht10 kg
DisplayFull Color Touch Display

Mechanik, Lager und Führungen

Der A5X setzt, wie sein Vorbild, auf V-Slot Profile mit passenden Rollen, die teilweise über Exzenter eingestellt werden können. Alle Halterungen sind aus pulverbeschichteten Stahlblechen gefertigt und vermitteln einen guten, stabilen Eindruck. Der Halter des Heizbetts ist aus 4mm dicken Blech gefertigt und sorgt für eine gute Befestigung, ohne dass man befürchten muss, dass sich etwas verbiegt.
Auch das Laufprofil des Y-Carriage ist größer gestaltet, als beim Vorbild. Hier kommen statt 40x20mm – 60x20mm Profile zum Einsatz. Ein Pluspunkt für den A5X.

Beide Z-Achsen sind beim A5X direkt mit Motoren und vor allem mit je einem Endstop ausgestattet.
Ein weiterer Pluspunkt für den A5X, denn so kann man immer sicher gehen, dass die X-Achse nach einem Homing richtig steht.

Extruder, Hotend und Heizbett

Die Extruder und Hotend Kombination ist eine Standard MK8 Variante mit dem vom CR-10 bekannten Hotend. Die Kombination ist als Bowden-System ausgeführt. Der Extruder selbst ist aus Aluminium gefertigt und ist direkt auf dem Nema-17 Motor befestigt.

Beim Heizbett handelt es sich um ein 330 x 330mm großes MK3 Aluminium Heizbett mit 24V Anschluss.
Auf dem Heizbett selbst befindet sich die „Black-Diamond-Plattform“, eine Druckplatte mit Haftbeschichtung ähnlich die der Ultrabase von Anycubic.

Elektronik

Hier hat der A5X direkt bei uns gepunktet. Die Elektronik ist mit 24V versorgt, es gibt ein Board mit steckbaren Motortreibern und er hat ein Touch-Display.

Fangen wir mal beim Mainboard und dem Touch-Display an. Hierbei handelt es sich, wie bei seinem Bruder dem A5, um ein MKS Gen L V1.0 Board mit Makerbase 3.0 TFT Touch Display.
Das Tolle hierbei ist, dass die Motortreiber auf dem Board gesteckt sind und bei bedarf gegen andere getauscht werden können. Zudem ist das MKS Board ohne große Probleme auf Marlin zu flashen und kann so immer aktuell gehalten werden.

Das Netzteil kommt mit 360W daher und ist leider, im Gegensatz zum Netzteil des A5, ein No-Name Produkt. Wir hatten gehofft hier auch wieder ein Meanwell Netzteil vorzufinden.

Ansonsten Bietet die Elektronik noch ein paar ganz nützliche Features, wie zum Beispiel einen Filament-Run-Out-Sensor, einen Leveling Assist und wie gesagt einen zweiten Endstop auf der Z-Achse.

Druckergebnisse und Erfahrungen

Wir haben den A5X jetzt seit rund 3 Wochen im Test und können, bis auf ein zwei Sachen, nichts Negatives finden. Das Druckbild ist sauber und die Bedienung sehr einfach.

Lediglich das Einführen des Filaments ist jedes Mal eine Herausforderung, da der Filamentsensor ziemlich im Weg ist. Hier kann man aber sicherlich durch ein kleines Upgrade Abhilfe schaffen.

Leider mussten wir direkt den Bauteillüfter des A5X austauschen, da dieser defekt war und nicht richtig lief, bzw. ganz schreckliche Schabgeräusche machte.

Fazit

Für rund 350€ erhaltet Ihr bei Gearbest einen guten und soliden Drucker, der mit einigen Vorteilen gegenüber dem CR-10 punktet.

So sind der zweite Endstop der Z-Achse, das MKS- Board und die 24V Versorgung wirkliche Pluspunkte gegenüber dem Original. Auch das breitere Profil der Y-Achse gefällt uns sehr.

Wir jedenfalls haben unseren CR-10 in Ruhestand geschickt und drucken mittlerweile lieber mit dem A5X.

Bewertung
Gesamtbewertung 4,1 / 5
Zusammenbau 4,5 / 5
Mechanik / Elektronik 4 / 5
Ausstattung 4,5 / 5
Druckqualität 4 / 5
Preis / Leistung 4 / 5
Lautstärke 3,5 / 5

Tutorial: Eigenes Logo auf dem Bootscreen – so geht’s

 Das wird benötigt:

Um einen individuellen Bootscreen zu erzeugen, braucht Ihr folgende Dinge:

  • Einen 3D-Drucker mit Full Graphics LCD Controller
  • Euer Logo im JPG oder GIF Format in der Auflösung 128 x 64 Pixel, welches Ihr auf den Bootscreen übertragen wollt



So wird’s gemacht

Am einfachsten funktioniert das Ganze, wenn Euer Logo schwarz-weiß ist. Ansonsten müsst Ihr ein wenig Hand an Euer Bild anlegen und es in schwarz-weiß gestalten bzw. umwandeln.

