Vorstellung: TITAN Heatbreaks von RS-Präzision

Das aus einer kleinen Idee ein richtig starkes Produkt werden kann, dass zeigt die Erfolgsgeschichte von RS-Präzision. 

Denn was Richard Dawidowsk und Sven Müller dort herstellen ist nicht nur Qualität, sondern auch höchste Genauigkeit „Made in Germany“.

Die von Ihnen hergestellten Titan 6AL4V Heatbreaks sollten fast jedem in der Maker-Szene bekannt sein, ansonsten sollte man sie schnellstmöglich kennenlernen.

Was macht die Heatbreaks aus?

Schauen wir mal auf das Material.
Titan 6AL4V hat im Gegenzug zu Edelstahl eine 3-fach geringere Wärmeleitfähigkeit. [21 W/(m*K) bei Edelstahl zu 6,8 W/(m*K) bei Titan 6AL4V].
Ein weiterer Punkt ist die hohe Zugfestigkeit von 895N/mm² die das Heatbreak besonders unempfindlich gegen mechanische Belastungen macht.

Doch nicht nur das, denn die Heatbreaks sind speziell gefinished, so dass der Reibungswiderstand für das Filament im Inneren sehr gering gehalten wird.

Man merkt, dass die Macher von RS-Präzision auf jahrelange Erfahrung in der Verarbeitung von Titan zurückblicken können.
Und genau dort liegt auch das Geheimnis, welches natürlich nicht preisgegeben wird.

Was heißt das für den 3D-Druck?

Die Wärme steigt dank der geringen Wärmeleitfähigkeit nicht so schnell ins Coldend. 
Messungen haben gezeigt, dass bei 250°C nur max. 50°C am oberen Ende der Freidrehung in den Kühlkörper steigt.

Uns ist aufgefallen, dass wir bei den RS-Präzisions-Heatbreaks die Retraction-Distance massiv nach unten drehen konnten. (vorher 4mm danach nur noch 1,5mm bei einem Bowden-Setup).

Für welche Materialien sind die Heatbreaks geeignet?

Die Heatbreaks sind für fast alle Materialien und natürlich in der Full-Metal-Version, besonders für Materialien mit höherer Schmelztemperatur geeignet.

Was ist beim Einsatz der Heatbreaks zu beachten?

Wer viel PLA druckt, der muss nicht unbedingt die Full-Metal-Version des Heatbreaks einsetzen.
Es gibt zum Beispiel für den CR-10 eine Variante die mit Teflon-Liner betrieben werden kann.

Ansonsten muss beim Einsatz des Titan 6AL4V Heatbreaks die Temperatur an der Nozzle angepasst werden. Dies liegt daran, dass recht kühles Filament bei hoher Geschwindigkeit die Nozzle stärker abkühlt und das Material einen recht plötzlichen Übergang von fest zu flüssig hat.
Eine gute Kombination ist übrigens der Einsatz eines Vulcano Heizblocks mit dem Heatbreak. 
Dadurch ist ein Anpassen der Temperatur an die Druckgeschwindigkeit, auch oberhalb von 120mm/sec nicht nötig.

Hier kann man das CR-10 Heatbreak als Full-Metal_version und einmal als „normale“ Version für den PTFE-Tube erkennen.

CR-10 Heatbreak "Full-Metal"
CR-10 Heatbreak "normal"
Was kostet ein Heatbreak?

Die kosten für die Heatbreaks liegen, je nach Ausführung, zwischen 12,50€ und 15,00€.

Wo können die Heatbreaks erworben werden?

RS-Präzision bietet einen Direktvertrieb der Heatbreaks an. Auf Ihrer Internetseite  http://www.rs-praezision.de/ sind die diversen Versionen zu finden. 
Zudem sind die Heatbreaks auch in anderen Onlineshops, wie zum Beispiel bei FabberFactory oder PlastikPrint zu finden.

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und freuen uns auf weitere Produkte.

Ulrich Saßmannshausen

Ulrich Saßmannshausen

Mein Name ist Ulrich Saßmannshausen, ich bin der Gründer und Hauptautor von SELBSTgedruckt - 3D-Druck Magazin
Mein Ziel ist es, Euch mit Neuigkeiten, Test und Tutorials aus der Welt des 3D-Drucks zu versorgen.
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3 Gedanken zu „Vorstellung: TITAN Heatbreaks von RS-Präzision

  • 17. Oktober 2018 um 21:01
    Permalink

    Moin!
    Mit Heatbreaks habe ich mich bisher sehr wenig ausseinandergesetzt. Kannst du da mehr zu sagen? Lohnt sicht die Anschaffung?

    Gruß
    Sebastian

    Antwort
    • 17. Oktober 2018 um 21:11
      Permalink

      Hallo Sebastian,

      danke für die Frage.
      Meiner Meinung nach lohnt sich die Anschaffung, wenn man Materialien verarbeiten möchte, die ein Full-Metal Heatbreak erfordern.
      Man kann dadurch Temperaturen von mehr als 250°C an der Nozzle fahren, ohne dass sich der PTFE-Tube zersetzt, da dieser ja nicht mehr bis vorne hin geschoben wird.

      Aber bei PLA ist der Einsatz des Heatbreak mit der 4,1mm Bohrung zu empfehlen, da PLA leider die Eigenart hat schnell zu verkleben.
      Sollte man doch lieber ein Full-Metal Heatbreak einsetzen wollen, dann ein Tipp von mir: ein bisschen Raps- oder Sonnenblumenöl hilft ungemein.

      Gruß Ulrich

      Antwort

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