Bei unserem Beispiel haben wir unser Logo auf das Nötigste reduzieren.

Unser Logo auf das Nötigste reduziert

Um das Bild später zu übertragen wird eine maximale Auflösung von 128 x 64 Pixel benötigt. Ihr könnt mit einer höheren Auflösung anfangen und später herunterskalieren, solltet aber bedenken, dass aufgrund der Pixel nicht alle Details sauber dargestellt werden können. Daher empfehlen wir Euch nicht zu detailreich zu starten.

In unserem Beispiel sind wir, wie folgt, vorgegangen:

Wir haben unser Logo soweit bearbeitet und reduziert, dass es schwarz-weiß exportiert werden konnte.
Als Programm haben wir in diesem Fall inkscape benutzt.

In paint.net haben wir eine neue Datei geöffnet und diese mit 128 x 64 Pixel definiert. Das zuvor in inkscape erzeugte Bild wurde per Paste & Copy in paint.net übertragen und in die Grenzen eingepasst.
(Alle zuvor probierten Varianten mit Öffnen und skalieren von anderen Dateien z.B. PNG hat bei uns immer wieder zu Problemen geführt)

Ihr solltet übrigens darauf achten, dass der Hintergrund transparent bleibt, um die Erkennung des Bildes zu verbessern.

Die Vorschau ist schon sehr pixelig – dies liegt an der niedrigen Auflösung

Die fertige Datei wird nun im JPG oder GIF-Format an einen beliebigen Ort abgespeichert.



Nun geht es ganz einfach:

Wir haben die Seite http://www.digole.com/tools/PicturetoC_Hex_converter.php geöffnet und unser Bild dort hochgeladen.


Um das Bild auf das Display zu bekommen mussten wir noch ein paar Einstellungen anpassen.
Unter „Resize to“ wird die Auflösung des Displays mit 128 x 64 Pixel angegeben.

Nach einem Druck auf „Get C string“ sieht man ein weiteres Fenster mit dem Code für das Bild und eine Vorschau des Logos, wenn alles geklappt hat.
Den Hex-Code haben wir in die Zwischenablage kopiert.

Als nächsten Schritt haben wir die marlin.ino unseres CR-10 geöffnet und die Datei _bootscreen.h gesucht.
Dort haben wir wiederum den zuvor in die Zwischenablage kopierten Text über den vorhandenen Text in den geschweiften Klammern geschrieben.

Folgende Zeilen müssen noch angepasst werden, falls die Werte noch nicht drin stehen:
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_TIMEOUT   2500
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_BMPWIDTH  128
#define CUSTOM_BOOTSCREEN_BMPHEIGHT 64

Jetzt muss nur noch das Ganze kompiliert und auf das Board übertragen werden.
Solltet Ihr alles richtig gemacht haben, dann könnt Ihr, nach dem Neustart, Euer Logo beim Starten des 3D-Druckers sehen.

Wer es noch ein bisschen individueller mag, der kann natürlich noch in der configuration.h unter nachfolgenden Punkt seinem 3D-Drucker eine individuelle „Ready“ Message verpassen.

// Optional custom name for your RepStrap or other custom machine
// Displayed in the LCD „Ready“ message
#define CUSTOM_MACHINE_NAME „CR-10 by SELBSTgedruckt“

Wir hoffen Euch hat dieses kleine Tutorial gefallen und Ihr besucht unsere Seite bald wieder.

Ihr wollt was wirklich Individuelles bei Eurem Drucker haben?

Wie wäre es mit einem eigenen Bootscreen? Seit Marlin 1.1.0 gibt es dieses coole Feature für Full Graphics LCD Displays und wir wollen Euch mit diesem Tutorial zeigen, wie Ihr ganz schnell und einfach das Aussehen des Startbilds verändern könnt.

Wer mag, kann uns natürlich durch Klicken auf die Produktlinks unterstützen und bei unseren Partnern einkaufen. Wir erhalten einen kleinen Beitrag zurück und können Euch somit immer wieder mit tollen neuen Infos versorgen.

Review: Creality3D CR-10

Auch wir von SELBSTgedruckt konnten nicht wiederstehen und haben natürlich den Creality3D CR-10 getestet.
Auch wenn schon viel über den CR-10 berichtet wurde, so gibt es dennoch ein paar interessante Punkte zu entdecken.

Fangen wir mal ganz vorne mit den verschiedenen Varianten an:
Es gibt mittlerweile vom Creality3D CR-10 vier verschiedene Varianten und wenn man den Veröffentlichungen auf diversen Social Media Plattformen Glauben schenkt, dann werden noch ein paar weitere folgen.

Modellübersicht

CR-10 (Grundmodell)

Das Grundmodell des Creality3D CR-10 gibt es seit ca. einem Jahr auf dem Markt und ist Ausgangsbasis für alle weiteren Modelle.
Die Baugröße des Druckers beträgt 300 x 300 x 400mm (L x B x H) und ist in den Farben Blau und Coffee/Black erhältlich.
Der Aufbau des Druckers ist an die beliebte Prusa-Bauform angelehnt und besteht aus 20×40 bzw. 20×20 Aluminiumprofilen. Alle Anbauteile sind, bis auf die Halter der Endstops und der Maschinenfüße, aus Aluminium hergestellt.
Creality3D verzichtet bei seinem Aufbau auf die sonst gerne eingesetzten Rundstangen als Führung und setzt lieber auf V-Slot Rollen, welche passend in den Aluminiumprofilen laufen.
Der größte Unterschied zu allen anderen Modellen besteht aber darin, dass der CR-10 im Grundmodell nur über einen Z-Achsenantrieb verfügt.

CR-10S

Seit August 2017 gibt es eine als CR-10S oder manchmal auch „Upgraded Version“ bezeichnete Version des CR-10 3D-Drucker.
In der Bauraumgröße gleicht der CR-10S dem CR-10, jedoch unterscheidet er sich in folgenden Punkten:

Neben einem zweiten Z-Achsenantrieb wurde dem CR-10S ein Filamentsensor spendiert, welcher überwacht, ob noch genug Filament vorhanden ist. Zudem besitzt der CR-10S ein überarbeitetes Mainboard, welches Firmware Änderungen von Anfang an zulässt.
Beim CR-10 ist dies bisher nur durch Aufspielen eines Bootloaders möglich gewesen.

Neben den großen Unterschieden hat der CR-10S noch ein paar kleinere Upgrades erhalten.
Es wurden zum einen der Extruder überarbeitet, so dass ein Ausreißen der Pushfit Verschraubung verhindert werden soll. Das Heizbett verfügt nun über eine Zugentlastung, die dafür sorgt, dass an dieser Stelle keine Kabelbrüche entstehen.

Das „Factory Upgrade Kit“ ist  beim Hersteller erhältlich. Link: http://www.creality3donline.com/product_detail.html?product_id=44)

CR-10 S4

Die Version CR-10 S4 ist, wie er Name bereits erahnen lässt, auch eine „S“, also überarbeitete Version des CR-10. Beim „S4“ wurde jedoch der Bauraum auf 400 x 400 x 400mm vergrößert. Zudem wird das Heizbett nicht mehr über ein mittig montiertes Aluminiumprofil geführt, sondern über zwei Profile, welche links und rechts vom Riemenantrieb montiert sitzen.

CR-10 S5

Der CR-10 S5 ist derzeit die größte Version der CR-10 Familie. Sein Bauraum beträgt 500 x 500 x 500mm.
Der Aufbau ist, wie sein kleinerer Bruder CR-10 4S, mit zwei Führungsprofilen für das Heizbet (Y-Achse) ausgestattet.

Der Preis für diese Version beträgt zwischen 799€ und 1200€, je nach Händler.

CR-10 Mini

Neben den „großen“ Druckern, gibt es auch eine Mini-Version des CR-10.
Dessen Bauraum beträgt „nur“ 300x220x300mm und ist somit rund 45% kleiner, als der des CR-10.
Ein Vorteil des kleineren Bauraum besteht aber in der kürzeren Aufheizzeit des Heizbettes.

Der CR-10 Mini verfügt aber nicht wie die „S“ Versionen über einen zweiten Z-Achsenantrieb und Filamnetsensor.
Somit ist der Mini wirklich nur eine kleine Version des CR-10.

Technische Daten (mit Vergleich der Modelle)

Hersteller Creality3D Creality3D Creality3D Creality3D Creality3D
Version CR-10 CR-10S CR-10 4S CR-10 5S CR-10 Mini
Druckermaße (LxBxH) 615 x 600 x 490 mm 615 x 600 x 490 mm 600 x 680 x 615 mm 600 x 760 x 620 mm 490 x 420 x 500 mm
Max. Druckbereich (LxBxH) 300 x 300 x 400 mm 300 x 300 x 400 mm 400 x 400 x 400 mm 500 x 500 x 500 mm 300 x 220 x 300 mm
Z-Antriebe 1 x Trapezgewindespindel ø8mm 2 x Trapezgewindespindel ø8mm 2 x Trapezgewindespindel ø8mm 2 x Trapezgewindespindel ø8mm 1 x Trapezgewindespindel ø8mm
Filamentsensor nein ja ja ja nein
Technologie FFF/FDM FFF/FDM FFF/FDM FFF/FDM FFF/FDM
Ausführung vormontierter Bausatz vormontierter Bausatz vormontierter Bausatz vormontierter Bausatz vormontierter Bausatz
Rahmenmaterial Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Aluminium
V-Slot Profil
Extruderart Bowden Extruder Bowden Extruder Bowden Extruder Bowden Extruder Bowden Extruder
Filament Durchmesser 1.75 mm 1.75 mm 1.75 mm 1.75 mm 1.75 mm
Düsendurchmesser 0.4 mm 0.4 mm 0.4 mm 0.4 mm 0.4 mm
Druckplattform beheizt 12V beheizt 12V beheizt 12V beheizt 12V beheizt 12V
Unterstütztes Material PLA, ABS, PETG uvm. PLA, ABS, PETG uvm. PLA, ABS, PETG uvm. PLA, ABS, PETG uvm. PLA, ABS, PETG uvm.
Anschlussmöglichkeiten USB / SD Karte USB / SD Karte USB / SD Karte USB / SD Karte USB / SD Karte
Software alle gängigen Slicer alle gängigen Slicer alle gängigen Slicer alle gängigen Slicer alle gängigen Slicer
Systemanforderungen ab Windows 7 / MAC OS ab Windows 7 / MAC OS ab Windows 7 / MAC OS ab Windows 7 / MAC OS ab Windows 7 / MAC OS
Dateiformat .stl , .obj, g-code .stl , .obj, g-code .stl , .obj, g-code .stl , .obj, g-code .stl , .obj, g-code
Farbe schwarz – orange (coffee)
schwarz – blau
schwarz – orange (coffee)
schwarz – blau
schwarz – orange (coffee) schwarz – blau schwarz – blau
Display Full Graphics Display Full Graphics Display Full Graphics Display Full Graphics Display Full Graphics Display
Hersteller Land China China China China China
Gewicht 13kg 13,5kg 15kg 19kg 7,5kg



Aufbau

Der Aufbau des CR-10 ist sehr schnell gemacht, da dieser schon zu 90% vormontiert zu Euch nach Hause kommt. Es müssen lediglich das Portal, an welchem sich der Extruder befindet, an den Grundrahmen verschraubt und die Motoren und Endstops mit der Controlbox verbunden werden.

Alle Kabel sind beschriftet und mit Steckern versehen, so dass ein Verwechseln fast ausgeschlossen werden kann. Besonders schön ist, dass die Kabel bereits vom Hersteller gesleevt, dass heißt mit einem Schutzgeflecht ummantelt, wurden.

Gut verpackt hat der CR-10 uns erreicht

Tipp:
Kontrolliert vor dem ersten Druck nochmals alle Schrauben auf Festsitz und alle Führungswagen auf Spiel. Es gibt Drucker, die ausgeliefert wurden, die besonders in der Y-Achse sehr viel Spiel hatten.
Sicherlich macht es auch nochmal Sinn, die Riemenspannungen dabei zu prüfen.

Elektronik

Der CR-10 verfügt, wie bereits erwähnt, über eine Controlbox, welche das Netzteil, das Mainboard sowie das Display beinhaltet.

Es müssen keinerlei Verdrahtungsarbeiten mehr innerhalb dieser Box durchgeführt werden, weil alle Anschlüsse und Anschlusskabel bereits nach außen geführt sind.
An der Rückseite befinden sich drei Buchsen, welche zum Anschluss des Heizbettes, des Hotends und der Stromversorgung dienen.
Zudem ist noch ein Ein- und Ausschalter für den Drucker an der Rückseite vorhanden

Wir haben trotzdem einmal reingeschaut, um zu wissen was drinsteckt:

Nachdem wir die Schutzabdeckung (natürlich im stromlosen Zustand) entfernt haben, offenbarte sich als erstes das Netzteil des Druckers. Dieses verfügt über 12V und rund 30A, so dass wir von einer Gesamtleistung von rund 360W ausgehen. Diese Leistung ist bis jetzt für unsere Testdrucke ausreichend gewesen und braucht, unserer Meinung nach, auch nicht geändert werden.

Als nächstes entfernten wir das oben beschriebene Netzteil, so dass wir einen Blick auf das Mainboard und alle weiteren verwendeten Komponenten werfen konnten.

Beim Mainboard handelt es sich wohl um ein Melzi Board, welches speziell für Creality3D hergestellt wird. Die Motortreiber befinden sich fest verlötet auf der Platine und lassen sich nicht austauschen.
Ebenso wenig lassen sich noch weitere Komponenten anschließen.
Wer also seinen Drucker erweitern will, wie zum Beispiel auf einen Dual-Extruder, der muss leider auf ein neues Mainboard zurückgreifen, dies aber nur am Rande.

Blick in das Innere der Controlbox - Schaltnetzteil mit Aktivkühler

Problematisch ist eher, dass sich der normale CR-10 ohne Umwege nicht Updaten lässt. Creality3D hat nämlich keinen Bootloader auf das Board gespielt, so dass ein Wechsel oder Update der Firmware zu einem Abenteuerausflug wird. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal…

Das Betriebssystem oder besser gesagt die Firmware, mit der der CR-10 läuft, scheint eine abgespeckte Version von Marlin zu sein. Leider lassen sich Aufgrund des oben beschriebenen Problems kein PID-Tunings durchführen, bzw. die Daten speichern.

Doch nicht nur das Mainboard, sondern auch das Display befindet sich in der Controlbox. Dieses ist als Full Graphics ausgeführt.
Mittels Drehknopf könnt Ihr bequem durch die Menüs steuern und die benötigten Änderungen vornehmen.

Ansonsten sind noch ein paar Lüfter und das Mosfet des Heizbetts im Inneren zu finden.

Extruder und Hotend

Beim Extruder setzt Creality3D auf einen Bowdenextruder. Dieser ist nicht untersetzt, sondern treibt das Förderrad direkt an, um das Filament zum Hotend zu fördern.

Beim Hotend handelt es sich anscheined um einen Eigenbau, welcher aber vom Grund her wie ein E3D funktioniert.
Die Düsen, welche Ihr für das Hotend benötigt haben übrigens die Bezeichnung MK8 und lassen sich fast überall im Zubehör kaufen.
Mittlerweile gibt es auch gute Umbausets, die das Hotend zu einem All-Metal Hotend machen und damit Temperaturen von über 240°C zulassen. 

 

Druckqualität

Zugegeben, für einen 300€ Drucker liefert der CR-10 erstaunlich gute Ergebnisse. Wir können bis jetzt nichts Negatives feststellen. Die Auflösung kann mit der standardmäßig verbauten 0,4mm Düse von 0,05 – 0,3mm variiert werden und lässt damit ein breites Spektrum an Möglichkeiten zu.

Twisted Vase - 250mm hoch

Lediglich bei ABS haben wir Probleme gehabt das Material zu drucken, da das Heizbett nicht in den Temperaturbereich von über 80°C kommt. Hier müsst Ihr dann selber Hand anlegen und das Heizbett von unten isolieren. Außerdem ist die offene Bauweise nicht unbedingt förderlich, da Zugluft zusätzliche Probleme machen kann.

Wir haben nach einer Woche übrigens einen zweiten Z-Achsenantrieb verbaut um zu sehen, ob sich die Qualität verändert. Wir müssen sagen, es ist ein Unterschied erkennbar, ob dieser für Euch relevant ist, müsst Ihr aber für Euch selbst entscheiden.

Mit dem Umbaukit für den CR-10 erhaltet Ihr einen zweiten Z-Achsenantrieb

Das Umbaukit kostet rund 40-60€ und ist hier erhältlich.

Fazit

Der CR-10 ist ein starker Drucker mit kleinen Defiziten in der Standardversion.
Wer einen günstigen Drucker mit Top Ergebnissen sucht, der ist hier gut beraten.
Lediglich der fehlende zweite Z-Antrieb und die fehlende Möglichkeit des Firmwareupdates schmälern den Spaß am CR-10 (Standard).
Wer diese Features direkt von Anfang an haben möchten, der sollte lieber direkt zum CR-10S greifen.
Ansonsten ist der CR-10 wirklich empfehlenswert und unserer Meinung nach für Anfänger bestens geeignet, da man die Technik gut kennenlernen kann, ohne noch große Umbauten zu vollziehen.
Wer es größer braucht, der kann auf den CR-10 4S bzw. 5S zurückgreifen und auch eine Mini Version ist zu bekommen.
Diese verzichtet allerdings wiederr auf den zweiten Z-Achsenantrieb.

Der CR-10 Standard erhält von uns 4,5 von 5 Punkten.

Vielen Dank an Gearbest für die Bereitstellung des Testdruckers.